Archiv der Kategorie: Backpacking in Asien

Reiseplanänderung mit Hindernissen

Ein Beitrag von Rolf

Unsere geplante Reiseroute sah vor, dass wir nach unserer Zeit im Dschungel noch ein paar Tage auf der kleinen Insel Palambak im Westen von Sumatra am Strand verbringen. Es war klar, dass wir, um nach Kuala Lumpur zu kommen, nach Medan im Osten mussten, um von dort den Flieger nach Malaysia zu nehmen. Also für Freitag den Flug mit Air Asia übers Internet gebucht – alles easy going …

Apollo Bungalows, Long Beach, Pulau Weh

Auf einmal hatten wir aber keinen Bock mehr auf lange Busfahrten, denn alleine die Fahrt quer durch Sumatra hätte mal wieder 12 Stunden gedauert, außerdem hatte sich Pulau Weh – unsere erste Station – so tief in unserem Wohlfühlgedächtnis mit seinem „Fototapeten-Ambiente“ eingegraben, dass wir unsere Pläne änderten und uns nochmal in den Norden ans äußerste Ende Indonesiens aufmachten – zumal wir dort bei unserem ersten Aufenthalt eine wunderschöne Bucht mit einigen wenigen Hütten entdeckt hatten. Die Apollo-Bungalows konnte man auch nur über Handy/SMS buchen (kein Internetauftritt, keine Buchungsplattform, nix …). Per SMS angefragt, kurze Zeit später eine positive Antwort, traumhafte Tage standen in Aussicht.

Taxi nach Bukit Lawang

Die Abreise vom Back to Nature wurde zu einem Highlight. Keine 45minütige beschwerliche Wanderung zurück nach Bukit Lawang, sondern eine 30minütige Rafting-Tour auf drei riesigen miteinander verschnürten Tubes inkl. Gepäck. Vorne und hinten jeweils ein Guide mit langen Stangen, um Abstand von den Felsen zu halten, in der Mitte Eve und ich, ab geht’s durch die Stromschnellen – Wahnsinn.

Von Bukit Lawang brauchten wir nur 2 Stunden mit dem Taxi nach Binjai, um dort in den Bus nach Banda Aceh zu steigen. Aber der hatte es in sich – so luxuriös bin ich noch nie geflogen – das hatte Business-Class Format – ein 50-Personen-Bus mit nur 21 Plätzen bestückt, die man in eine komplette Liege umwandeln könnte – ein Traum. Da ließ sich die 10-stündige Busfahrt durch die Nacht bestens ertragen.

In der Tatsache, dass wir am Ende unserer Sumatra-Reise nach Medan mussten, da wir von dort ja schließlich die Rückreise starteten, hatten wir in Zeiten von Onlinebooking überhaupt kein Problem gesehen – da wurden wir aber eines Besseren belehrt …

Traumhafte abgeschiedene Plätze am Meer sind das Eine, mangelnde Internetverbindungen, nicht funktionierende Buchungswebseiten der Airlines, verschiedene nicht akzeptierte Kredikarten, MobileTAN-Nummern, die auf local SIM-Cards natürlich nie ankommen können, das Andere … damit kann man echt einige Stunden am Strand verbringen, während man zwischendurch mal zur nächstgelegenen Anhöhe joggt, in der Hoffnung, vielleicht eine mobile Verbindung zu bekommen, um die TAN-Nummer zu empfangen – nix von alledem klappte.

Der Blick von unserem Bungalow aus …

Da kann man schon mal ’ne leichte Panikattacke bekommen. Die Lösung wurde uns dann beim Rückweg vom Abendessen präsentiert, als wir zufällig einen Gesprächsfetzen aufschnappten, bei dem es um die Buchungsmöglichkeit am winzigen Airport von Sabang ging – eine Lösung bahnte sich an.

Am nächsten Tag ein Becak (indonesiche Version eines Tuk-Tuks) besorgt, zum Flughafen gefahren, Ticket gekauft, Problem gelöst – es geht doch Alles eben auch analog – so’n bisschen ist das im Alltag verloren gegangen.

Wir können unsere letzten Tage auf Sumatra auskosten und sind nicht gezwungen, früher abzureisen und wieder eine ewig lange Busfahrt auf uns zu nehmen.

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Sumatra 2017

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Ketambe: 3.689960, 97.511200
Banda Aceh: 5.552850, 95.319300
Sibayak: 3.222860, 98.513700
Lake Toba: 2.583330, 98.833300
Bukit Lawang: 3.551910, 98.124300
Long Beach: 5.881993, 95.244577

Happy in the Jungle

Ein Beitrag von Eve

Vom Lake Toba nehmen wir die Fähre und quetschen uns mit 5 weiteren Travellern in einen Minibus. Das erste Mal, dass wir nicht die einzigen Traveller sind. Alle wollen nach Bukit Lawang, das wir gegen 18 Uhr erreichen. Bukit Lawang, der Hotspot in Sumatra, um Orang Utans in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu können, erstreckt sich beidseitig entlang des Bohorok-Rivers, der über mehrere Hängebrücken überquert werden kann. In der sich steil dahinter erhebenden grünen Wand befindet sich das Tor zum Gunung Leuser Nationalpark, in dem neben den Orang Utans, Gibbons, Makaken, Nashornvögel und noch ca. 100 Sumatra-Tiger leben.

