{"id":1366,"date":"2015-07-14T08:15:16","date_gmt":"2015-07-14T06:15:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/?p=1366"},"modified":"2016-12-13T08:44:06","modified_gmt":"2016-12-13T07:44:06","slug":"teil-11-was-ich-in-sri-lanka-gelernt-habe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/2015\/07\/14\/teil-11-was-ich-in-sri-lanka-gelernt-habe\/","title":{"rendered":"Teil 11 &#8211; Was ich in Sri Lanka gelernt habe &#8230;"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li style=\"text-align: left;\">Springhoppers sind keine Heuschrecken, sondern ein Nationalgericht, dass es in 2 Variationen gibt: einmal als Nudelnest und einmal als eine aus d\u00fcnnem Teig gebackene Schale, die z.B. mit Ei gef\u00fcllt wird.<\/li>\n<li>Singhalesisches Essen ist k\u00f6stlich: Pol Sambol macht so s\u00fcchtig, dass ich mir gleich die original singhalesiche Kokosreibe gekauft habe. Wie wunderbar, dass Rolf den Krims-Krams-Laden in Tangalle noch entdeckt hat. Auch Kottu war mir neu &#8230; aus kleingehacktem Roti wird mit Gem\u00fcse, Fisch, H\u00fchnchen oder sonst was eine sehr schmackhafte Mischung hergestellt. Hotel hei\u00dft \u00fcbrigens Restaurant und Arak (Schnaps) wird aus Kokosbl\u00fcten hergestellt.<\/li>\n<li>Man sollte nachts alles scheinbar Essbare aufh\u00e4ngen und alle Taschen schlie\u00dfen, denn auch in Folie eingepackte Gew\u00fcrze, die wir teuer in Kandy im Spicy-and Herbal-Garden gekauft haben, werden angefressen. Sogar Toilettenpapier scheint essbar zu sein und als Kr\u00f6nung wurden auch die f\u00fcr die Nepal-Kids gekauften Luftballons als Delikatesse empfunden &#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_4138.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1372\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_4138.jpg?resize=625%2C291&#038;ssl=1\" alt=\"IMG_4138\" width=\"625\" height=\"291\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Nachts zusammen mit Rolf pinkeln gehen vertreibt das mulmige Gef\u00fchl, denn in unserer Strandh\u00fctte mit \u201eOpen-Air-Schlafzimmer\u201c tummeln sich schon mal so nachaktive Tierchen wie Fr\u00f6sche, Streifenh\u00f6rnchen oder Ratten und nat\u00fcrlich Kakerlaken.<\/li>\n<li>Es gibt keine Kinderwagen. Kinder werden in den ersten beiden Lebensjahren getragen &#8230; einfach so auf dem Arm, ohne Tragesystem oder T\u00fccher &#8230; meistens von den M\u00fcttern, den Omas oder den V\u00e4tern. So hat man auch im Bus oder im Zug weniger Probleme mit dem Ein- und Aussteigen. Im Bus steht jedermann sofort daf\u00fcr auf.<\/li>\n<li>Kinder werden bis zu zwei Jahr gestillt! Was f\u00fcr eine gute Basis &#8230; getragen und gestillt werden &#8230; alle Bed\u00fcrfnisse nach N\u00e4he, Zugeh\u00f6rigkeit, W\u00e4rme, Geborgenheit und Liebe werden erf\u00fcllt und bilden die Basis f\u00fcr die weitere Entwicklung.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_0992.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1370\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_0992.jpg?resize=625%2C469&#038;ssl=1\" alt=\"IMG_0992\" width=\"625\" height=\"469\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Zugfahren in Sr Lanka ist ein \u201eMust do\u201c &#8230; diese herrlichen Teeplantagen, eingebettet in tropische W\u00e4lder, dieser blaue Zug, der sich gem\u00e4chlich und hupend dadurch windet, die scharfen Falafel, die einem immer wieder angeboten werden &#8230; unglaublich sch\u00f6n!<\/li>\n<li>Fehler machen nichts &#8230; auch nicht, wenn sie in Folie laminiert (Speisekarten) oder auf gro\u00dfe Schilder gedruckt sind, z.B. \u201eGusthouse statt Guesthouse\u201c.<\/li>\n<li>Sri Lanka hat den besten Tee auf der Welt! Die Briten haben dieses Land nicht nur gepl\u00fcndert, nein sie haben Ihm auch Einiges gegeben &#8230; wie den Teeanbau, die Schulbildung, das Gesundheitssystem und andere Werte und Normen &#8230; Denn fr\u00fcher herrschte hier z.B. die Vorstellung \u201eEiner arbeitet und drei gucken zu\u201c.<\/li>\n<li>Die Menschen hier begegnen dir mit einem L\u00e4cheln &#8230; Hello, mister &#8230; how are you! &#8230; nie zu aufdringlich, nie unfreundlich &#8230; sie helfen dir immer und sie interessieren sich f\u00fcr dein Leben! Frauen werden i.a.R. respektvoll behandelt &#8230; Du wirst nicht beklaut oder ausgeraubt. Du kannst diesen buddhistischen Menschen vertrauen. Viele gehen als Gastarbeiter nach Dubai und arbeiten dort in Hotels, als Flugzeugreiniger oder als Houseboy, schicken ihr Geld nach Hause zur Familie, nehmen daf\u00fcr in Kauf, dass sie ihre Frau und Kinder 3 Jahre lang nicht sehen &#8230; sie d\u00fcrfen sich dort abends nicht drau\u00dfen aufhalten, werden sonst von der Polizei eingesammelt, d\u00fcrfen nur arbeiten und schlafen &#8230; Was ein hoher Preis!