(Po)oltag

Das Ein- und Auspacken gelingt uns immer schneller. Rucki zucki sind wir als eingespieltes Team fertig zur Abfahrt. Es sollte zwar nur noch bergab gehen, aber dennoch musste erst eine kleine Steigung überwunden werden. Dann sahen wir endlich Tiest vor uns im Talkessel liegen. Rolf entschied sich gegen die Abfahrt auf der Bundesstraße und für eine kleine steile Seitenstraße. Dass es dann gleich 23% und über mehre Kilometer sein mußten, war des Guten doch zu viel. Zumal mich neben der steilen Abfahrt in dieser kleinen und kurvigen Gasse auch noch der Gegenverkehr stresst. Wenn ich einmal absteige, habe ich echt Mühe vor lauter Steilheit wieder auf’s Rad zu kommen. Meine Handgelenke beginnen zu schmerzen und ich frage mich, warum wir nicht einfach die Hauptstraße hinuntergerollt sind. Das wäre zwar nicht kürzer, aber schneller gewesen. das In Triest am Bahnhof findet Rolf heraus, wie wir wieder zurück nach Tarvisio kommen – nämlich stündlich. Von dort sollte es kein Problem sein, zurück nach Salzburg zu kommen. bild-2.jpgimg_5534.jpgIn einer Bar gönnen wir uns dicke Paninis mit Käse und Schinken, Cappuccini und W-Lan für die weitere Planung. Unsere Route setzen wir mit dem Schiff quer über die Bucht nach Muggia fort und fahren an der Küste entlang bis Izola.img_5537.jpgMir gefällt dieser Abschnitt überhaupt nicht … Sonnenbaden auf Betonbänken … eng nebeneinander liegen viel zu viele Menschen manchmal auf Felsen oder eben auf diesen Betonplätzen … ich frage mich, was daran schön sein soll. Nach einem riesigen Industriegebiet bei Ankaran, kämpft Rolf gegen den Wind an der Küste entlang. Unser Camping „Belvedere“ liegt natürlich – wie der Name ja schon sagt – auf einem Berg. Hui, der hat es aber noch mal in sich, denn er zieht sich noch richtig schön hoch und vor allem in praller Sonne … Ohne Gnade treibt sie die Schweißtropfen aus meiner Stirn, die in meine Augen laufen, dass ich nichts mehr sehen kann. Das Anhalten und Schweißabwischen muss zwar sein, erschwert mir aber den anschließenden Aufstieg auf’s Rad. Das kostet am Berg nämlich richtig viel Energie. Oben steht Rolf mit trockenem Shirt und Normalpuls (unfassbar) mit nach oben gereckten Daumen und ruft „Super, Liebelein,“! Wie schön!img_5570.jpgNach der obligatorischen Pasta können wir uns von dem Belvedere Restaurant überzeugen und die grandiose Aussicht auf die Bucht von Izola genießen. Der Vino Bianco schmeckt auch hier und das W-Lan funktioniert phasenweise gut. Wir beschließen, den morgigen Tag zum Waschen, Aufladen und (Po)oltag zu nutzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.