Königsetappe in den Dolomiten

Bei den Tourvorbereitungen hatte uns die Zeitschrift „Trekkingbike“ gewarnt, dass die 32 km lange Strecke von Toblach nach Cortina d’Ampezzo über den Cimabanche Pass der anstrengendste Teil unserer Dolomiten-Transalp werden würde. Die Alpencrosser werden über diese Herausforderung nur ein müdes Lächeln übrig haben, für uns (Eve im Speziellen) mit dem ganzen Gepäck bedeutet das immer wieder die Frage: „Schaffen wir das?“ . Nachdem wir aber in der Zwischenzeit an Eve’s Rad ein kleineres Ritzel haben einbauen lassen, gingen wir zuversichtlich ans Werk. Die Strecke (ein alter Bahntrassenweg) bot natürlich wieder traumhafte Ausblicke auf die Dolomiten und obwohl die ganze Strecke aus Schotter bestand, immer bergauf verlief, konnten wir den Anstieg problemlos bewältigen. In der Erwartungshaltung, dass jetzt endlich das steile Stück hoch zum Pass beginnen müßte (schließlich wurden wir ja vorgewarnt und befanden uns auf der Königsetappe), zuckelten wir Kurve um Kurve nach oben, um dann urplötzlich vor einem Schild zu stehen …

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Wir schauten uns ungläubig an, Eve ließ einen Jubelschrei los und ich konnte es nicht glauben und meinte auf die Euphoriebremse treten zu müssen: „Das kann nicht sein …“. Es ging zwar jetzt stetig bergab, aber irgendwie warteten wir immer noch auf den alles entscheidenden Anstieg – aber er kam nicht … sondern unser Tagesziel Cortina d’Ampezzo.

Das konnte nur zu den Schlussfolgerungen führen: Trekkingbike übertreibt, der Pass wurde abgehobelt oder wir sind einfach fit – wir entschieden uns für Letzteres.

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