<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_0986.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1369\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_0986.jpg?resize=625%2C414&#038;ssl=1\" alt=\"IMG_0986\" width=\"625\" height=\"414\" \/><\/a><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Neue Verkehrsregeln zu akzeptieren: Optimale Ausnutzung der Stra\u00dfe: Auf 2 Fahrspuren passen 3-4 Fahrzeuge nebeneinander, in einen Bus passen 30-40 Leute, das Ein- und Aussteigen geschieht per Handzeichen und m\u00f6glichst im Rollen &#8230; Es herrscht Linksverkehr und da, wo es sich anbietet, auch Rechtsverkehr, je nachdem &#8230;<\/li>\n<li>Akzeptiere was ist: der Bus f\u00e4hrt doch nicht dahin, wo du gedacht hast &#8230; der Busfahrer sagt dir an der falschen Stelle Bescheid, dass du aussteigen sollst &#8230; der Tuk-Tuk-Fahrer wei\u00df doch nicht so genau, wo deine Unterkunft ist, f\u00e4hrt dennoch einfach los &#8230; die Leoparden im Nationalpark haben heute keine Lust sich der Sonne und dir zu zeigen, obwohl du so viel Geld daf\u00fcr bezahlt und dich sehr darauf gefreut hast &#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC03983-1.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1375\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC03983-1.jpg?resize=625%2C414&#038;ssl=1\" alt=\"DSC03983 (1)\" width=\"625\" height=\"414\" \/><\/a>Die singhalesische Aussprache &#8230; beispielsweise wird \u201eVegetable\u201c oder \u201eWellawaya\u201c so rasant schnell ausgesprochen, dass sich die Zunge \u00fcberschl\u00e4gt. \u00dcberhaupt enden hier die Ortsnamen gerne auf -waya, -wila, -wella, -ala, was sich im Bus dann anh\u00f6rt wie ein schnelles \u201eWellawillawaya &#8230; willawella &#8230;!\u201c Aussteigen? Keine Ahnung &#8230; durchfragen hei\u00dft die Devise &#8211; irgendjemand hilft dir immer weiter &#8230;<\/li>\n<li>Roti, Reis, Gem\u00fcse und Sauce mit der rechten Hand zu essen ohne mit der Linken zu helfen &#8230; ich gebe gerne zu, dass ich es (noch) nicht ausprobiert habe, aber Rolf!<\/li>\n<li>Eine H\u00fctte am Meer entspannt. Unglaublich, was diese 4 Tage hier in unserer Robinson-Crusoe-H\u00fctte mit uns gemacht haben&#8230;nach all dem Tourprogramm stellt sich das Relaxen ein &#8230; immerhin habe ich au\u00dfer sonnenbaden, H\u00f6rb\u00fccher verschlingen, essen, d\u00f6sen, die Zeit mit Rolf genie\u00dfen,\u00a0auch t\u00e4glich mein Yoga gemacht und sogar zum Sonnenuntergang mein Jogging-Walking-Programm durch Tiefsand absolviert, was bei gef\u00fchlten 35 Grad eine echte Leistung darstellt &#8230;<\/li>\n<\/ul>\n<blockquote><p>\u00a0&#8230; und in mir ein permanent schlechtes Gewissen erzeugt \u2026 (Anm. Rolf)<\/p><\/blockquote>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Nie denken, man wei\u00df schon alles &#8230; Besser ist es, mit eigenen Augen zu sehen. Denn die 3. Klasse des Zuges ist besser als man denkt. Sie ist richtig gut und kostet weitaus weniger.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Mit Rolf als Reisepartner kann mir nichts passieren. Er hat immer die Taschenlampe dabei, wenn ich sie brauche, er beh\u00e4lt die Finanzen im Blick, er nimmt so herzlich Kontakt zu den Einheimischen auf (was unter M\u00e4nnern wirklich leichter geht), er recherchiert die Unterk\u00fcnfte im Internet und korrigiert sogar die Google-Standorte, die falsch eingetragen sind, er ist unkompliziert und n\u00f6rgelt nicht rum &#8230; ist neugierig, auf das, was uns begegnet!<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Keine Buchungen mehr im Voraus. Es gibt immer eine Unterkunft. Es k\u00f6nnen immer unvorhersehbare Dinge vor Ort sein, die einem nicht gefallen (Siehe Surf- und Partystrand in Arugam). Die Freiheit, das zu tun, was wir m\u00f6chten, dorthin zu gehen, wohin wir m\u00f6chten, spontan entscheiden zu k\u00f6nnen, uns leiten zu lassen, von dem was kommt &#8230; dem Zufall in die Arme laufen. Das ist es doch, warum wir uns auf solche Reisen begeben, denn Gl\u00fcck ist ein Gef\u00fchl von M\u00f6glichkeit \u2026<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_4222.jpg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-1373\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_4222.jpg?resize=625%2C359&#038;ssl=1\" alt=\"IMG_4222\" width=\"625\" height=\"359\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Springhoppers sind keine Heuschrecken, sondern ein Nationalgericht, dass es in 2 Variationen gibt: einmal als Nudelnest und einmal als eine aus d\u00fcnnem Teig gebackene Schale, die z.B. mit Ei gef\u00fcllt wird. Singhalesisches Essen ist k\u00f6stlich: Pol Sambol macht so s\u00fcchtig, dass ich mir gleich die original singhalesiche Kokosreibe gekauft habe. 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