{"id":3257,"date":"2019-05-28T13:31:16","date_gmt":"2019-05-28T12:31:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/?p=3257"},"modified":"2024-02-29T10:37:24","modified_gmt":"2024-02-29T09:37:24","slug":"suedafrika-teil-ii-die-garden-route","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bungarten.de\/wordpress\/2019\/05\/28\/suedafrika-teil-ii-die-garden-route\/","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika Teil II: Die Garden Route"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Von Port Elizabeth nach Tsitsikamma-Village (185km)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Im&nbsp;<em><a href=\"http:\/\/www.23onglen.co.za\/\"><strong>On Glen Hotel<\/strong><\/a>&nbsp;<\/em>fallen uns als erstes wieder die Mauern, Z\u00e4une und Alarmanlagen auf. Autos parken auch hier im Hof. Das ist sie wieder \u2026 die Abschirmung und Sicherung vor den Schwarzen! Bei diesem Temperatursturz um mindestens 10 Grad ziehen wir uns mal wieder warm an. <\/p>\n\n\n\n<p>Mit zwei Autos fahren wir am n\u00e4chsten Morgen im str\u00f6menden Regen in den <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tsitsikamma-Nationalpark\">Tsitsikamma-Nationalpark<\/a><\/strong>. Von weitem sind die beeindruckenden Bergketten schon bald zu sehen. Die Sonne l\u00e4sst sich auch wieder blicken, als wir Tsitsikamma-Village erreichen. Ein \u00fcberschaubares Nest mit einer Handvoll Restaurants. Unser <strong><a href=\"https:\/\/www.stormsriver.com\/stormsriver-adventure-activities\/tsitsikamma-self-catering-accommodation-forest-nest-cottage\">Forest Nest<\/a><\/strong> liegt etwas versteckt in einem W\u00e4ldchen. Beim Buchen m\u00fcssen wir uns wohl total verguckt haben, denn Rolf und ich beziehen ein H\u00e4uschen mit drei Schlafzimmern, zwei B\u00e4dern, einer gro\u00dfen K\u00fcche mit Wohnraum und Garten, w\u00e4hrend Alex mit seiner Frau und den beiden Kinder in einem einzigen Zimmer \u00fcbernachten. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/E420CA98-B7F6-4322-ABD3-507076ED80E8.jpeg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"625\" height=\"351\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/E420CA98-B7F6-4322-ABD3-507076ED80E8.jpeg?resize=625%2C351&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3267\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/E420CA98-B7F6-4322-ABD3-507076ED80E8.jpeg?resize=1024%2C575&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/E420CA98-B7F6-4322-ABD3-507076ED80E8.jpeg?resize=650%2C365&amp;ssl=1 650w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/E420CA98-B7F6-4322-ABD3-507076ED80E8.jpeg?resize=624%2C351&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/E420CA98-B7F6-4322-ABD3-507076ED80E8.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/E420CA98-B7F6-4322-ABD3-507076ED80E8.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><figcaption>Die Suspension-Bridge<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Alex, Rolf, Luan und ich m\u00f6chten an diesem sonnigen Nachmittag unbedingt zur <strong><a href=\"https:\/\/g.co\/kgs\/5ckAwt\">Suspension-Bridge<\/a><\/strong> im Tsitsikamma-Nationalpark. Doch staunen wir am Gate Baukl\u00f6tze, als wir pro Erwachsener&nbsp;235 R\/14,50\u20ac und pro Kind 118R\/7\u20ac bezahlen sollen. Immerhin sind das 50\u20ac f\u00fcr 2-3 Stunden im Park. Na, das f\u00e4ngt ja gut hier an! Nichtsdestotrotz fahren wir runter zur st\u00fcrmigen K\u00fcste, ziehen schnell die Jacken an und laufen zur M\u00fcndung des Storms Rivers. Auf der Suspension Bridge haben wir einen grandiosen Blick in die Schlucht als auch auf den Indischen Ozean. Auf der anderen Seite klettern Luan und Alex auf