Back to Nature

Back to Nature Guesthouse

Dass wir noch einen längeren Fußweg zu bewältigen haben, wusste ich zwar, doch wie es dann in der Realität aussieht, übertrifft doch mein Vorstellungsvermögen. Zwei Mopedfahrer kommen uns abholen, nehmen unsere Rucksäcke und laufen im Eiltempo voran. Sie sprechen von einer Stunde. Oh weh, denke ich, dass wird ja bestimmt was! Anfangs noch über einen befestigten Weg vorbei an Gästehäuser und Restaurants immer parallel zum Bohorok-River, auf den großen Steinen des Flußbettes, berghoch, über wackelige Bretter und über Wege, die in den Berg gehauen wurden … teilweise so schmal, dass ich mich an der Felswand entlang hangelnd ducken muss …doch mit meiner blöden Gleitsichtbrille kann ich die Felswand über mir schlecht im Blick halten, so stoße ich mir hin und wieder den Schädel. Der hintere Träger reicht mir oft seine stützende Hand, wenn es mir zu wackelig oder zu eng wird. Ich kann nicht mehr, denke ich immer wieder, wische mir zum 100sten Mal den Schweiß von der Stirn … doch was soll’s … es geht ja nicht anders, zumal es gleich dunkel wird, müssen wir dieses Tempo hier durchhalten. Absolut nassgeschwitzt erreichen wir nach 50 min „Back to Nature“, wo gerade der Strom ausfällt. Völlig fertig setze ich mich auf eine Bank im Restaurant, wische mir unentwegt den Schweiß von der Stirn und während die Dunkelheit über uns hereinbricht, erzählt uns Ari, der Tourguide dies und das, was ich gar nicht mehr aufnehmen kann, zumal ich ihn kaum noch sehen kann. Unser Zimmer im 1.Stock besticht durch ein riesiges Bambusbett mit umlaufendem Moskitonetz, einem Bad aus Naturstein und einer Bauweise aus natürlichem Holz. Von unserer Eckveranda haben wir einen wunderbaren Blick auf den Fluß und die steile Dschungelwand dahinter. Da der Name Programm ist, gibt es weder Klopapier noch ein Waschbecken, Strom nur von 18 bis 24 Uhr inkl. Stromausfällen, warmes Bier, dafür Wifi während den Stromzeiten.

Thomas Leaves Monkey

Am nächsten Tag besucht uns ein Thomas Leave-Monkey und lässt sich den Reis genüsslich schmecken. Wie er immer wieder nach links und rechts schaut, dass ihm auch ja keiner sein Leckerchen klaut, ist so lustig. Wir unternehmen mit Ago (einem Mitarbeiter des Guesthouse) einen Probe-Trek hoch zur Plattform des hauseigenen Dschungels, der mich so ziemlich aus der Puste und ins Schwitzen bringt. Bei dieser Luftfeuchtigkeit steil berghoch zu gehen ist mit nichts in Europa vergleichbar. Oben beschert Ago uns ein paar Bananen, Passionsfrüchte und Melonen, während wir den Blick über den Fluss, das Tal und den gigantisch großen Dschungel gleiten lassen. Unten angekommen spüre ich meine Blasen an den Füßen … diese blöden Teva-Sandalen! Wir freuen uns schon auf die Abkühlung im Fluss und lassen uns von der Strömung mehrfach ein Stück hinunter treiben. Am Abend buchen wir bei Ari unseren privaten Dschungeltrek. Wow, ein Guide und ein Assistent nur für uns.

Back to Nature Guesthouse

Der Regen am Abend kühlt die Luft ordentlich ab, auch in der Nacht hält der Regen an. Am nächsten Morgen bin ich neugierig und aufgeregt, zumal es immer noch etwas regnet und ich mich frage, ob wir wirklich gehen sollen. Aber es gibt kein Zurück mehr, denn die Guides sind gebucht, der Einkauf organisiert, also los. Doch vorher müssen wir besagten Weg zurück ins Dorf gehen. Da hat der Trek noch nicht begonnen, bin ich schon schweißnass – Rolf, wie gewohnt, vergießt mal wieder keinen Tropfen. Im Dorf übernehmen unser Guides, Ari und sein Assistent Amid, die uns herzlich begrüßen und explizit erwähnen, dass es darum geht, dass wir glücklich bei dieser Tour sind und keine Hetzjagd veranstalten. Smile … Über die Hängebrücke auf die andere Seite geht es ein Stück am Fluss entlang, bis es dann steiler berghoch zum Eingang des Parks geht. Unterwegs begegnen uns Arbeiter, die den Rohgummi in ca. 50 Kilobrocken an einem Stock hängend ins Dorf transportieren. Puh, wie das stinkt …

