{"id":3156,"date":"2019-03-24T07:14:47","date_gmt":"2019-03-24T06:14:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/?p=3156"},"modified":"2019-03-24T07:14:54","modified_gmt":"2019-03-24T06:14:54","slug":"ein-dorf-im-dschungel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/2019\/03\/24\/ein-dorf-im-dschungel\/","title":{"rendered":"Ein Dorf im Dschungel"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align:right\"><i>Ein Gastbeitrag von J\u00fcrgen Wojke<\/i><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kalkutta, Weiberfastnacht 2019<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Es zwitschert. Nach der regnerischen Nacht taucht die Morgensonne unser Viertel in milchiges Licht.&nbsp;&nbsp;Die weitl\u00e4ufige Wohnung offenbart nun doch eine gewisse Freundlichkeit.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Ankunft im Dunkeln am gestrigen Abend empfand ich unser neues Domizil f\u00fcr die n\u00e4chsten 7 Tage zun\u00e4chst als bedr\u00fcckend mit seinen matten Farben und Formen.&nbsp;&nbsp;Relikte erstarrten k\u00fcnstlerischen Lebens. Vielleicht war es auch der M\u00fcdigkeit und Ersch\u00f6pfung geschuldet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberall Bilder und Stoffe aus einer Epoche der 60er. Schon an der Haust\u00fcr empfing uns ein Plakat des 23. Filmfestivals von Kalkutta von November 2018, in das die Besitzer dieses Hauses oder der Wohnung involviert zu sein scheinen. Die M\u00f6bel dunkel und spartanisch, verlieren sich in den riesigen R\u00e4umen, an deren Decken 10 alte&nbsp;&nbsp;vergilbte Ventilatoren daf\u00fcr sorgen, dass sich die Schw\u00fcle besser verteilt. Noch sind sie aus, denn perfekte 22\u00b0C sind das angenehme Nebenprodukt einer gro\u00dfz\u00fcgigen&nbsp;&nbsp;Regenfront.<\/p>\n\n\n\n<p>Kalkutta ist nach Delhi, die zweite Station des 5w\u00f6chigen Urlaubs und beide St\u00e4dte sind f\u00fcr mich Neuland. Neuland ist auch Saskia, die ich schon 2 Monate nicht sah, was in dem kurzen Leben eines Mannes mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 78 Jahren (EU-B\u00fcrger) schon eine messbare Gr\u00f6\u00dfe in einer farbigen Zeitstrahlgrafik&nbsp;&nbsp;w\u00e4re.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aber den zeitweiligen Verlust glich das elektrisierend wuchtige Wiedersehen vor dem Delhi-Terminal einige N\u00e4chte zuvor mehr als aus. Die letzten Twittereien vor meiner Kontinenten\u00fcberquerung widmeten sich \u00fcberwiegend der Frage, ob der indische Verhaltenscode, eine heftige Umarmung oder gar weltvergessene K\u00fcsse zul\u00e4sst. Tut er nicht oder nur um den Preis gr\u00f6\u00dfer \u00f6ffentlicher Aufmerksamkeit und m\u00f6glicher polizeilicher Ermahnungen. Extase inside please!&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gl\u00fcck kann sich derma\u00dfen verdichten, genau wie Geschichte in Momenten von Revolutionen, Atombombenabw\u00fcrfen, Staatsstreichen oder um noch was geschichtliches Sch\u00f6nes anzuf\u00fchren, das pl\u00f6tzliche Ende von Diktaturen oder dem Auftauchen von Grete Thunberg.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Hauptstadt selbst war aufregend mit ihrer Mischung aus Moderne, b\u00e4uerlichem Mittelalter und Vorindustrialisierung, verzweifelter schmutzigster Armut, selbstzufriedenem mittelst\u00e4ndischem Wohlstand&nbsp;und arroganter Abgehobenheit der Eliten. Der Duft, die quirlige Gesch\u00e4ftigkeit in jeder Pore des Molochs Delhi, bei der selbst das \u201eh\u201c steht, wo man es nicht vermutet.