den zerkl\u00fcfteten Felsen herum, bis es langsam dunkel wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>An Alex Geburtstag wollen wir die 6 km Wasserfall-Tour an der K\u00fcste entlang laufen. Da Noomi noch nicht ganz fit ist, sind wir uns noch nicht ganz sicher, ob sie diesen Trail schaffen kann. Rolf bleibt wegen seines Hustens im Bett. Vorsichtshalber ziehe ich mal meine Wanderschuhe an und packe Wasser und M\u00fcsliriegel ein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klettertour auf dem Waterfall Trail<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Bei strahlenden Sonnenschein geht es die ersten paar hundert Meter durch den Wald und an der wilden K\u00fcste entlang. St\u00fcrmischer Wind und wuchtige Wellen treiben ihr raues Spiel und sind nicht zu \u00fcberh\u00f6ren. Die Felsformationen an der K\u00fcste sind von den Wellen gezeichnet. Wie l\u00e4ngs durchfurchte Gerippe ragen sie aus dem Wasser, spitz und kantig, rot-orange schimmernd gegen das Blau des Ozeans. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"4912\" height=\"2763\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/46772498-6B79-4F32-BBAC-AC468F21204E.jpeg?fit=625%2C352\" alt=\"\" class=\"wp-image-3269\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/46772498-6B79-4F32-BBAC-AC468F21204E.jpeg?w=4912&amp;ssl=1 4912w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/46772498-6B79-4F32-BBAC-AC468F21204E.jpeg?resize=650%2C366&amp;ssl=1 650w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/46772498-6B79-4F32-BBAC-AC468F21204E.jpeg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/46772498-6B79-4F32-BBAC-AC468F21204E.jpeg?resize=624%2C351&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/46772498-6B79-4F32-BBAC-AC468F21204E.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/46772498-6B79-4F32-BBAC-AC468F21204E.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In bester Laune und frohen Mutes laufen und klettern die Kindern vorneweg, so dass wir Erwachsene M\u00fche haben, hinterher zu kommen. Eine Mutter mit zwei Jungs \u00fcberholen uns. Doch dann endet der Weg in einem Meer aus riesigen Felsbrocken, die zur Orientierung mit gelben Pfeilen versehen sind. Klettern ist nicht unbedingt meine St\u00e4rke. Doch ich bem\u00fche mich so gut ich kann. Ich balanciere \u00fcber Felsen und Felsspalten, klettere hinunter und steil hoch. Hab den Eindruck, kaum voran zu kommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie lange wird das hier noch so gehen? H\u00f6ren diese Felsbrocken auch noch mal auf? Die Kinder vorne haben sichtlich Spa\u00df. Nach und nach ziehe ich Kleidung aus, denn ich schwitze vor Anstrengung und Angst. Das ist hier keine lustige Wanderung mehr. Wer hier st\u00fcrzt, der kann einpacken bzw. ins Krankenhaus geflogen werden. Eine Verletzung an den spitzen Felsen scheint zum Greifen nah. Jeder Schritt muss gut gew\u00e4hlt sein. Ich brauche beide H\u00e4nde zum Festhalten, ziehe mich mit aller Kraft hoch und runter. Der Rucksack wird logischerweise immer schwerer. <\/p>\n\n\n\n<p>Da Alex und Romina mit den Kindern besch\u00e4ftigt sind, muss ich alleine balancieren, was mir m\u00e4chtig Angst einjagt. Wie sehr mir Rolfs Hand fehlt! Ich will ja hier nicht die n\u00f6rgelige Oma abgeben, also bei\u00dfe ich mich dadurch.Wir m\u00fcssen das Ganze ja auch noch wieder zur\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie furchtbar! Wie soll ich das hier nur schaffen \u2026 blo\u00df nicht hinfallen, dann haben die anderen noch mehr Stress \u2026 ich konzentriere mich auf die n\u00e4chsten Schritte, rutsche zum Teil auf dem Po die Felsen herunter \u2026 klettere sehr steil nach oben, balanciere auf wackeligen Steinen. Mein Magen knurrt, meine Kr\u00e4fte lassen nach. <\/p>\n\n\n\n<p>Erst sp\u00e4t machen wir eine Pause. Bananen und Wasser tun gut.