Gummitransport

Unsere naturverbundenen Guides erklären uns die Bäume und Pflanzen und die Bedeutung dieses Nationalparks für den Erhalt der Tierwelt. Weiter bergauf dringen wir immer tiefer in den Dschungel ein. Gerade als Rolf dahingehend Bedenken äußert, ob wir denn nun wirklich die Tiere hier zu Gesicht bekommen, stoppt unser Guide, hält uns an, leise zu sein und zeigt auf ein riesiges Männchen im Baum, geht weiter, stoppt und weist uns an, langsam zurück zu weichen, da das Männchen mit Vorsicht zu genießen ist. „Don’t panic“ beruhigt er uns. Wir weichen also zurück, gehen wieder vor, weichen zurück usw. bis wir ihn tatsächlich sehen … riesig groß mit breiten Gesichtswangen bewegt er sich gemächlich zum nächsten Baum. Ein magischer Moment. Ich bleibe etwas im Hintergrund stehen, während Rolf vorne Fotos macht. Wir verfolgen ihn mit unseren Augen, bewegen uns näher an ihn heran und bestaunen seine Schwingkünste, wie er die Bäume biegt und sich fortbewegt. Ein unbeschreiblicher Augenblick, wo wir doch gerade erst mal 30 Minuten unterwegs sind. Als sich hier weitere Gruppen hinzustellen, führt unser Guide uns weiter und zeigt auf eine Orang Utan-Mama mit Baby. Sehr genau beobachtet sie uns und ihr Baby, das sich geschickt von Baum zu Baum schwingt. Unser Guide erklärt uns, dass Orang Utans sich jeden Abend ein neues Nest bauen und niemals ein Nest zweimal benutzen, dass sie die Blätter und Zweige dafür so ineinander drehen, dass es ihr Gewicht trägt. Wir hätten heute großes Glück, da sich männliche Orang Utans meist in den tieferen Dschungel zurückziehen. Sie leben alleine und suchen nur zum Paaren die Weibchen auf. Dagegen sind weibliche Orang Utans ähnlich wie wir Menschen 6-7 Jahre mit der Aufzucht beschäftigt und bringen dem Affenbaby alles bei, was es zum Überleben im Dschungel benötigt.

Mister Orang-Utan

Für unsere erste Pause schneiden unsere Guides Melonen, Ananas, Passionsfrüchte und Bananen kunstvoll in Stücke, während wir auf dem Jungel-Chair sitzend essen und uns etwas ausruhen. Währenddessen taucht wieder ein Orang Utan auf und klettert direkt über unseren Köpfen hinweg. Er hat es scheinbar auf die Melonenschalen der anderen Gruppe neben uns abgesehen. Und prompt klettert er immer weiter runter, greift die Schalen, klettert höher und futtert sie genüßlich auf einem Ast sitzend. Da sich manche Gruppen hier aufführen, als seien sie im Zoo, brechen wir auf. Wieder legt unsere Guide die Finger an die Lippen und prompt tut sich der nächste unglaublichen Anblick auf: ein jüngeres Orang Utan-Männchen kommt auf uns zu. Unbewegt stehe ich etwas hinter Rolf und dem Guide, aus Angst ihn zu verscheuchen oder zu provozieren. Die Melonenschalen hinter einem Baum muss er wohl gerochen haben, denn gezielt hangelt er darauf zu. Mit seinem langen Bart ist er sofort als Männchen zu erkennen. Er schaut uns sehr genau an, kommt auf den Boden, greift nach den Schalen, schaut uns wieder aus ca. 2 Meter Entfernung an, klettert geschickt wieder hoch und futtert schmatzend seine Schalen, wobei er uns nicht aus den Augen lässt. Fasziniert wie wir sind, schaffen wir trotz Erstarrung ein paar Fotos und ein unglaublich schönes Video von seinen Schwingkünsten. Danke dir, du Orang Utan … wegen dir bin ich hier und habe all diese Strapazen in Kauf genommen!

Eve und ihr persönlicher Guide

Aber auch für die Makaken-Mama, deren Baby sich am Bauch festklammert, für den männlichen Pigtail-Makaken, der wie ein kleiner Muskelprotz daher stiefelt, für den giftigen Tausendfüßler genauso wie für die riesigen Ameisen, die giftgrüne Schlange im Baum und für all die anderen 8-10 Orang Utans!

Ari, unser Guide

Kulinarisches Verwöhnprogramm im Dschungel

Der Weg durch den Dschungel führt sehr steil nach oben, so dass Amids feste Hand mich stets begleitet. Wie gut, dass die Wurzeln wie Treppen den matschigen Weg berghoch und bergab erleichtern. An den Lianen und an den Bäumen ziehen wir uns hoch oder „seilen“ uns daran ab bis wir an einem Bachlauf unser Lunch einnehmen. Mit zittrigen Beinen kühle ich in dem Bach meine Stirn und meine Hände, während unsere Guides das Nasi Goreng auf Bananenblättern aus ihren Rucksäcken zaubern. So sitzen wir da umgeben von Dschungelmusik, diesem vor sich hinplätschernden Bach, der steilen Dschungelwand vor uns, an der wir uns gleich nach der Stärkung hoch hangeln. Ich weiß, dass ich auch diesen Berg schaffen werde, vertraue auf Amid und klettere was die Muckis hergeben. Noch eine Kuppe, dann geht es weiter Richtung Fluss bergab, bis wir ihn zu Fuß überqueren und noch ca. 20 min auf unserem Weg zurück zum „Back to Nature“ laufen. Erschöpft, schweißnass und mit schmerzenden Füßen erreichen wir unser Ziel. Tief beeindruckt und dankbar verabschieden wir unsere beiden Guides, die alles dafür getan haben, dass wir am Ende so glücklich sind.