<\/p>\n\n\n\n<p>3 Tage sp\u00e4ter. Der Anflug auf die nasse Metropole Kalkutta war aufregend. Im sattgr\u00fcnen Umland schien alles unter Wasser zu stehen. Die Wolken verdichteten sich zu einer dunklen schwarzen Wand&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Flieger trudelt durch das Inferno, wird hin und&nbsp;her geworfen. Um uns herum grauschwarzes Dunkel. Die Ohren melden unheimliche dumpfe Stille. Wir verlieren geplant an H\u00f6he und setzen trotz der B\u00f6en erstaunlich elegant nahe am Terminal auf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der erwartete und nun entfesselte Regensturm treibt die Wassermassen \u00fcber das in schwarzes Theaterlicht getauchte Flugfeld. Dazwischen Blitze. Wir stehen in unserer warmen Delhi-Februar-Kleidung auf der indigofarbenen Gangway in feuchter Schw\u00fcle und warten auf den Transfer-Bus. Eine kurze Fahrt. Wir sind am freundlichen Terminal, ein kurzer Weg und das Geb\u00e4ckband 3, es wurde im Flieger schon vorausschauend wie immer als unser n\u00e4chstes Ziel genannt, lie\u00df alle Koffer der bunten Reisegesellschaft des Fluges W 233 vor unseren Augen karussellieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Geb\u00e4ude das \u00fcbliche Airport-Gewimmel aus Fahrg\u00e4ste suchenden Taxisten, Hotelboten, Freundinnen und Angeh\u00f6rigen der Ankommenden. So schnell wie das Unwetter gekommen war, \u00fcberlie\u00df es den nassen Flughafen nun der warmen Nachmittagssonne f\u00fcr kurze Zeit. Saskia organisierte ein Prepaid-Taxi.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der \u00e4rmlich wirkende junge Fahrer lud unsere 3 Gep\u00e4ckst\u00fccke in den rostigen Kofferraum des alten gelben Taxis aus der Kolonialzeit. Er lie\u00df sich telefonisch von unserer Vermieterin kurz den Weg auf die andere Seite der 20 Millionen Metropole beschreiben und fuhr los.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich fragte mich derweil, warum wir immer die k\u00fchnsten Draufg\u00e4nger mit den klapprigsten Fahrzeugen bekommen. Er entschied klar jedes Rennen in dem chaotischen Gew\u00fchl aus Blech und Menschen in der kommenden spannenden Stunde f\u00fcr sich, bog unvermittelt von den Hauptverkehrsadern ab, raste durch enge un\u00fcbersichtliche Shortcuts, um sich in der n\u00e4chsten Avenida sofort wieder zu erobern, als wenn wir zur Entbindung m\u00fcssten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir f\u00fchlten uns angstfrei und gut aufgehoben, da alle Sinne des Profis am Steuer konzentriert zusammenarbeiten, er zielstrebige Ruhe verstr\u00f6mt und das dicke Blech aus des alten englischen Taxis, herk\u00f6mmlichen Knautschzonen \u00fcberlegen scheint.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Regen hatte wieder eingesetzt, die Dunkelheit auch. Der kleine Scheibenwischer arbeitete hektisch auf der gesprungenen Frontscheibe. Angenehm k\u00fchl tropfte es mir&nbsp;&nbsp;aus dem Motorraum auf die Thrombosestr\u00fcmpfe, die samt F\u00fc\u00dfen in Trekkingsandalen steckten. Ein echter Anblick.