Roadtrip Griechenland Teil 2
Die ersten Tage in Griechenland
Wir haben die schlimmsten Geschichten über die Fährgesellschaft Grimaldi im Kopf, als wir in Ancona den Fährhafen ansteuern. Aber es kommt alles anders …
Der CheckIn geht ratzfatz. Die Fähre ist halbleer. Unsere Doppelkabine sauber. Das Restaurant top und außer uns nur wenige Mitreisende – das kennen wir anders. Am Abend des nächsten Tages legen wir in Igoumenitsa an und steuern – wie im letzten Jahr – den in der Nähe gelegenen Campingplatz Elena‘s Beach an und verbringen dort die ersten Tage.



Heute beginnt unsere eigentlicher Roundtrip über den Peleppones. Aber vor müssen wir – wie so oft – noch eine Besichtigungstour durch unseren Camper machen. Wir kommen immer in einen angenehmen Austausch, da diese Interessenten nahezu auf die gleiche Art und Weise ticken wie wir. Was wir noch nicht wissen: Das wird auf längere Zeit der letzte Austausch mit Gleichgesinnten sein. Die nächsten Tage (und Wochen) wird uns nahezu nur noch eine besondere Spezies von Campern begegnen. Joghurtbecher in riesigen Ausmaßen, Moped oder E-Bikes, meistens der männliche Teil in hohem Maße übergewichtig und der Bewegungsdrang konzentriert sich auf die Strecke von Kühlschrank zum Liegestuhl. Achso … und fast vergessen: ein Hund. Das haben wir so nicht erwartet.
Unser erster Stop: eine Schildkröte, die heil über die Straße wollte …
Dann der eigentliche Stop: Parga



Direkt im Ort und damit günstig zum Erkunden liegt der Campingplatz Valtos.
Durch die verwinkelten Gassen der Altstadt mit typische Souvenirs aus Griechenland, Olivenöl und Kitsch aller Art treibt uns der Hunger in eine typisch griechische Taverne. Zwei kühle Bier und Souvlaki Pita sind genau das, was wir gerade gesucht haben. Die noch überschaubaren Touristen und Griechen lassen uns erahnen, welche Menschenmassen sich hier in der High-Season drängeln.
Viele Tavernen mit ihren modernen Stühlen und Tischen wirken leider weniger traditionell griechisch. Blaue Holzstühle und Tische mit karierten Tischdecken sehen wir nur wenige. Mit einer Packung Oliven im Rucksack machen wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz.
Der nächste Morgen beginnt mit Caffè und dem Studium der Spezies Camper. In diesem Fall ist es eine fünfköpfige Familie aus Slowenien. So weit so normal, aber da sind drei mindestens jugendliche, wenn nicht sogar erwachsene Mitreisende, davon offensichtlich auch ein Pärchen und dann mit den Eltern unterwegs – wir wundern uns.
Dann frühstücken sie. Übrig bleibt ein 100-Liter-Müllsack. Kein Wunder. Der Airfryer ist noch das kleinste Küchenequipment.
Jedenfalls – wir werden bestens unterhalten.
Das heutige Ziel ist Olympia, 350 Kilometer entfernt, davon viele neue Autobahnkilometer, die sich auch in den Mautgebühren ausdrückt. 61 Euro sind eine stattliche Gebühr.
Der erste Campingplatz in Olympia (Camping Diana) gleicht eher einem Parkplatz. Steil und kurvig geht es zum Camping Alfios, der von der resoluten Oma geführt wird. Der schön gelegene Campingplatz verfügt über einen Pool ohne Wasser, eine Taverne und etwas veraltete dennoch saubere Sanitäranlagen. Irgendwie hat dieser Platz Charme und Olympia ist auch zu Fuß und mit dem Rad – so denken wir – problemlos zu erreichen.