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Sumatra 2017

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Ketambe: 3.689960, 97.511200
Banda Aceh: 5.552850, 95.319300
Sibayak: 3.222860, 98.513700
Lake Toba: 2.583330, 98.833300
Bukit Lawang: 3.551910, 98.124300
Long Beach: 5.881993, 95.244577

Von Berastagi zum Lake Toba

ImEin Beitrag von Eve

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Sumatra 2017

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Ketambe: 3.689960, 97.511200
Banda Aceh: 5.552850, 95.319300
Sibayak: 3.222860, 98.513700
Lake Toba: 2.583330, 98.833300
Bukit Lawang: 3.551910, 98.124300
Long Beach: 5.881993, 95.244577

Bevor wir um 14 Uhr zum Lake Toba aufbrechen, fahren wir noch die 40 min nach Lingga, ein Batak-Dorf mit einigen z. T. über 250 Jahre alten traditionellen Wohnhäusern mit dem typischen sattelförmigen (Toba) bzw. pyramidenförmigen (Karo) Dach. In jedem der bunt bemalten und mit winzigen Fenstern versehenen Häusern lebt eine Großfamilie zusammen. Den kleinen Eingang, der eher einer Luke ähnelt, erreicht man über eine steile Treppe. In dem Wohnraum befinden sich eine oder mehrere Koch- und Feuerstellen. Die drei Etagen des Baus symbolisieren den Kosmos: zuerst kommen zwischen den Pfählen die Tiere, dann die Lebenswelt, die durch die Wohnebene, dargestellt wird. In dem hohen Dach, der Lebensraum der Geister und Ahnen, werden Vorräte und Opferaltäre aufbewahrt. Büffelhörner zieren die Dachgiebel und die geschnitzte Ornamente die Giebel und Vorderseite der Häuser.

Tourist-Office im Batak-Dorf Lingga

Tourist-Office

An der Tourist Information, eine kleine Holzbude, klärt uns ein Mann über die Bedeutung der Flöte auf, die aus Holz geschnitzt ist und hier in jedem Haushalt zu finden ist. Wenn ein Mann auf Brautsuche ist, muss er die Flöte spielen, während die Frauen durch das Dorf gehen und dem Flötenspiel lauschen. Gefällt ihr das Flötenspiel kehrt sie in das Haus ein und wählt ihren Gatten aus. Also, wer die Flöte nicht spielen kann, der geht leer aus.

Nach unserer obligatorischen Nudelsuppe beim Chinesen und einigen Versuchen an Bargeld zu kommen (ohne Visa UND Master bist du hier aufgeschmissen), nehmen wir unser Taxi nach Parapat, dem Fährhafen zur Insel Samosir. Je näher wir dem Vulkan kommen, je gebirgiger und schmaler wird die Straße. Schließlich können wir an einem Aussichtspunkt die Lage und Größe der Toba-Caldera in Augenschein nehmen, den größten vulkanischen See der Erde – rund 87 km lang und 27 km breit, mit einer maximalen Tiefe von 505m.

Lake Toba

Am Fährhafen angekommen gibt‘s das übliche Gewusel mit Ticket kaufen usw. Wie komme ich wohl auf das Schiff, frage ich mich mal wieder. Und siehe da, mit Hilfe eines schmales Holzbrettes mit ein paar Leisten drauf balanciere ich auf das Schiff. Über mein „slowly, slowy“ lachen die Einheimischen, die mich beidseitig festhalten. Puh, geschafft … Erleichterung macht sich breit … doch wie komme ich wohl wieder runter? Nach der einstündigen Überfahrt, die durch die Sonnenuntergangsszenerie ein Fotomotiv nach dem anderen hergibt, erreichen wir den Pier, der glücklicherweise leicht zu bewältigen ist. Das nur 100m entfernt liegende Liberta-Homestay erweist sich als Glücksgriff. Ein entspannter Mr. Moon (Gastgeber), einige Traveller, coole Atmosphäre, ein schöner Bungalow sogar mit warmer Dusche und ein Zugang zum See.

Das Liberta Homestay am Lake Toba

Während unseres Rundgangs durch Tuk Tuk vorbei an Reisfeldern, Wiesen, Läden, Restaurants und Unterkünften wandern wir immer wieder auf und ab durch den Ort und wundern uns, dass hier so wenig los ist. Denn laut Reiseführer ist hier jetzt Hochsaison. Wir erfahren, dass am Wochenende viele Einheimische hier zum Baden und Entspannen an den See kommen, manchmal sogar zu Tausenden. Dass uns das Essen bei „Jennys“ trotz Empfehlung im „Loose“ nicht sonderlich geschmeckt hat, nehmen wir einfach mal hin. Nach ca. 3 Stunden organisieren wir uns noch zwei Roller für den nächsten Tag. Keine Namen, keine Pässe, keine Anzahlung …nichts … 7€ pro Tag … ohne Versicherung versteht sich … “You can come, I’m here“ , wiederholt die Vermieterin auf Rolfs Anfrage.