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir durchquerten eine Stunde lang diese gr\u00fcne Oase. 2-5st\u00f6ckige verwohnte und vom Monsun eingegraute, vermooste Wohnh\u00e4user, mit praller Gesch\u00e4ftigkeit im Erdgeschoss und in unz\u00e4hlbaren L\u00e4den mit Anbietern aller erdenkbaren Dienstleistungen und Waren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"600\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/3E679C4E-B983-422C-9831-23ED3EE571D1.jpeg?resize=400%2C600&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3163\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/3E679C4E-B983-422C-9831-23ED3EE571D1.jpeg?resize=400%2C600&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/3E679C4E-B983-422C-9831-23ED3EE571D1.jpeg?resize=333%2C500&amp;ssl=1 333w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/3E679C4E-B983-422C-9831-23ED3EE571D1.jpeg?resize=624%2C936&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/3E679C4E-B983-422C-9831-23ED3EE571D1.jpeg?w=2025&amp;ssl=1 2025w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/3E679C4E-B983-422C-9831-23ED3EE571D1.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/3E679C4E-B983-422C-9831-23ED3EE571D1.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Irgendwie, wie ein unendliches Ehrenfeld, nach dem Zusammenbruch&nbsp;&nbsp;der K\u00f6lner Stadtverwaltung und einer unf\u00e4higen Politik, die vor den Anforderungen der Zeit und der periodischen Feuchtigkeit kapituliert und den Menschen der Stadt die Initiative \u00fcberlassen hat. Au\u00dfer Moosgr\u00fcn, grau und schwarz sind alle Wandfarben ausgegangen. Aber sonst gibt es alles und irgendwie geht es immer weiter.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alles von Menschen zusammengemauert und Gezimmerte lebt in harmonischer Symbiose mit einer \u00fcppigen tropischen Flora und wehrt sich schon im Entstehen&nbsp;&nbsp;nicht gegen seine fortw\u00e4hrende Zersetzung durch Moose, Schimmelpilze, Autoabgase und den allgemeinen Schlendrian.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal erhebt sich die Stra\u00dfe \u00fcber die Unendlichkeit aus B\u00e4umen und H\u00e4usern und \u00fcberquert Bahngleise oder andere Verkehrsachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Uns erstaunt eine kollektive Anstrengung aller Fahrerinnen und Fahrer um die Stadtluft Kalkuttas zu verbessern. Sie schalten bei jeder Ampel und jedem Halt den Motor ihrer Fahrzeuge aus, sofern es nicht automatisch geschieht. F\u00fcr mich eine bewegende Initiative in diesem 20 Millionendorf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere bewegende Beobachtung ist die Liebe zum Gr\u00fcn und die F\u00fcrsorge f\u00fcr V\u00f6gel und Hunde. Wo ein Pfl\u00e4nzchen w\u00e4chst, wird es gehegt, selbst wenn es dann 30 Meter H\u00f6he erreicht. \u00dcberall auf den B\u00fcrgersteigen sprie\u00dfen B\u00e4ume aus den zerberstenden Steinflie\u00dfen und zwingen die Bewohner auf die Fahrbahn. H\u00e4user werden um B\u00e4umer herum gebaut und in den D\u00e4chern werden \u00d6ffnungen f\u00fcr die St\u00e4mme gelassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Noch ganz gefangen im gro\u00dfen Staunen, biegen wir pl\u00f6tzlich an einer kleinen Filiale der Syndikat-Bank in ein b\u00fcrgerlich&nbsp;&nbsp;wirkendes Viertel ein und stehen 2 Minuten sp\u00e4ter vor unserem jetzigen Zuhause.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Parterre befindet sich ein Paketversand, in dem sich zahlreiche in wei\u00dfe S\u00e4cke eingen\u00e4hte Warensendungen zu Haufen kuschelig zusammengefunden haben. Eine ausschlie\u00dflich Hindi sprechende kleine freundlich aber energische Dame ruft aus dem 1.Stock, dass wir hinauf kommen sollen. Unser junger Fahrer hilft uns mit dem Gep\u00e4ck und wir \u201echecken\u201c ein.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd wenn dat Tr\u00f6mmelsche jeht, dann stonn ma all parat\u2026\u201c werden am Alter Markt, die ersten Jecken aus heiseren Kehlen dem schlafenden K\u00f6lle zujesungen haben, als wir uns gegen 9 Uhr von unserem harten Lager erheben. Der indische Mensch liebt es hart im Bett, warum auch immer. 