&nbsp;<em>Soll ich abbrechen? So 20 min vor dem Ziel? Hier alleine warten?&nbsp;<\/em>Doch dann nach der St\u00e4rkung m\u00f6chte ich es doch schaffen und die Pintos nicht alleine gehen lassen.&nbsp;<em>Wie w\u00fcrde ich denn auch als Omi dastehen?&nbsp;<\/em> Wanderer, die uns entgegenkommen, fragen wir nach der Beschaffenheit der Strecke.&nbsp;<em>Weitere Felsen?<\/em> Es soll besser werden, sagen sie. Nach fast 2,5 Stunden erreichen wir tats\u00e4chlich den Wasserfall. Gl\u00fccklich und ersch\u00f6pft setzen wir uns auf die kantigen Felsen mit Blick auf den Wasserfall und das nat\u00fcrliche Becken zwischen den Felsen. <\/p>\n\n\n\n<p>Luan und Noomi haben diese Klettertour so wunderbar geschafft. Wir hoffen, dass sie den R\u00fcckweg genauso gut bew\u00e4ltigen. Doch dann passiert es doch. Wir h\u00f6ren einen Schrei, dann Weinen. Luan ist \u00fcber einen Stein gest\u00fcrzt. Zum Gl\u00fcck ist er nicht mit dem Kopf angeschlagen. Es ist ein Schock! Nur eine Sch\u00fcrfwunde am Knie. Wir tr\u00f6sten ihn und bald l\u00e4uft er schon weiter. <\/p>\n\n\n\n<p>Das gro\u00dfe Felsenfeld umgehen wir \u00fcber eine H\u00f6henweg, m\u00fcssen diesen aber auch wieder steil bergab an einer Felswand hinunter klettern, indem wir uns an den Wurzeln festhalten und uns gegenseitig st\u00fctzen. Was f\u00fcr eine \u00dcberwindung! Alex tr\u00e4gt Noomi mittlerweile auf den Schultern, denn sie ist nun auch ersch\u00f6pft. Was f\u00fcr eine Anstrengung f\u00fcr Alex.&nbsp;&nbsp;Nun wissen wir, dass wir es bald geschafft haben, denn die letzten 30 Minuten bis zum Parkplatz brechen an. Stolz und ersch\u00f6pft genie\u00dfen wir den traumhaften Ausblick von der Bank auf diese wilde K\u00fcstenlandschaft.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/3C98C97D-D9C9-4C47-9080-3F634E4F6F07.jpeg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"625\" height=\"352\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/3C98C97D-D9C9-4C47-9080-3F634E4F6F07.jpeg?resize=625%2C352&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3261\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/3C98C97D-D9C9-4C47-9080-3F634E4F6F07.jpeg?resize=1024%2C576&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/3C98C97D-D9C9-4C47-9080-3F634E4F6F07.jpeg?resize=650%2C365&amp;ssl=1 650w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/3C98C97D-D9C9-4C47-9080-3F634E4F6F07.jpeg?resize=624%2C351&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/3C98C97D-D9C9-4C47-9080-3F634E4F6F07.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/3C98C97D-D9C9-4C47-9080-3F634E4F6F07.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><figcaption>Geschafft &#8230;!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Von Tsitsikamma-Village \u00fcber Nature\u2019s Valley nach Plettenberg Bay (80km)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Bei strahlendem Sonnenschein durch die Tsitsikamma Berge biegen wir am <strong><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Nature%27s_Valley?wprov=sfti1\">Nature\u2019s Valley<\/a><\/strong> ab. In diesem verschlafenen \u00d6rtchen das mehr einem holl\u00e4ndischen Stranddorf gleicht, essen wir in dem einzigen Imbiss Sandwich mit Fritten, gehen durch die D\u00fcnen an den weiten Strand, der sich lang erstreckt. Einige Angler versuchen ihr Gl\u00fcck im kalten Wasser stehend. Heftiger Wind weht uns durcheinander, w\u00e4hrend die Wellen mit aller Wucht gegen die K\u00fcste donnern. Zur\u00fcck an der der Lagune, in der es beschaulicher, da windstill zugeht, tummeln sich Familien am feinen Sandstrand. Vier mutige Schwimmer schwimmen sogar im sehr kalten Wasser des Flusses.