Roller-Tour

Am nächsten Morgen – Rolf ist schon ein bisserl aufgeregt – steigen wir nach einer kurzen Einweisung unserer Vermieterin auf die Roller und los geht’s … hui, das macht Spaß. Da wir so sehr mit uns, den Rollern, dem Linksverkehr, den Schlaglöchern und den Schotterpisten beschäftigt sind, lassen wir die Sehenswürdigkeiten links liegen. Die von grünen Reisfeldern und idyllischen Dörfchen geprägte Landschaft mit großartigen Ausblicken auf den Kraterrand der Toba-Caldera gibt immer wieder wertvolle Fotomotive ab. Nach einem kurzen Trinkstopp an einem Hafen geht’s weiter nach Pangururan, wo wir einen Warung – einen typischen Streetfoodstand suchen, um Mittag zu essen. Meine Suppe und Rolfs Mie Goreng sind fantastisch gut und günstig. Dass wir nur die halbe Insel umrunden, gefällt uns um so mehr, da wir uns die Schotterpassagen im Süden der Insel gerne ersparen. Zum Sundowner fahren wir noch ins Reggae-Guesthouse, genießen Bintang und Sonnenuntergang am See … ein perfekter Tag am Lake Toba.

Die zweite Woche

Ein Beitrag von Rolf

Wir haben den südlichsten Punkt unserer Reise auf Sumatra erreicht – den Lake Toba, den größten Kratersee der Erde und wieder muss ich begeistert feststellen, dass meine geliebte Reiseleiterin Eve mal wieder voll ins Schwarze getroffen hat. Eine tolle Landschaft und wieder eine perfekte Unterkunft – das Liberta Homestay in Tuk Tuk auf der Insel Samosir. Sie hat’s aber auch nicht schwer mit mir, da ich nahezu überall in der Lage bin, mich wohl zu fühlen (um mich mal selbst zu loben ;-), wir mittlerweile aber auch ein sehr gut eingespieltes Team sind.

Unterwegs mit der Fähre

Neben der tollen Landschaft fühlen wir uns aber auch deshalb so wohl hier, da hier eine ganz andere Mentalität der Menschen herrscht als die der eher radikal-islamistischen Bevölkerung in der Region Banda Aceh. Dort gibt es doch eher mal – vor allem Eve betreffend – feindselige Blicke, wenn ihr T-Shirt die Schultern nicht bedeckt. Es führt auch dazu, dass der Nachbar von Freddies ab 5 Uhr am Morgen die Soundanlage anschmeisst und mindestens eine halbe Stunde mit einer monotonen Gebetsleier die Gäste nebenan terrorisiert, was er auch offen zugibt, da er den internationalen Gästen nicht positiv zugewandt ist. Aber auch damit lernt man umzugehen, zu mal es die Ausnahme und nicht die Regel ist.

Unsere Hütte im Friendship Guesthouse in Ketambe

Nach unserer 18stündigen Busfahrt ist Ketambe unser Ziel, das Friendship Guesthouse im Gunung Leuser Nationalpark, nach unserer Luxusunterkunft auf Pulau Weh eher die Basic Variante, dafür auch sehr preiswert: 4,90€ !!! die Nacht für den kompletten Bungalow. Hier haben wir unser erstes Dschungel-Trekking geplant, als Montezuma Eve heimsucht und sie den kompletten ersten Tag danieder liegen liegt. Das bringt uns zu einer Planänderung und an das neue Ziel Berastagi im Nordwesten Sumatras am Rande des Toba-Hochlandes.

Also wieder in den Bus, in eine Art Pickup und wieder »on the road«, diesmal nur 5 Stunden. Unterwegs eine neue Unterkunft raus gesucht, kurzer Anruf bei Mary und wir wohnen für 2 Nächte im Nachelle Homestay.

Ganz schön fischig hier auf dem Markt

Nach dem Check-In gehts direkt auf den nebenan gelegenen Straßenmarkt und sind überwältigt von den lachenden Gesichtern der Marktfrauen in ihren traditionellen Kleidern und ihren Bemühungen, mit uns in Kontakt zu kommen. Okay – spätestens, nachdem wir in ihren lachenden Mündern die verfaulten Zähne mit dem roten Zahnfleisch sahen, ist uns klar, dass wir nicht alleine der Grund für die gute Laune sind – sie kauen (wie es hier Tradition ist) nahezu alle ihre Betelnüsse und sind auch daher wohl bester Laune. Wir aber auch, als wir an einem Streetfoodstand unser Dinner, zwei leckere Portionen Mie Goreng (gebratene Nudeln) essen – inklusive dem üblichen lauten Gekichere.

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Sumatra 2017

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Ketambe: 3.689960, 97.511200
Banda Aceh: 5.552850, 95.319300
Sibayak: 3.222860, 98.513700
Lake Toba: 2.583330, 98.833300
Bukit Lawang: 3.551910, 98.124300
Long Beach: 5.881993, 95.244577

 

Am nächsten Tag steht die Wanderung auf den Vulkan an – da gibts aber schon einen Bericht von Eve …

Mit vereinten Kräften den Weg freimachen …

Am nächsten Tag ist wieder eine Weiterfahrt angesagt, aber dieses Mal mit einem privaten Fahrer – das Angebot von unserer Gastgeberin ist einfach zu verlockend. Nach 5 Stunden und nachdem wir die Straße von einem umgestürzten Bambus befreien, ist auch dieser Luxus beendet und wir können mit der Fähre auf die Insel Samosir auf dem Lake Toba übersetzen, wo wir mal wieder eine tolle Unterkunft, das Liberta Homestay, finden – dank Eve’s Näschen …

Auf zum Gunung Sibayak (2212m) – Berastagi

Ein Beitrag von Eve

Nach einem Tag im Bett habe ich mich von meiner Darminfektion soweit erholt, dass wir von Ketambe aufbrechen können. Mit eine Pick-up fahren wir nach Kutacane, ein wuselige, chaotisches Städtchen hier mitten im Dschungelgebiet. Am Busbahnhof müssen wir nicht lange auf unseren Minibus warten. Und wieder geht das gleiche Spiel von vorne los: zusammenrücken, anhalten, aussteigen, auseinanderrücken, anhalten, zusammenrücken, anhalten, wieder auseinander usw. Immer wieder spannend, wer so alles einsteigt. Wir bleiben wie zuvor die einzigen Touristen. Auf kurvigen Straßen geht es ins Hochland, der Heimat der Karo-Batak. Wie so oft hier in Asien schätzten die Kolonialisten die kühle Bergluft und haben hier Plantagen und eine Infrastruktur angelegt.