180 Quadratmeterwohnung, 10 Ventilatoren, 2,50 Meter breite Matratze, aber hart soll sie sein, wie ein Brett mit Decke drauf.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Am Vorabend sind wir auf der Suche nach etwas Essbarem im 4. Stock einer Shopping-Mall gelandet, die wie ein steriler glitzernder Fremdk\u00f6rper aus dem nat\u00fcrlich gewachsenen gr\u00fcnen Viertel ragte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zuvor suchten wir in der Umgebung unseres Stadtteils ein kleines Restaurant. Aber wir fanden keins, nur unz\u00e4hlige Essensst\u00e4nde mit Street-Food. Als wir sahen, dass jemand den Topf in einer Pf\u00fctze sp\u00fclte, f\u00fchlten wir uns daf\u00fcr noch nicht bereit und entschieden uns f\u00fcr die Mall.<\/p>\n\n\n\n<p>Unerwartet lecker und nicht \u00fcberteuert wurden neben Kentucky Fried Chickens&nbsp;&nbsp;knusprigen H\u00fchnerleichenteilen auch landes\u00fcbliche Gerichte wie Birjani, eine w\u00fcrzige Reisspeise mit Nelken, Kardamonkapseln und Sternanis&nbsp;&nbsp;und Dal das \u00fcberall pr\u00e4sente Linsengericht, angeboten und zum ersten Mal in my live probierte ich, im Gegensatz zu den meist geschmacklosen Eiwei\u00dfw\u00fcrfeln aus Sojabohnen, erstaunlich leckeren Tofu. Er hatte die Form und Konsistenz von Mozzarella und ihm fehlte die typische Tofu-Penetranz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Keller fanden wir einen Supermarkt mit der gr\u00f6\u00dften Personaldichte auf dem Subkontinent. Dutzende junge Verk\u00e4ufer standen ohne wirkliche Aufgabe zwischen den Regalen des Selfservicebetriebs, griffen wahllos in die Regale und Tiefk\u00fchltruhen, nahmen gefrorenen Tintenfisch, eingepackte Tomaten oder Ketchup&nbsp;&nbsp;und priesen es uns an. F\u00fcr uns, aus einer Rewe- und Aldi-Welt Kommenden eine neue Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p>Saskia war nach 8 Wochen des Verzehrs der Nr.128, Vegetable Curry nach k\u00f6niglicher Art, hei\u00df darauf, mal wieder Pellkartoffel mit Quark oder Spagetti Olio-Aglio zu probieren und so waren wir gl\u00fccklich nach einer Weile mit den erforderlichen Zutaten den Laden zu verlassen, nicht ohne dass ein Wachtposten nochmal \u00fcberpr\u00fcfte, dass wir nur die 5 Teile im Beutelchen hatten, die auch auf der Rechnung standen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen 11 Uhr am heutigen Morgen, der Alter Markt m\u00fcsste sich schon mit Frohsinn gef\u00fcllt haben, nahmen wir ein Taxi zum Office der Jet Airways in der&nbsp;&nbsp;7 km entfernten Park Street.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Airline hatte uns am Dienstagabend um 19 Uhr, als wir grade mit der Kleider- und Schmuckh\u00e4ndlerin Lori aus Dunkerque am nordfanz\u00f6sichen Atlantik in einem Rooftop-Restaurant Vegetable Curry a\u00dfen, \u00fcber eine SMS den Kalkutta-Flug f\u00fcr den n\u00e4chsten Nachmittag gecancelt und uns eine 2t\u00e4gige Indienrundreise \u00fcber Mumbai als Alternative angeboten, die dann auch letztlich in Kalkutta enden w\u00fcrde, die allerdings schon in 11 Stunden am n\u00e4chsten Morgen um 6 beginnen sollte. Als Hintergrund wurden Sperrungen des Luftraums wegen der Bombardierung von Separatisten in Kashmir, aber auch die finanzielle Schieflage von Jet Airways genannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Wir buchten spontan bei der Indigo- Airline um so ohne Rundreise in 1 Stunde und 40 Minuten zu einer menschlichen Nachmittagszeit ins nahe Kalkutta zu gelangen. Nun versuchten wir von Jet Airways den Ticketpreis zur\u00fcckzubekommen. Vielleicht mit Erfolg, wie sich noch herausstellen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKalkutta liegt am Ganges, Paris liegt an der Seine\u2026..