Pulisan Jungle Beach Resort (Teil 3), Sulawesi, Indonesien

Unser letzter Tag im Pulisan Resort. Morgen fliegen wir von Manado nach Makassar, verbringen dort noch eine Nacht, um am nächsten Tag nach Kuala Lumpur zu fliegen, zwei Tage auf Shoppingtour zu gehen und am Montag den Rückflug nach Frankfurt anzutreten.

Die letzten beiden Tage hier waren geprägt von vielen Unternehmungen, die wir zusammen mit den o.g. Freunden unternommen haben. Eine Wanderung mit Ranger durch den Tangkoko-Nationalpark, während dessen wir die Gelegenheit bekamen, ein Rudel Schopf-Makaken ein Zeit lang zu begleiten (die uns eher gelangweilt betrachteten und damit beschäftigt waren, Ameisen zu vertilgen), Koboldmakis (die kleinsten Primaten auf diesem Planeten) aufzulauern, die in Baumhöhlen leben und nicht größer werden wie ein Meerschweinchen und einen Bären-Kuskus (Mischung zwischen Opossum und Faultier) zu entdecken, wobei ich nicht sicher bin, ihn überhaupt in den Baumwipfeln erkannt zu haben.

Den Höhepunkt aber bildete der Nashornvogel, für den wir uns fast eine Stunde auf die Lauer legten, bevor das laute Fluggeräusch seiner riesigen Schwingen über den Bäumen zu hören war und er zum Nest in einer Baumhöhle flog und seine Partnerin und den Nachwuchs fütterte – beeindruckend! V.a. weil das Ganze in freier Wildbahn und nicht im Zoo statt findet.

Gestern dann ging es mit Katrin, unserer Gastgeberin, morgens im 6 Uhr in die Minahasa-Highlands, u.a. in die Nähe des Lokon, einem Vulkan, der durch seinen Ausbruch vor einigen Wochen in unseren Medien für einige Schlagzeilen gesorgt hat, hier aber zur Tagesordnung gehört und dementsprechend für wenig Aufsehen gesorgt hat.

Ein Besuch auf einem einheimischen Markt gehörte auch dazu, der neben der bunten Obst- und Gemüsevielfalt auch noch einige hier in der Umgebung sehr verbreitete kulinarische Highlights im Angebot hatte: Hunde, Feldratten, fliegende Hunde (Fledermausart) und sogar Affenköpfe, deren Anwesenheit Beweis für den Verzehr des Rests waren, was wiederum Katrin wütend werden lässt, da diese geschützt sind. Aber dank der hier allgegenwärtigen Korruption stellt die Jagd auf geschützte Tiere kein Problem dar. Ein Lunch in einem am See gelegenen Fischrestaurant, der Besuch der schwefelhaltigen sprudelnden Quellen der hier allgegenwärtigen Vulkane und der Besuch einer weiteren Grabstätte (als hätte ich davon nicht schon genügend auf unserer Reise gesehen). Das zeigt uns aber auch immer wieder die Wertigkeit des Todes hier, wo das Leben im Jenseits einen höheren Stellenwert genießt, als das im Diesseits. Am meisten aber beeindruckten mich Katrins detailliertes Insiderwissen über den indonesischen Alltag und ihren alltäglichen Kampf für die Verbesserung der Lebensumstände der einheimischen Bevölkerung. Ich erwische bei der Frage, wie ich meinen eigenen kleinen Obulus zur ihrer Unterstützung leisten kann. Es ist ein großer Unterschied, ob man das ganze Problem und deren Lösungen hautnah mit erlebt, oder das Ganze eher aus der Entfernung in unseren Medien.

Morgen dann heißt es, Abschied zu nehmen von diesem Ort, der mich in seinen Bann gezogen hat und in mir den unbändigen Wunsch hervor ruft, zurück zu kehren …

 

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