Impressionen auf einer Busfahrt

Vor dem „Indomaret“ in Berastagi lädt uns der Fahrer ab, leider der Falsche, denn es gibt in jeder Stadt ein Dutzend dieser Supermärkte. Nach eine kurzen Telefonat klärt sich alles auf. Wir nehmen eine gelben Minibus zum richtigen Markt, wo Maria, unsere Gastgeberin uns abholt. Da das Guesthouse sehr versteckt in einem Hinterhof liegt, hätten wir es niemals gefunden, wenn Maria nicht zur Straße gekommen wäre. Also immer vorher anrufen! Da unsere Gastgeberin gutes Englisch spricht, überfällt sie uns mit einem Wortschwall von Informationen zu Berastagi. Hier und da ein chinesisches Restaurant, in dem es sogar Schweinefleisch gibt, was sie mehrfach betont. Die Farben der Minibusse sind ebenso bedeutsam wie die Infos zu den Märkten.

Auf dem Markt

Nach einem Welcome-Bier auf dem von grauem Aschestaub bedeckten Rooftop mit Blick auf die beiden Vulkane Sibayak (2212 m) und Sinabung (2460 m), dessen letzte Ausbruchsphase 2014–2015 Tausende Menschen zur Flucht zwang, erkunden wir den größten Gemüsemarkt wahrscheinlich von ganz Sumatra. Was hier im Hochland (1320m) angebaut wird, ist so unvorstellbar, dass wir aus dem Staunen über Berge von Möhren, Kohl, Salat, Tomaten, Avocados, Kartoffeln und Obst aller Art nicht mehr herauskommen. Schließlich heißt Berastagi nicht umsonst Reiskammer. Auf steinigem Boden mit Pfützen und Bretten, Löchern und Müll fühle ich mich mit den Flipflops nicht ganz so wohl, zudem es dunkel ist. Immer wieder ertönt ein freundliches „Hello Mister!“ und das Lachen der Frauen ist so ansteckend, dass wir nicht anders können, als stehenzubleiben und mitzulachen. Diese lebenslustigen Frauen hier erscheinen uns im Gegensatz zu den Frauen in Banda Aceh wie aus einem anderen Land. So selbstbewusst, so fleißig und gesellig wie hier haben wir die Frauen im Norden nicht erlebt. Musliminnen lachen fast gar nicht. Diese Ethnie hier sieht auch ganz anders aus als die arabischen Gesichtsformen im Norden. Wir probieren eine Drachenfrucht, bleiben am Stand der fleißigen Wok-Köchin hängen und ich wage ein Mie Goreng, das hervorragend schmeckt. Für 1,40€ essen wir uns Beide satt! Ein riesiges Erlebnis dieser Markt!

Batak – Frauen auf dem Markt

Von unserem Guesthouse „Nachelle Homestay“ im Süden von Berastagi nehmen wir zusammen mit Brian und Marizza den grünen Minibus (7000 Rp) bis zur Endstation. Mitnehmen sollte man genügend Wasser und warme Jacken, da oben ein kräftiger kalter Wind pfeift. Während der erste Strecke, die über asphaltierte Straße beständig auf und ab geht, quatschen wir Vier so viel, dass ich mich hinterher kaum noch daran erinnern kann, dass er doch so lang war. Beim Hochgehen komme ich alsbald ins Schwitzen und laufe im T-Shirt weiter. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir ein kleines Plateau mit ein paar Shops. Von nun an geht’s noch eine Stunde steil über Stufen und Felsen Richtung Krater, wobei der Wind kontinuierlich zunimmt. Zum Glück hat meine Jacke eine Kapuze.

Am Abgrund

An manchen Stellen wird es extrem steil, da der Weg abgebrochen ist, doch Rolf reicht mir immer wieder seine helfende Hand. Er macht das fantastisch! An einem Abgrund, wo der schmale Weg an der Kante dran vorbeiführt, gerate ich an meine Grenze, hab kurz die Tränen in den Augen und während der Wind so an mir zerrt, beschließe ich, nicht auf zu geben, denn Rolf ermutigt mich von der anderen Seite, dass ich es schließlich doch noch schaffe. Ich falle ihm ihm erleichtert die Arme. Je mehr die Vegetation nachlässt, je stärker sind wir dem Wind ausgesetzt. Von weitem sehen und riechen wir jetzt die Schwefeldämpfe, die aus dem Berg austreten. Als wir das Geröllfeld betreten, wird’s mit dem Wind so extrem, dass wir uns gegenseitig festhalten. Wir sind ihm so gnadenlos ausgesetzt und kämpfen uns weiter durch diese Steinwüste. Vom Kraterrand aus sehen wir die Spitze des Berges, der seine letzte Eruption 1881 hatte. Während Brian sich weiter hoch arbeitet, setzen wir Drei uns kurz auf die Felsbrocken, um ein wenig Schutz vor dem Wind zu finden und schauen uns diese unwirkliche Geröllwüste mit ihren Schwefelquellen an.