\u201c&nbsp;dudelt Vico Torriani aus Rolf\u2018s JBL-Box.&nbsp;In der Nacht sind&nbsp;&nbsp;Eve und Rolf unsere medientechnisch hochger\u00fcsteten Weltreisenden mit einem Tag Versp\u00e4tung angekommen und haben nun unsere M\u00f6glichkeiten der Orientierung, Zielfindung, Musik- und Filmverf\u00fcgbarkeit und des Infozugriffs enorm ausgeweitet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wiedersehensfreude mit den beiden&nbsp;&nbsp;war riesig und wir erz\u00e4hlten bis in den fr\u00fchen Morgen. Erstaunlich war aber auch die Tatsache, wie schnell es uns so normal vorkam, dass sie wieder da sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun&nbsp;&nbsp;sitzen wir also auf der kleinen andalusisch-blumenbestandenen Au\u00dfenterrasse unter dem Mangobaum, der den Innenhof, den die benachbarten mehrst\u00f6ckigen gepflegten H\u00e4user bilden, \u00fcberspannt. Wir h\u00f6ren italienische Schlager aus den 60ern, nachdem&nbsp;&nbsp;Saskia\u2018s Mutter im zuvor gef\u00fchrten Telefonat in die Klinik von Volmarstein, (hier gab\u2018s ein neues Knie) dieser Song einfiel und damit das Stichwort zu dem Torriani-Evergreen gab.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter uns liegt ein anstrengender Erkundungstag. Zu Fu\u00df&nbsp;von unserem Lake-Garden-Viertel zur lokalen Bahnstation, dann um den See, der dem \u201eLake Garden\u201c \u2013 Viertel den Namen gab zur einzigen Metro Kalkuttas, die die Stadt von S\u00fcden nach Norden durchkreuzt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Diskussion mit 4 M\u00e4nnern, welche Station am n\u00e4chsten zum Hoogli-Ufer, einem Gangesarm liegt. \u201eMahatma Ghandi\u201c ist der Kompromiss, auf den sie sich einigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Metro f\u00fcllt sich, umso weiter wir in den urbanen Norden kommen. Die Luft ist frisch. Viele Pl\u00e4tze sind f\u00fcr Frauen und Senioren reserviert. Wir steigen aus der U-Bahn und finden uns in absoluter Gesch\u00e4ftigkeit wieder, im gro\u00dfen Basarviertel an der Horwrah-Br\u00fccke, wie wir sp\u00e4ter herausfinden. Hier beziehen die Einzelh\u00e4ndler Kalkuttas ihre Waren her und so sieht es auch aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Verschwitzte teils ausgezehrte, teils auch kr\u00e4ftige M\u00e4nner in kurzen Hosen oder Dotis, den auch in Tamil Nadu gern getragenen Wickelr\u00f6cken, mit Kisten, Ballen und Paketen auf dem Kopf, Fahrrad-Rikschas mit eleganten Fahrg\u00e4sten, aber auch vereinzelte von Menschen gezogene Rikschas ziehen an uns vorbei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"600\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/706C0DDF-667E-4E63-93DA-73C2965D5951.jpeg?resize=400%2C600&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3159\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/706C0DDF-667E-4E63-93DA-73C2965D5951.jpeg?resize=400%2C600&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/706C0DDF-667E-4E63-93DA-73C2965D5951.jpeg?resize=333%2C500&amp;ssl=1 333w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/706C0DDF-667E-4E63-93DA-73C2965D5951.jpeg?resize=624%2C936&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/706C0DDF-667E-4E63-93DA-73C2965D5951.