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"625\" height=\"308\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/4C9E4002-438C-4EFE-BB6D-F04CBC0D3652.jpeg?resize=625%2C308&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3263\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/4C9E4002-438C-4EFE-BB6D-F04CBC0D3652.jpeg?resize=1024%2C505&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/4C9E4002-438C-4EFE-BB6D-F04CBC0D3652.jpeg?resize=650%2C320&amp;ssl=1 650w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/4C9E4002-438C-4EFE-BB6D-F04CBC0D3652.jpeg?resize=624%2C308&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/4C9E4002-438C-4EFE-BB6D-F04CBC0D3652.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/4C9E4002-438C-4EFE-BB6D-F04CBC0D3652.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><figcaption>Nature\u2019s Valley<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gegen 14 Uhr erreichen wir nach etwas Suchen die schicke Villa in Plettenberg, wo uns die (schwarze) Haush\u00e4lterin freundlich in Empfang nimmt. Sie erkl\u00e4rt alle Codes, Passw\u00f6rter und nat\u00fcrlich die Alarmanlage wie f\u00fcr einen Hochsicherheitstrakt. Umgeben von einer Mauer und gekr\u00f6nt mit einem Elektrozaun, leben die Menschen hier in ihren exklusiven Villen. Niemand sitzt vor dem Haus auf einer Bank, niemand gr\u00fc\u00dft die Nachbarn, niemand spielt mit Kindern. Die Angst vor schwarzer Kriminalit\u00e4t ist gro\u00df.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Von den sechs Schlafzimmern suchen wir uns eins in der 1. Etage aus. Jedes Zimmer hat ein eigenes gro\u00dfes Bad mit allem Pipapo. Wie eine andere Welt, besonders nach zwei Monaten in Indien \u2026 Kulturschock mal andersherum. Alles ist extrem \u2026 extrem sauber, extrem gro\u00df, extrem luxuri\u00f6s. In S\u00fcdafrika gibt es extrem Reiche, die ihren Wohlstand auf Kosten der extrem Armen erreicht haben.&nbsp;<em>F\u00fcrchterlich!&nbsp;&nbsp;Wir m\u00f6gen uns hier nicht wie die Made im Speck f\u00fchlen! Wie konnten nur 5 Millionen Wei\u00dfe 50 Millionen Schwarze unterdr\u00fccken? Das werden wir noch herausfinden!&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wie erfreuen uns am selber kochen, kaufen ein und grillen. Bei Guacamole und Tzatziki,&nbsp;&nbsp;Salat und Ofenkartoffeln schmeckt es wie zu Hause. Angesichts des k\u00fchlen Regenwetters spielen und lachen wir abends bei Varianten von Stadt, Land, Flu\u00df und Activity.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von Plettenberg Bay&nbsp;\u00fcber Swellendam (303 km) nach Hermanus (145 km) und nach Kapstadt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Haush\u00e4lterin freut sich sichtlich \u00fcber die Lebensmittel und das Essen, das wir \u00fcbrig haben.&nbsp;Da mich nun auch der Husten erwischt hat, kann ich \u00fcber Swellendam nicht viel berichten. Es ist weiterhin k\u00fchl und regnerisch. Mit&nbsp;&nbsp;Sch\u00fcttelfrost und erh\u00f6hter Temperatur auf der Autofahrt m\u00f6chte ich mich nur noch ins Bett legen.