Da Olympia mehr ist als ein Haufen alter Steine, schlage ich zur Vorbereitung auf unseren Besuch den Film „Olympiaden der Antike – ZDF 2000“ vor. Diese Dokumentation informiert über die Geschichte, die Gebäude, die Tempel, die Disziplinen und Rituale etc. Ich bin tief beeindruckt zum einen von der Brutalität und zum anderen von den Athleten, die unfassbare Leistungen erbringen.
Die mangelnden Regeln beispielsweise für das Boxen oder Wagenrennen führten zu qualvollen Verletzungen bis zum Tod. Die Spiele dienten nicht nur dem Wettbewerb, sondern auch dem Frieden zwischen den griechischen Stadtstaaten. Aus aller Welt reisten alle 4 Jahre über 40.000 Besucher an, um sich die Spiele anzusehen.
Mit großem Interesse und unserem Vorwissen machen wir uns auf dem Weg runter zur Ausgrabungsstätte und dem angegliederten Museum, um uns über die Geschichte, Fundgegenstände usw. zu informieren. Mit diesem gesammelten Wissen laufen wir zu dem riesigen Ausgrabungsgelände.
Für den Besuch der Anlage und der beiden Museen bezahlen wir zusammen nur 10 statt 40 Euro. Senior zu sein, kann auch sehr vorteilhaft sein (auch wenn wir häufig über diese Spezies lästern).
Digitale Audioguides helfen dabei, sich das antike Olympia besser vorstellen zu können.



Nächster Stop: Ochsenbauchbucht
Roadtrip Griechenland
Ein Beitrag von Eve und Rolf
Aber vorher geht‘s zum SprinterVan-Treffen in Bayern
Voller Vorfreude starten wir von Köln ins Herz des bayrischen Waldes nach Viechtach. Die Fahrt beginnt schon wegen einer aufleuchtenden Motorleuchte nervenaufreibend. Was das wohl sein kann? Handbuch raus, googeln … nächste Werkstatt aufsuchen. Aber wir treffen ja am Ziel jede Menge Sprinter-Fachleute. Die werden uns schon die richtigen Tipps geben …
Wie eine Familie werden wir warmherzig begrüßt. Mit bereits vertrauten und neuen Mitgliedern der Flowcamper-Community stellen wir uns im Kreis mit 10 weiteren Sprintern – Modell Max – auf. In den nächsten Tagen dreht sich alles rund um die Sprinter – von individuellen Ausbauten bis hin zu innovativem Zubehör. Wer seinen Van für Abenteuer, Camping oder den Alltag optimieren will, ist hier genau richtig. Hier gibt es die neuesten und verrücktesten Produkte angefangen von den bunten Sonnensegeln, Teppiche, oder Kuscheldecken bis zu Seilwinden, Bergegurte, Sandbleche, Bodenschäkel o.Ä. Workshops zu Elektronik im Van, Diagnose und Fernwartung, Back- und Kochkurs, diverse Reisevorträge und Yoga am See ergänzen das Programm. An der coolen Bongo Bar mit Beach-Vibes lässt sich prima chillen.
Wir Flowcamper bereichern uns gegenseitig sowohl mit Reiseberichten, Lösungen für den Sprinter-Ausbau und die ein oder anderen Herausforderungen. Die kreativen Inspirationen und Technologien optimieren unseren Camper-Alltag, dazu der Austausch mit Experten, einer Prise Humor und Besichtigungen der anderen Sprinter. Die spannenden Gespräche am wärmenden Lagerfeuer bescheren uns ein unvergessliches Festival mit der Community! Wir kommen gerne wieder und vermissen euch jetzt schon.