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/706C0DDF-667E-4E63-93DA-73C2965D5951.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir wollen mehr von diesem Indien-Extrakt,&nbsp;&nbsp;dr\u00e4ngen uns durch den Strom hupender Autos, Laster, Busse und Mopeds auf die andere Seite einer breiten Stra\u00dfe in eine Gasse. \u00dcberall Lastentr\u00e4ger in Reihe hintereinander wie Blattschneideameisen winden sich durch die menschenvollen Stra\u00dfen. Dazu bahnen sich&nbsp;&nbsp;hochbepackte Fahrr\u00e4der, Karren, und undefinierbare Gef\u00e4hrte ihren Weg. Verstaubte martialisch anmutende riesige Laster werden entladen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Rechts und links kleine L\u00e4den mit Obst und S\u00fc\u00dfigkeiten in bauf\u00e4lligen 5st\u00f6ckigen H\u00e4usern aus viktorianischer Zeit, die Mauern teilweise abgest\u00fctzt. Eine \u201eThe Day after\u201c-Atmosph\u00e4re oder auch eine Zeitreise ins New York, London oder Hamburg um 18hundert. Wir trinken hei\u00dfen Milchtee aus Einweg-Ton-Gef\u00e4\u00dfen an einer Ecke, die am matschigen Boden ihr Ende findet.<\/p>\n\n\n\n<p>Unendliche Lagerr\u00e4ume erstrecken sich wie Termitenbauten in den Erdgeschossen bauf\u00e4lliger mehrst\u00f6ckiger H\u00e4user aus der Kolonialzeit.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Stoffe, Fr\u00fcchte, undefinierbare Waren werden in gro\u00dfen Mengen eingelagert, um gleich wieder portioniert in den Besitz kleiner H\u00e4ndler zu wechseln. Der Duft von R\u00e4ucherkerzen, Gew\u00fcrzen, Gark\u00fcchen mischt sich mit Spuren von Urin und den Abgasen der wendigen Motorr\u00e4der.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alles ist unwirklich f\u00fcr westliche Augen. \u00dcber mehrere 3 spurige Stra\u00dfen, die auf der Howrah-Br\u00fccke zusammenfinden und den ungeduldigen Verkehr darauf&nbsp;&nbsp;zu f\u00fchren versuchen, gelangen wir mit M\u00fche&nbsp;&nbsp;an das Flussufer.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist Ruhe. M\u00e4nner in fleischfarbigen halbtransparenten Unterhosen oder hochgezogenem Wickelrock und Frauen in Saris waschen sich im schlammigen graubraunen Hoogli-Wasser. Es wird heilig sein, wie das, des Hauptstromes \u201eGanges\u201c. Wir knipsen uns vor der Howrah-Br\u00fccke, die beide Kalkuttah\u00e4lften verbindet.<\/p>\n\n\n\n<p>In der gesamten Metropole scheinen sich nur sehr wenige westliche Menschen, bzw. \u00fcberhaupt Touristen aufzuhalten. So fallen uns 2 chinesische \u00e4ltere Paare auf, die sich sicher in diesem Ambiente in das alte China zur\u00fcckversetzt f\u00fchlen und vielleicht mit der rasanten Entwicklung&nbsp;in ihrem Land vor Augen denken m\u00f6gen, \u201ewas n\u00fctzt mir die Demokratie, bzw. das Wahlrecht, wenn es dann so aussieht?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Parallel zum Flussufer verlaufen Schienen. Der regelm\u00e4\u00dfig verkehrende Zug macht sich durch eindringliches Hupen bemerkbar und passiert diese Strecke mit gro\u00dfer Vorsicht im Schritttempo, um die vielen Frauen, M\u00e4nner und Kinder, die die Gleise&nbsp;&nbsp;st\u00e4ndig bev\u00f6lkern, nicht zu gef\u00e4hrden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Bahnstation am Fluss hei\u00dft \u201eGarden Eden\u201c Hier wohnen viele Menschen direkt an den Gleisen in Verschl\u00e4gen aus Pappe, Decken und Plastik. Halbnackte Kinder spielen wie selbstverst\u00e4ndlich zwischen den Schienen, als w\u00e4re