<\/p>\n\n\n\n<p> In Swellendam angekommen ist mein erster Weg auch genau dorthin. Sogar mit Heizdecke! Dort kuriere ich mich bis zum n\u00e4chsten Morgen aus. Der zuvorkommende Gastgeber bedient die kleinb\u00fcrgerlichen G\u00e4ste in dem gem\u00fctlichen Speiseraum hier nach Herzenslust. Gest\u00e4rkt und gesund fahren wir die Strecke \u00fcber Stormsvlei nach Hermanus, der beliebte Ort an der Walker Bay, um Wale zu beobachten. Nirgendwo sonst kann man die Wale so nahe an der K\u00fcste beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im windigen Hermanus beziehen wir ein zweckm\u00e4\u00dfig und k\u00fchl eingerichtetes Apartment mit drei Schlafzimmern. Praktisch, dass es quasi mitten in einem Einkaufszentrum liegt, denn so k\u00f6nnen wir einkaufen ohne hinaus gehen zu m\u00fcssen. W\u00e4hrend Alex, Romina, Luan und Noomi auf ihrem st\u00fcrmischen Spaziergang am alten Hafen das Gl\u00fcck haben, Wale zu sehen, bleibt dies uns sp\u00e4ter verwehrt. Der Wind bl\u00e4st uns so sehr um die Ohren, dass ich es eh nicht lange aushalte und wir zur\u00fcckgehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der str\u00f6mende Regen am n\u00e4chsten Morgen taucht die Berge in eine graue Nebelwand. Die Wettervorhersage verspricht bald Besserung. Unvorstellbar! Doch nach zwei Stunden l\u00f6st sich tats\u00e4chlich alles auf, die Sonne setzt sich langsam durch und der Nebel zieht sich gespenstisch von der K\u00fcste Richtung Berge zur\u00fcck. Nun k\u00f6nnen wir auch noch mal einen Versuch starten. <\/p>\n\n\n\n<p>Am alten Hafen angekommen sehen wir schon die ersten Font\u00e4nen der Wale. Unglaublich! Riesige graue Kolosse tauchen mit ihrem R\u00fccken auf. Fasziniert bleiben wir mit den Kindern stehen und schauen diesem Spektakel zu. \u201eDa, da \u2026 ist wieder einer\u201c, ert\u00f6nt es immer wieder. Dazu wirken die abziehenden Wolken vor der Bergkulisse spektakul\u00e4r. Alex versucht mit der Drohne die Wale \u201eeinzufangen\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"625\" height=\"351\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/294DEE20-FB84-4761-BDA8-8642BBB75D07.jpeg?resize=625%2C351&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3265\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/294DEE20-FB84-4761-BDA8-8642BBB75D07.jpeg?resize=1024%2C575&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/294DEE20-FB84-4761-BDA8-8642BBB75D07.jpeg?resize=650%2C365&amp;ssl=1 650w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/294DEE20-FB84-4761-BDA8-8642BBB75D07.jpeg?resize=624%2C351&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/294DEE20-FB84-4761-BDA8-8642BBB75D07.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/294DEE20-FB84-4761-BDA8-8642BBB75D07.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><figcaption>Das Franschhoek-Tal<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Bevor wir nach Kapstadt reinfahren, wollen wir einen kleinen Umweg \u00fcber das Weingut <strong><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Boschendal\">Boschendahl<\/a><\/strong> machen, das 1685 als eines der ersten G\u00fcter im Franschhoek-Tal gegr\u00fcndet wurde. Das Besondere an diesem Weingut ist die biologische Ausrichtung, denn getreu dem Motto \u201eGesunder Boden, gesunde Trauben, bester Wein\u201c werden die Reben, die Fruchtb\u00e4ume, die Kr\u00e4uter und Gem\u00fcse biologisch behandelt. Alles kommt m\u00f6glichst frisch auf den Tisch, was wir deutlich schmecken, als wir im Schatten der B\u00e4ume Wein und Leckereien probieren. Auch die Anlage mit ihren kapholl\u00e4ndischen Herrenh\u00e4usern, dem \u00e4sthetisch angelegten Garten und die historischen H\u00e4user sind bezaubernd sch\u00f6n.