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Sumatra 2017

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Ketambe: 3.689960, 97.511200
Banda Aceh: 5.552850, 95.319300
Sibayak: 3.222860, 98.513700
Lake Toba: 2.583330, 98.833300
Bukit Lawang: 3.551910, 98.124300
Long Beach: 5.881993, 95.244577

Da der Wind mit seiner Kälte und Härte keine Gemütlichkeit aufkommen lässt, brechen Rolf und ich wieder auf. Ich immer hinter Rolf an seiner Hand festhaltend gegen den Wind auf rutschigem Geröll. Hoffentlich verlaufen wir uns hier nicht, denn ein Weg ist in diesem Geröll nicht aus zu machen. Bald haben uns die Beiden wieder eingeholt und zu Viert hangeln wir uns wieder hinunter. Rolfs Hand erscheint immer dann, wenn ich sie brauche. Mit etwas wackeligen Knien bewältige ich den Abgrund alleine. Nach einer kurzen Pause auf dem Plateau lassen wir die heißem Quellen links liegen und gehen den gleichen Weg wieder zurück, der mir nun 10x länger vorkommt. Nach ca. 5 Std. kommen wir erschöpft unten an, warten auf den nächsten Minibus und fahren in die Stadt, um im „Rumah Makan Eropah“ eine leckere Suppe zu essen. Diese Restaurant bietet europäische, indonesische und chinesische Küche an, was ich nur empfehlen kann. Die durch den Vulkan verursachte staubige Luft in Berastagi ist allgegenwärtig. Überall kann man den grauen Staub, der sich auf die Dächer, die Gemüsefelder, auf die Autos usw. legt, gut sehen. Dies auf führt dazu, dass die Stadt eher grau und schmutzig wirkt und viele Leute einen Mundschutz tragen und ich noch mal Duschen gehe.

Museum, Selfies und eine Busfahrt ins Landesinnere

Ein Beitrag von Rolf

Unser nächstes Etappenziel, das Friendship Guesthouse in Ketambe westlich des Gunung Leuser Nationalparks mitten in Sumatra haben wir erreicht – nach 18 Stunden im Minibus. Auch wenn es eine anstrengende Angelegenheit ist, sich stundenlang in einem vollbesetzten Bus, teilweise mit Kleinkindern auf dem Schoß (mir ist es ein Rätsel, wie die Mütter es schaffen, selbst Babies über Stunden dahin zu bringen, keinen Laut von sich zu geben – Narkose, Drogen etc. ? Nein, ich glaube, sie sind es einfach gewohnt hier), Raucher !!!, keine Beinfreiheit, wenn der Vordermann seine Rückenlehne zurück stellt, er dir auf dem Schoß liegt, auf kurvigen Schotterpisten durchrütteln zu lassen.

Die Route … letztlich waren es 18 Stunden

Auf den Fahrstil möchte ich erst gar nicht eingehen – ohne Hupe läuft hier gar nichts. Wie soll man sich auch sonst bemerkbar machen, wenn jede Kurve und ist sie noch so wenig einsichtbar, geschnitten wird – aber es funktioniert. Die Hupe ist hier Kommunikationsmittel Nummer eins, man grüßt sich, macht sich bemerkbar, bedankt sich (2x hupen) oder teilt mit, dass man jetzt mal ’ne rote Ampel überquert …

Unser Transportmittel

Aber wir wollen es genauso – auch wenn wir es manchmal verfluchen – es lässt uns die ohnehin schon starken Eindrücke noch intensiver erleben. Die Stewardess ist hier ein Busfahrer, der dir zwar keinen Drink reicht, dir aber unmissverständlich klar macht, dass wir zusammenzurücken haben, da noch ein Gast zusteigt. Die Raststätten sind hier Streetfoodstände, wo es das leckerste Localfood gibt und gleichzeitig jeder ein Selfie mit dir machen will oder du plötzlich vor brodelnden Woks stehst, wo frische Kartoffelchips bruzeln, die vorher auf einer abenteuerlichen Maschine geshaped wurden – Alles das möchten wir nicht missen und nehmen die Strapazen dafür gerne in Kauf.

Chipsfabrik …

Apropos Selfie … Vor unserer Busfahrt hatten wir noch Zeit genug, uns im Tsunami Museum umzuschauen. Banda Aceh wurde 2004 während des Tsunamis am härtesten getroffen, da das Epizentrum des Bebens in unmittelbarer Nähe zur Küste gelegen war und die Bilder davon wurden mir direkt wieder vor Augen geführt – es ist unvorstellbar, welche Verwüstungen mit tausenden von Toten angerichtet wurden. In Banda Aceh gibt es jetzt noch ein riesiges Boot zu sehen, das kilometerweit ins Landesinnere gespült wurde.