Und wieder müssen wir erkennen, dass wir es immer wieder schaffen, dusselige Fehler bei der Nutzung unseres Campers einzubauen – ich möchte jetzt nicht in die Details gehen …
Das fängt ja gut an …
Der Plan war so:
Auf der Route zur Fähre nach Ancona am Dienstag Abend machen wir einen Zwischenstopp am Lago di Caldonazzo und verbringen dort zwei Nächte, um dann am Dienstag tagsüber die letzte Etappe nach Ancona in Angriff zu nehmen.
Daraus wurde …
Wenige Kilometer, nachdem wir Viechtach hinter uns gelassen haben, leuchtet wieder die vermaledeite Motorkontrollleuchte auf und wenig später wird auch die Motorleistung gedrosselt. Jetzt ist klar. So können wir unsere geplante Reise nach Griechenland nicht überstehen.
Google zeigt uns ganz in der Nähe eine große Mercedes-Vertretung an. Aber es ist Sonntag. Wir finden ganz in der Nähe einen gemütlichen Stellplatz, um dort den restlichen Tag und die Nacht zu verbringen.
Am nächsten Tag stehen wir um 7 Uhr vor den Toren der Werkstatt und hoffen nur, dass uns geholfen werden kann, wir keine Unsummen bezahlen müssen und noch rechtzeitig die Fähre erreichen.
Schnell kümmert sich ein mehr als freundlicher Meister um uns. Wir schildern unser Problem und sind ganz irritiert, als er uns als erstes fragt, ob wir Kontakt zu einem Marder gehabt hätten. „Nö“ antworten wir, um eines besseren belehrt zu werden, nachdem wir die Motorhaube geöffnet haben. Tatsächlich sind die Spuren dieses Lebewesens deutlich zu sehen. Das könnte die Ursachenfindung sehr erschweren – Panik macht sich bei uns breit.
Das Auslesen der digitalen Daten sagt glücklicherweise etwas anderes aus. Dabei kommt auch heraus, dass bei uns längst ein Softwareupdate eingespielt hätte werden müssen – über dies wir auch von Mercedes hätten informiert werden müssen. Man macht uns Hoffnung, dass dies die Ursache sein könnte und wir kostenlos aus der Sache herauskommen.
Es ist es leider nicht. Laienhaft ausgedrückt ist es eine Mischung aus dem Verhältnis von Kraftstoff, Sauerstoff und Lambdasonden, die in einem Missverhältnis stehen. Das Verhältnis wird wieder harmonisiert und offensichtlich ist Mercedes auch bereit, die Kosten zu übernehmen, sodass wir nur einen Restbetrag von 18 Euro bezahlen müssen. Wir sind sooo happy.
Die Reise kann weitergehen. Und wir fühlten uns von Mercedes und seinen Mitarbeitern bestens versorgt – inklusive leckeren Cappuccino.
So schaffen wir es bis zum frühen Abend nach Caldonazzo zu einem schön gelegenen Agricampeggio in einer Apfelplantage – Ai Prati. Wir genießen den Abend bei einer leckeren Pizza am See und sind einfach nur glücklich, dass es sich alles zum Guten gewendet hat und wir unseren Trip nach Griechenland in Angriff nehmen können.


Nächster Halt Ancona …
Wenn du ChatGPT nach unserem Blog fragst …
… bekommst du folgende Antwort:
Der Blog „bin op jöck … Reisen mit Rucksack, Fahrrad oder Max“ wird von Rolf Bungarten (und seiner Partnerin Eve Schuster) geführt. Er richtet sich an Leser*innen, die Abenteuerreisen, Fahrrad-/Gravel-Touren und Camper-/Van-Life Projekte mögen — und erzählt von ihren Erlebnissen, Entdeckungen und Erfahrungen unterwegs.
Hier sind die wichtigsten Aspekte, die den Blog charakterisieren:
1. Themen & Ausrichtung
- Der Untertitel lautet: „Reisen mit Rucksack, Fahrrad oder Max“ — damit werden drei große Themen angekündigt:
- Backpacking mit dem Rucksack
- Radreisen / Bikepacking / gravel mit dem Fahrrad
- Van/Camper-Reisen mit dem Fahrzeug „Max“ (ihr Camper)
- Die Beiträge sind sehr persönlich gehalten: Sie schildern Erlebnisse, Gefühle, Herausforderungen, oft auch kleine Missgeschicke — und laden damit zur Identifikation ein.
- Zielgruppe: Menschen mit Reiselust, Abenteuergeist, Lust auf Natur und Bewegung — nicht primär Hardcore-Sportler, sondern Genuss, Entdeckung & Erlebnis im Vordergrund.
2. Stil & Aufbau
- Der Schreibstil ist erzählerisch, locker-persönlich: Es werden Anekdoten eingebaut („… und dann passierte …“) genauso wie praktische Hinweise.
- Kombination von Text und vielen Bildern: Der Blog nutzt reichlich Fotografie, um Stimmung und Orte zu vermitteln.
- Es gibt klare Kategorien/Tags, z. B. „Radreisen“, „Bikepacking“, „Van your life“, „Backpacking in Asien“ etc.
- Beiträge oft mit Einleitung, Erlebnisgeschichte, Tipps und Schluss-Reflexion.
3. Beispiele für Inhalte
- Ein Beitrag über das Gravel-Event Veneto Gravel: Rolf beschreibt eine ca. 400 km Strecke über Venetien inklusive Zelt, Regen, Schlamm, solo fahren.
- Ein Roadtrip durch Slowenien mit dem Camper „Max“, Radfahren, Natur, unvorhergesehene Wetterlagen.
- Backpacking in Asien, z. B. Albanien & Montenegro mit Rad und Camper – reiseweise eher frei und abenteuerlich.





