es das B\u00e4llebad eines M\u00f6belhauses. Dieser \u201eGarten Eden\u201c ist auch eine der ersten Stationen der Menschen, die vom Land vertrieben wurden und nun versuchen, hier neu anzufangen. F\u00fcr manche auch die Letzte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"625\" height=\"417\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/C5A36507-E8FC-4F59-A122-6C13C73C4097.jpeg?resize=625%2C417&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3158\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/C5A36507-E8FC-4F59-A122-6C13C73C4097.jpeg?resize=899%2C600&amp;ssl=1 899w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/C5A36507-E8FC-4F59-A122-6C13C73C4097.jpeg?resize=650%2C434&amp;ssl=1 650w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/C5A36507-E8FC-4F59-A122-6C13C73C4097.jpeg?resize=624%2C416&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/C5A36507-E8FC-4F59-A122-6C13C73C4097.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/C5A36507-E8FC-4F59-A122-6C13C73C4097.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir laufen \u00fcber von nicht zu verarbeitenden Eindr\u00fccken und Gef\u00fchlen, Stimmen, Ger\u00e4uschen, Farben, Hupen, D\u00fcften und Und\u00fcften, von sch\u00f6nen Bildern und Unfassbarkeiten. Wir m\u00fcssen da raus, aber das ist nicht so schnell zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das viele Quadratkilometer umfassende urbane Zentrum der Metropole lebt in nicht gekannter mehrdimensionaler Intensit\u00e4t. Viele H\u00e4user, aber auch die B\u00fcrgersteige, die Wasserrohre,&nbsp;&nbsp;die Stromkabel, die Abwasserrohre, die Verkehrsschilder scheinen im Verfall begriffen, und werden einzig durch den Willen der Millionen Menschen, sich hier tagt\u00e4glich zu behaupten versuchen, und durch das Wurzelwerk unz\u00e4hliger B\u00e4ume zusammen gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hunderttausende Zuwanderer aus dem Umland kampieren auf den B\u00fcrgersteigen im&nbsp;&nbsp;Zentrum, errichten dort H\u00fctten in Sichtweite des Regierungssitzes, ziehen Mauern hoch, die sie mir Blech und Plastik gegen den tropischen Regen und die Sonne bedecken und versuchen sich in dieses filigrane R\u00e4derwerk einzuf\u00e4deln meist&nbsp;durch einfachste Dienstleistungen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;In jeder Nische, in winzigen R\u00e4umchen, Eckchen, L\u00fccken, sitzen K\u00f6che, H\u00e4ndler und Handwerker im Schneidersitz zwischen ihren dampfenden T\u00f6pfen, aufgerollten Stoffen, offenen Farben, sauber gestapelten Zahnr\u00e4dern, sorgsam aufget\u00fcrmten Obst und Gem\u00fcse und versuchen, dem Stoffwechsel menschlichen Lebens sicherzustellen und ihm dabei ein Qu\u00e4ntchen abzugewinnen, das f\u00fcr sie und ihre Lieben f\u00fcr das kleine Gl\u00fcck reicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehrfach erinnere ich mich an die Schusterwerkstatt meines Vaters in Quettingen, die dicken&nbsp;&nbsp;Schichten getrockneten Leims&nbsp;&nbsp;auf dem Arbeitstisch, den abgegriffenen Werkzeugen, dem Klebstoff-, Staub- und Ledergeruchs, dem Chaos, hinter dem sich eine f\u00fcr mich nicht erfassbare h\u00f6here Ordnung verborgen haben muss, da das Ganze 30 Jahre funktionierte und ihn und uns ern\u00e4hrte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir orten eine Art \u201eLommerzheim\u201c mit Hilfe von Google, eine Rarit\u00e4t in der Stadt der Gark\u00fcchen, in der man in wenigen Minuten im Stehen das Essen auf dem B\u00fcrgersteig