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/14A487CF-CAD0-4BC7-893F-1AB62A0FD091.jpeg?ssl=1\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"625\" height=\"351\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/14A487CF-CAD0-4BC7-893F-1AB62A0FD091.jpeg?resize=625%2C351&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-3264\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/14A487CF-CAD0-4BC7-893F-1AB62A0FD091.jpeg?resize=1024%2C575&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/14A487CF-CAD0-4BC7-893F-1AB62A0FD091.jpeg?resize=650%2C365&amp;ssl=1 650w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/14A487CF-CAD0-4BC7-893F-1AB62A0FD091.jpeg?resize=624%2C351&amp;ssl=1 624w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/14A487CF-CAD0-4BC7-893F-1AB62A0FD091.jpeg?w=1250&amp;ssl=1 1250w, https:\/\/i0.wp.com\/www.bungarten.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/14A487CF-CAD0-4BC7-893F-1AB62A0FD091.jpeg?w=1875&amp;ssl=1 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><figcaption>Im Hinterland der Garden-Route<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ich frage mich, wem diese unglaublich gro\u00dfen und luxuri\u00f6sen Weing\u00fcter geh\u00f6ren und recherchiere. Ich sehe jede Menge schwarze Mitarbeiter, die die G\u00e4ste bedienen, die im Garten und an den Reben hart arbeiten. Doch die Produktion und der Besitz sind zum gr\u00f6\u00dften Teil in der Hand der Wei\u00dfen. Von den ca. 4600 Weinfarmen sind nur etwa 30 im Besitz von schwarzen Farmern. Pioniere, die etwas gewagt haben. Die einfachen Steinh\u00e4user am Rande der Weing\u00fcter sind f\u00fcr die Angestellten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisiert die teilweise katastrophalen Bedingungen f\u00fcr die Farmarbeiter, vom Einsatz gesundheitssch\u00e4dlicher Pestizide, unw\u00fcrdige Unterk\u00fcnfte, Hungerl\u00f6hne und die Bezahlung eines Teil des Gehalts in Weinrationen \u2013 was schon seit Zeiten der Apartheid verboten ist. Mehr dazu auf der <strong><a href=\"https:\/\/www.hrw.org\/report\/2011\/08\/23\/ripe-abuse\/human-rights-conditions-south-africas-fruit-and-wine-industries\">Webseite von Human Rights Watch &#8230;<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Feedback zur Garden-Route<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\">Den au\u00dferordentlichen Hype um diese Garden-Route auf unz\u00e4hligen Reiseblogs und in Reisef\u00fchrer kann keiner von uns wirklich nachvollziehen. Dass das Wetter zu dieser Zeit etwas grau, nass und regnerisch war, hat sicherlich dazu beigetragen. Dar\u00fcberhinaus st\u00f6rt es uns massiv, wirklich an jeden Naturreservat einen hohen Eintritt zu bezahlen. Wandern, Kanufahren, Mountainbiken und alle anderen Outdoor-Abenteuer m\u00fcssen dadurch teuer bezahlt werden &#8211; wir sind gerne bereit, einen angemessenen Preis daf\u00fcr zu zahlen, aber eben <em>angemessen<\/em>. Die Autobahn auf dieser Strecke ist zwar gut ausgebaut, ist dennoch nicht das, was wir uns von einer traumhaften sch\u00f6nen Route versprechen. Es langweilt auch, st\u00e4ndig geradeaus zu fahren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die luxuri\u00f6sen und teuren Unterk\u00fcnfte, das biedere Publikum, teure Restaurants, Villenviertel neben Townships und die Schwarzafrikaner, die trampend an der Autobahn stehen, weil sie keine andere M\u00f6glichkeit haben, um von A nach B zu kommen usw. , das alles hinterl\u00e4sst bei uns einen schalen Beigeschmack.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im dritten und letzten Blogbeitrag werden wir uns mit Kapstadt und der Wein-Route besch\u00e4ftigen &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Port Elizabeth nach Tsitsikamma-Village (185km) Im&nbsp;On Glen Hotel&nbsp;fallen uns als erstes wieder die Mauern, Z\u00e4une und Alarmanlagen auf. Autos parken auch hier im Hof. Das ist sie wieder \u2026 die Abschirmung und Sicherung vor den Schwarzen! Bei diesem Temperatursturz um mindestens 10 Grad ziehen wir uns mal wieder warm an. 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