4. Besonderheiten & Werte
- Authentizität: Es wird nicht nur Hochglanz‐Erlebnis gezeigt, sondern auch Herausforderung, Regen, Fehler, Diskussionen. Beispiel: Rolf rutscht im Schlamm weg beim Gravel.
- Mehr als nur Radfahren: Neben Bewegung gibt’s Kultur, Essen, Natur, Campingplätze, Begegnungen mit Menschen.
- Flexibilität im Reisen: Es geht nicht immer um Leistung oder Rekorde, sondern um „Ankommen“, „Genuss“, „Erleben“.
- Bewusster Lebensstil: Im Text findet sich z. B. erwähnt, dass Rolf früher kein Auto hatte und viel mit dem Rad unterwegs war.
5. Aufbau der Webseite & Navigation
- Auf der Startseite findet man Kategorien wie „Unterwegs mit dem Rad“, „Backpacking in Asien“, „Van Your Life“.
- In den Autorenprofilen (Archiv des Autors: Rolf oder Eve oder Beide) sind die Beiträge des Autors gelistet, mit Datum, Kategorien und Tags.
- Es gibt Suchfunktion, Newsletter‐Abonnement („Blog via E-Mail abonnieren“) etc.
6. Potenzielle Schwächen / Dinge zu beachten
- Da der Blog stark persönlich ist, fehlen manchmal strukturierte Bewertungstabellen oder strikt gegliederte Detailinfos.
- Sprachlich eher auf deutsch, mit persönlichen Einschlägen — wenn man sehr sachliche Fachinfos erwartet, könnte das etwas anders sein.
- Die Aktualität variiert: Manche Beiträge sind sehr frisch, andere älter — man sollte schauen, wie aktuell die Reiseinfos sind.
7. Warum es sich lohnt
- Für alle, die Inspiration für eigene Reisen suchen: Der Blog liefert Landschaften, Routenvorschläge, Erfahrungsberichte.
- Für Rad- oder Camper-Enthusiasten: Viel Input, wie man unterwegs ist, welche Herausforderungen es gibt.
- Für diejenigen, die neben der Aktivität auch das Lebensgefühl („Dolce Vita“, Natur, Freiheit) suchen.
Veneto Gravel … immer wieder im Frühjahr
Zum dritten Mal nacheinander mache ich mich Ende April nach Bassano del Grappa auf. Nicht zum Genießen des lokalen Getränkeangebotes – obwohl, ein Hauch von „Dolce Vita“ soll schon dabei sein. Ich möchte ein weiteres Mal am Veneto Gravel, einem sogenannten „Unsupported Bicycle Adventure“ teilnehmen. Mit anderen Worten: Mit’m Rädchen durch Venetien, mit Schlafsack und Jedöns, „Bella Italia“ und „Dolce Vita“ genießen, eine „Bella Figura“ abgeben, und heil am Ziel ankommen – aber es ist kein Rennen, nur ein „Adventure“, dass zu bewältigen ist.
Max (unser Camper) ist bestückt, der Campingplatz in Bassano reserviert und die 920 Kilometer bis dahin kein Problem. Ich fahre gerne ein paar Tage früher zum Startbeginn, um vorher ein paar Tage das italienische Lebensgefühl zu genießen und bleibe anschließend auch gerne noch ein paar Tage dort und sonne mich in dem Glücksgefühl, das Ganze (eventuell) geschafft zu haben.
Nachdem ich bei der ersten Teilnahme den Rundkurs zum Gardasee bewältigt habe, im letzten Jahr zwar vor Ort war, aber wegen des Wetters nicht teilgenommen habe, möchte ich in diesem Jahr den Rundkurs ans Meer nach Venedig in Angriff nehmen. Es gibt insgesamt vier unterschiedliche Varianten, an denen man teilnehmen kann. Die kurze rund um Bassano (200 km), die beiden zum Gardasee und Venedig (jeweils ca. 400 km) und die Gesamtstrecke von 700 km. Letztere traue ich mir nicht mehr zu.
Ein paar Impressionen aus 2023




