Tentena, Sulawesi, Indonesien

Der gestrige Abend und das Kennenlernen eines netten (die gibt’s wirklich ) holländischen Paares hat unseren ursprünglich geplanten Ablauf der nächsten Tage geändert. Ein netter gemeinsamer Abend mit einigen Bintangs (indonesisches Bier) hat dazu geführt, den nächsten Tag mit Ihnen gemeinsam auf dem See mit einem indonesischen Longboat zu verbringen, dass von Ihnen gebuchte Ausflugsprogramm mit zu machen und nach Tentena mit dem Boot zu fahren.

So kamen wir in den Genuß, ein Dorfprojekt kennen zu lernen, bei dem man es sich zum Ziel gesetzt hat, den Frauen, die nicht in den Genuß einer Ausbildung gekommen sind, eine Möglichkeit zu geben, ihren Fähigkeiten und Talenten entsprechend diese weiter zu entwickeln und der Dorfgemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Vor jedem Haus findet man eine Tafel mit der Übersicht derjenigen Fähigkeiten, die von der Gemeinschaft genutzt werden können,  sowie der auf dem Dorfplatz aufgeführten „Zehn Gebote“, die eine Liste von Zielen zeigt, wie man einen Beitrag zur Verbesserung von Lebensqualität leisten kann – z. B. den Männer das Rauchen in den Häusern ab zu gewöhnen, denn hier laufen schon die 10jährigen rauchend durchs Dorf.

Auf dem weiteren Weg nach Tentena kamen wir zu der von unseren holländischen Freunden gebuchten Unterkunft und bekamen vor lauter Begeisterung den Mund nicht mehr zu. So stelle ich mir das Paradies vor: Eine kleine Landzunge aus Sandstrand und darauf ein paar  Holzhäuser (Cottages) mit riesiger Veranda unmittelbar am Wasser gebaut mit Allem, was man braucht (das ist hier nicht viel) zum Leben. Da wir noch keine Unterkunft hatten, war unsere Entscheidung auch keine Frage: HIER bleiben wir die nächsten zwei Tage. Das eiskalte Bintang stand schon im Kühlschrank und ich hatte bisher nirgendwo so tief und fest geschlafen wie hier – das stete Rauschens des Sees wirkte wie eine Schlaftablette.

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