runterschlingt. Hier k\u00f6nnen wir endlich einmal sitzen. Freundliche Kellner umsorgen die G\u00e4ste in der Geschwindigkeit K\u00f6lner Brauh\u00e4user, nur freundlicher. Wir schlagen uns den Bauch mit&nbsp;Biryani, gut aufgegangenem Garlic-Naan und weiteren K\u00f6stlichkeiten voll. Bier und Wein gibt es nie, in dem Land, das wie Schweden, den Alkohol in vergitterte Shops verbannt hat und nur auf Dachterrassen-Restaurants in touristischen Regionen eine Ausnahme gestattet. Ein Taxi bringt uns&nbsp;&nbsp;in unser \u201e\u201cruhiges\u201c \u201eLake Garden\u201c. Wir \u201ecrusen\u201c noch einige Tage durch diese besondere Stadt, lernen mit der S-Bahn auch moderne Viertel in der Peripherie kennen und dann sind die 7 Tage pl\u00f6tzlich um und wir m\u00fcssen weiter. Auf uns wartet&nbsp;&nbsp;Chennai.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"625\" height=\"469\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/6E3D0780-4C63-4333-9A61-6738A98A2710.jpeg?resize=625%2C469&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3161\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/6E3D0780-4C63-4333-9A61-6738A98A2710.jpeg?resize=800%2C600&amp;ssl=1 800w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/6E3D0780-4C63-4333-9A61-6738A98A2710.jpeg?resize=650%2C488&amp;ssl=1 650w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/6E3D0780-4C63-4333-9A61-6738A98A2710.jpeg?resize=624%2C468&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/6E3D0780-4C63-4333-9A61-6738A98A2710.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/6E3D0780-4C63-4333-9A61-6738A98A2710.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich bedauere sehr, dass wir uns nicht mehr Zeit f\u00fcr unsere prominente Gastgeberin genommen haben. Als Organisatorin bedeutender Filmfestivals, befreundet mit bekannten Schauspielern und bedeutenden Regisseuren, vielfach mit ersten Preisen ausgezeichnet, h\u00e4tte sie uns direkten Zugang zum modernen kulturellen Indien erschlie\u00dfen k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht war alles auch zu viel in 7 Tagen, um zur\u00fcckzutreten, durchzuatmen und&nbsp;&nbsp;das Wesentliche in den Vordergrund zu r\u00fccken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gastbeitrag von J\u00fcrgen Wojke Kalkutta, Weiberfastnacht 2019 Es zwitschert. Nach der regnerischen Nacht taucht die Morgensonne unser Viertel in milchiges Licht.&nbsp;&nbsp;Die weitl\u00e4ufige Wohnung offenbart nun doch eine gewisse Freundlichkeit.&nbsp; Bei der Ankunft im Dunkeln am gestrigen Abend empfand ich unser neues Domizil f\u00fcr die n\u00e4chsten 7 Tage zun\u00e4chst als bedr\u00fcckend mit seinen matten Farben [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":3160,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[111,105,133],"tags":[71,104,194,134],"class_list":["post-3156","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-backpacker-in-asien","category-indien","category-sabbatical","tag-backpacking","tag-indien","tag-kalkutta","tag-sabbatical"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/CFC56822-1AC4-4C95-A9DA-B405A510543E.jpeg?fit=4032%2C3024&ssl=1","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p3plSY-OU","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3156"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3156\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3165,"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3156\/revisions\/3165"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}