Neben mir haben sich noch über 1500 weitere Bikepacker zum Event angemeldet. Da sich der Start über den ganzen Tag verteilt, ist das Ganze doch ziemlich entspannt und für mich noch mehr … Ich werde erst am nächsten Tag in die Pedale treten – ist ja schließlich kein Rennen und so ein bisschen „Weichei“ erlaube ich mir. Ankommen zählt! Ich registriere mich, nehme bei Starterkit entgegen, sehe zu, wie die übrigen Teilnehmer sich mit ihrer Regenklamotten eindecken und radele entspannt im strömenden Regen zu meiner Homebase, unserem Max, zurück. Bin zufrieden mit meiner Entscheidung, die aber, wie sich später herausstellen sollte, nicht perfekt …
Am nächsten Tag scheint die Sonne und ich starte in mein „unsupported adventure“. Mein erstes Etappenziel ist Treviso. Da waren Eve und ich schon mal bei unseren ersten Alpenüberquerung auf der Via Claudia Augusta auf dem Wege nach Venedig – eine schöne Erinnerung.

Es rollt schön. Bis nach ca. 30 Kilometer eine Überraschung wartet. Die über 1000 Teilnehmer, die bereits gestern im strömenden Regen gestartet sind, haben mir eine tiefe Schlammpiste hinterlassen – ist ja schließlich auch eine Gravelstrecke und keine ausgebaute Fahrradautobahn.
Der Trail ist bis an die Ränder ausgefahren, also auch nix mit Schieben. Ich vertraue meinem Gleichgewichtsgefühl, den breiten Reifen und dem Gefühl „wird schon gutgehen“ … Einige hundert Meter geht’s auch gut, dann wird das Treten immer schwerer und dann passierts. Ich rutsche weg und gaaaanz langsam holt mich die Schwerkraft ein. Aus den Klick-Pedalen komme ich nicht mehr und … platsch. Ich liege im Matsch. Mühsam richte ich mich auf. Ich stehe 20 Zentimeter tief im Morast. Meine ganze rechte Seite ist ein Matschklumpen, das Rad ebenfalls. Mühselig schiebe ich mich über den Trail und denke „Das war`s“ …

Aber dann die Rettung. Genau am Ende dieses vermaledeiten Streckenabschnittes hantiert gerade ein Mann mit seinem Wasserschlauch im Garten – Guiseppe, meine Rettung. Er sieht mein Dilemma, und mit einem Lächeln und meinem Einverständnis richtet er den Schlauch auf mich und anschließend auf’s Rädchen. Es ist eine längere Prozedur, aber schließlich strahle ich, zwar triefend nass, vor Glück. Die Sonne scheint, es ist warm, der Fahrtwind wird mich schon trocknen.
Leider habe ich davon keine Fotos. War wohl zu sehr mit anderen Aufgaben beschäftig. Guiseppe lädt mich noch zum Essen ein. Die Leckereien brutzeln zwar schon auf dem Grill, aber ich muss weiter. Wir verabschieden uns herzlich, dann mach ich mich auf zum Trocknen.
Der erste Tag Richtung Meer hat ansonsten keine große Herausforderungen. Es geht flach vorbei an Treviso, sodass die geplanten 100 Kilometer machbar sind, aber mich doch fordern. Ich finde einen Campingplatz, baue mein Zelt auf, entferne die letzten Spuren meiner Schlammschlacht und genehmige mir eine Pizza – köstlich.





Früh am nächsten Tage mache ich mich wieder auf. Zur nächsten Bar für den obligatorischen Cappuccino ist es nicht weit – hach, wie ich das liebe.

Zum Meer ist es nicht mehr weit. Es geht Richtung Jesolo und entlang des Sile. Irgendwann sehe ich das Meer und in Gedanken sitze ich schon vor meinen Spaghetti Vongole, die ihren Ursprung hier haben. In Caorle, ab da geht’s langsam Richtung Berge, nutze ich die Gelegenheit dazu. Hier sogar in der Variante mit Bottarga. Den Wein dazu spare ich mir, habe noch ein paar Kilometer vor mir. In Oderzo baue ich mir im Nirgendwo mein Zelt auf.





Der Beitrag über die beiden Etappen in die Berge und vorbei am Lago di Santa Croce über Belluno zurück nach Bassano del Grappa folgen …


