37 Stunden on the road …

37 Stunden »on the road«:

bestehend aus 12 Std. auf 3 verschiedenen Fähren, Formalitäten im »Immigration Office« (es erinnerte mich sehr an den Film »der Pate« mit Marlon Brando, wie er so hinter dem Schreibtisch thronte. Fürs Foto hat er sich extra sein Uniformhemd angezogen), 3 Std. mit dem »Trycicle« (Moped mit Beiwagen, bei dem Eve’s rechte Pobacke immer zu Stabilisierungszwecken gebraucht wurde) durch eine Stadt, in der es 3000 von denen gibt, um einen funktionierenden Geldautomaten zu finden (ohne Erfolg).

Bevor ich’s vergesse: wir mussten unseren kompletten Anreiseplan über den Haufen schmeißen, da eine Fähre ausfiel, wir aber den Flieger kriegen mussten. Geplant war, nach den erledigten Formalitäten in Surigao die Fähre nach Cebu zu nehmen, um dort in den Flieger zu steigen. Die einzig mögliche Fähre wurde aber ersatzlos gestrichen (was hier nichts ungewöhnliches ist).

Jetzt war guter Rat teuer – es gab nur eine Alternative und die ließ zeitlich nicht viel Spielraum: mit dem »Trycicle« zum 10 km entfernten Fährhafen in »Lipata« und das ist nicht wirklich lustig. Bei jeder kleineren Steigung stand der Rasenmähermotor kurz vor’m Exitus und mein Vorschlag, bergauf ein bißchen anschieben zu wollen, lehnte er entrüstet ab.

Jedenfalls schafften wir es rechtzeitig, die Fähre zu bekommen. Nach der Ankunft in »Liloan« mussten wir ein Transportmittel finden, um nach »Bato« zu kommen, in der Hoffnung, dort eine Nachtfähre zu erreichen, die uns in Cebu den Flieger erreichen lassen konnte. Es war letztlich ein »Jeepney«, der uns nach Bato bringen sollte – ein grellbuntes abenteuerliches Gefährt, das seinen Ursprung in den von GI’S zurückgelassenen Jeeps aus dem 2. Weltkrieg hat. Diese Fahrzeuge sind die öffentlichen Transportmittel für den Fernverkehr und transportieren Alles: Post, Pakete, Menschen, Tiere, Hausrat, Warenlieferungen für jegliche Kioske und dafür begleiten neben dem Fahrer noch zwei weitere, meist jüngere Filippinos, die Busse und turnen während der Fahrt mehr auf dem Dach oder der Kühlerhaube herum, um permanent Gepäckstücke o.ä. auf- oder abzuladen und gleichzeitig noch zu kassieren. Angehalten wird durch heftiges Klopfen gegen das Wagendach. Erst während der Fahrt und mit Hilfe Randys, einem einheimischen überaus hilfsbereiten Pfarrers, bekamen wir die Info, dass es wohl klappen würde und auch tat.

Also Fähre mit Kabine gebucht in der mir die Klimaanlage ziemlich auf den Senkel ging und wir gefroren haben wie ein Hund ohne Fell. Am Morgen in »Puerta Princesa« dann per Taxi zum Busterminal und dann wieder mit dem »Jeepney« zu unserem Ziel, dem Ort »Sabang« im Nordwesten von Palawan. Der Rest setzte sich dann aus diversen Wartezeiten zusammen und zum Schluss sieht man dann so entspannt aus, wie auf dem Bild – das nenne ich dann mal entspanntes Reisen …

Noch’n paar Impressionen zum »entspannten Reisen«: Luxussitze auf der Fähre, das Motto »no fear« (warum wohl?) direkt auf den Jeepney lackiert, Essen auf Räder während der Busfahrt und die Standardversion des »Trycicle« …

Fortsetzung folgt …

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