Ein Beitrag von Eve und Rolf
Aber vorher geht‘s zum SprinterVan-Treffen in Bayern
Voller Vorfreude starten wir von Köln ins Herz des bayrischen Waldes nach Viechtach. Die Fahrt beginnt schon wegen einer aufleuchtenden Motorleuchte nervenaufreibend. Was das wohl sein kann? Handbuch raus, googeln … nächste Werkstatt aufsuchen. Aber wir treffen ja am Ziel jede Menge Sprinter-Fachleute. Die werden uns schon die richtigen Tipps geben …
Wie eine Familie werden wir warmherzig begrüßt. Mit bereits vertrauten und neuen Mitgliedern der Flowcamper-Community stellen wir uns im Kreis mit 10 weiteren Sprintern – Modell Max – auf. In den nächsten Tagen dreht sich alles rund um die Sprinter – von individuellen Ausbauten bis hin zu innovativem Zubehör. Wer seinen Van für Abenteuer, Camping oder den Alltag optimieren will, ist hier genau richtig. Hier gibt es die neuesten und verrücktesten Produkte angefangen von den bunten Sonnensegeln, Teppiche, oder Kuscheldecken bis zu Seilwinden, Bergegurte, Sandbleche, Bodenschäkel o.Ä. Workshops zu Elektronik im Van, Diagnose und Fernwartung, Back- und Kochkurs, diverse Reisevorträge und Yoga am See ergänzen das Programm. An der coolen Bongo Bar mit Beach-Vibes lässt sich prima chillen.
Wir Flowcamper bereichern uns gegenseitig sowohl mit Reiseberichten, Lösungen für den Sprinter-Ausbau und die ein oder anderen Herausforderungen. Die kreativen Inspirationen und Technologien optimieren unseren Camper-Alltag, dazu der Austausch mit Experten, einer Prise Humor und Besichtigungen der anderen Sprinter. Die spannenden Gespräche am wärmenden Lagerfeuer bescheren uns ein unvergessliches Festival mit der Community! Wir kommen gerne wieder und vermissen euch jetzt schon.




Und wieder müssen wir erkennen, dass wir es immer wieder schaffen, dusselige Fehler bei der Nutzung unseres Campers einzubauen – ich möchte jetzt nicht in die Details gehen …
Das fängt ja gut an …
Der Plan war so:
Auf der Route zur Fähre nach Ancona am Dienstag Abend machen wir einen Zwischenstopp am Lago di Caldonazzo und verbringen dort zwei Nächte, um dann am Dienstag tagsüber die letzte Etappe nach Ancona in Angriff zu nehmen.
Daraus wurde …
Wenige Kilometer, nachdem wir Viechtach hinter uns gelassen haben, leuchtet wieder die vermaledeite Motorkontrollleuchte auf und wenig später wird auch die Motorleistung gedrosselt. Jetzt ist klar. So können wir unsere geplante Reise nach Griechenland nicht überstehen.
Google zeigt uns ganz in der Nähe eine große Mercedes-Vertretung an. Aber es ist Sonntag. Wir finden ganz in der Nähe einen gemütlichen Stellplatz, um dort den restlichen Tag und die Nacht zu verbringen.
Am nächsten Tag stehen wir um 7 Uhr vor den Toren der Werkstatt und hoffen nur, dass uns geholfen werden kann, wir keine Unsummen bezahlen müssen und noch rechtzeitig die Fähre erreichen.
Schnell kümmert sich ein mehr als freundlicher Meister um uns. Wir schildern unser Problem und sind ganz irritiert, als er uns als erstes fragt, ob wir Kontakt zu einem Marder gehabt hätten. „Nö“ antworten wir, um eines besseren belehrt zu werden, nachdem wir die Motorhaube geöffnet haben. Tatsächlich sind die Spuren dieses Lebewesens deutlich zu sehen. Das könnte die Ursachenfindung sehr erschweren – Panik macht sich bei uns breit.
Das Auslesen der digitalen Daten sagt glücklicherweise etwas anderes aus. Dabei kommt auch heraus, dass bei uns längst ein Softwareupdate eingespielt hätte werden müssen – über dies wir auch von Mercedes hätten informiert werden müssen. Man macht uns Hoffnung, dass dies die Ursache sein könnte und wir kostenlos aus der Sache herauskommen.
Es ist es leider nicht. Laienhaft ausgedrückt ist es eine Mischung aus dem Verhältnis von Kraftstoff, Sauerstoff und Lambdasonden, die in einem Missverhältnis stehen. Das Verhältnis wird wieder harmonisiert und offensichtlich ist Mercedes auch bereit, die Kosten zu übernehmen, sodass wir nur einen Restbetrag von 18 Euro bezahlen müssen. Wir sind sooo happy.
Die Reise kann weitergehen. Und wir fühlten uns von Mercedes und seinen Mitarbeitern bestens versorgt – inklusive leckeren Cappuccino.
So schaffen wir es bis zum frühen Abend nach Caldonazzo zu einem schön gelegenen Agricampeggio in einer Apfelplantage – Ai Prati. Wir genießen den Abend bei einer leckeren Pizza am See und sind einfach nur glücklich, dass es sich alles zum Guten gewendet hat und wir unseren Trip nach Griechenland in Angriff nehmen können.


Nächster Halt Ancona …
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