Jeder Einzelne von Ihnen wollte ein Selfie …

Das Museum hat alle diese Vorkommnisse erschütternd mit wissenschaftlichen Ergänzungen aufgearbeitet. Bei all dieser Tragik bleibt uns auch in Erinnerung, dass wir neben den hunderten von Einheimischen die einzigen Europäer im Museum waren. Das führte schließlich dazu, dass wir selbst ungewollt zur Attraktion wurden. Eves Erscheinung (groß und blond, dazu unverschleiert – ich war nur lästiges Beiwerk, durfte aber auch mit aufs Bild) führte zu tuschelnden Teenis und wenn sich mal jemand traute und uns für ein Selfie ansprach, standen plötzlich alle Freunde und Freundinnen Schlange … so ging es die ganze Zeit. Ich glaube, ich habe jetzt auch das ‚Rote-Teppich-Lächeln‘ auf Knopfdruck drauf …

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Sumatra 2017

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Ketambe: 3.689960, 97.511200
Banda Aceh: 5.552850, 95.319300
Sibayak: 3.222860, 98.513700
Lake Toba: 2.583330, 98.833300
Bukit Lawang: 3.551910, 98.124300
Long Beach: 5.881993, 95.244577

Freddie – ein wunderbarer Gastgeber

Ein Beitrag von Eve

Zwischenzeitlich ist Rolfs Wunde soweit getrocknet, dass er sich ins Meer wagen kann. Während ich mich mit Taucherbrille und Schnorchel an den Dories & Co nicht sattsehen kann, mich auf der Plattform ausruhe und total begeistert diesen wunderbaren Blick auf die Insel und unser Resort genieße, versucht Rolf zu uns auf die Plattform zu schwimmen. Zu uns heißt, dass außer mir noch eine Deutsche mit mir auf der Plattform ist, mit der ich mich gerade über ihren Beruf und ihre Reiseplanung usw. austausche. Auch sie hat mit 66 Jahren mit ihrer Tochter den zweitägigen Dschungel-Trek geschafft und ist völlig begeistert, dass die Affendame ihre Hand genommen hat.

Wir beobachten Rolf, der scheinbar auf der Stelle schwimmt und immer weiter nach rechts abdriftet. Ich frage mich, ob er das noch schafft oder ob er meine Hilfe braucht. Während ich ihren Erzählungen lausche, behalte ich ihn im Blick. Er hebt seinen Kopf und ruft mir „Ich schaffe es nicht“ zu, was ich angesichts der Strömung gut nachvollziehen kann. Zum Glück schafft er es mit Mühe zurück ans Ufer, wenn auch mit einer kleinen Schramme. Das Herauskommen ist angesichts der Steine schon schwierig.

Blick von der Plattform auf unser Resort

Am späten Nachmittag bei Ebbe versuchen wir es noch ein letztes Mal. Ich hangele mich mit nackten Füßen über die Steine, während Rolf mit seinen Barfuß-Schuhen locker darüber geht. Mit der GoPro haben wir Spaß beim Filmen unter Wasser und auf der Plattform. So romantic! Unser letztes 4- Gänge Menü mit Tuna-Steaks übertrifft noch mal alle bisherigen Dinner. Unfassbar lecker! Mit unseren vier deutschen Backpackern, die wir kennen gelernt haben, hatten wir noch einen lustigen letzten Abend.

Fähre nach Banda Aceh

Um 6 Uhr klingelt am nächsten Morgen der Wecker. Los geht’s in’s nächste Abenteuer. Schließlich wissen wir nicht, wann und ob wir von Banda Aceh wegkommen. Unser Ziel ist Takengon oder Ketambe. Der Abschied von Freddie fällt mir so schwer, dass ich kaum ein Wort herausbekomme. Ich habe noch nie auf all meinen Reisen einen so rührseligen Gastgeber kennengelernt, der sich jeden Abend nach dem Wohl der Gäste erkundigt, der mit so viel Liebe dieses Resort betreibt und das allabendliche Dinner zaubert, der dir alles organisiert, was du brauchst, der einfach dein Wohlergehen in den Mittelpunkt stellt. Ein letztes Foto von uns Dreien, ein dicker Drücker, ein „travel safety“, ein Tränchen im Auge und los geht’s zur Fähre.

Zum Abschied noch ein Selfie mit Freddie …

Pulau Weh – ein Paradies

Ein Beitrag von Eve

Wer kennt schon Pulau Weh? Wahrscheinlich nur ein paar eingefleischte Taucher wissen von dieser Perle in der Andamensee im Norden Sumatras. Doch die Insel hat mehr zu bieten als ein paar Tauch- und Schnorchelspots. Schon bei der Anfahrt mit der Fähre habe ich mich in den Anblick verliebt. Diese üppige Natur, diese abgeschiedene Lage, die grünen Berge, das blaue weite Meer … nach ca. 30 min erreichen wir Freddies, der uns sehr freundlich empfängt. Als wir in unserem Bungalow den Ausblick auf das Meer gesehen haben, fallen wir uns erschöpft und glücklich in die Arme … genauso wollten wir es doch haben. Erst einmal ein Bier aus der Tasse, denn hier gelten die Scharia-Gesetze, d.h. Bier muss verdeckt sein, sonst muss der Besitzer Strafe bezahlen.

Hier am Sumur Tiga Beach kann man von einer Plattform aus wunderbar im türkisblauen Wasser schnorcheln, sich auf dieser ausruhen und das Paradies aus einer anderen Perspektive betrachten. 

Becak-Tour

Unser Guide, Saiful, lacht über’s ganze Gesicht, als wir einsteigen. Wir nehmen Platz im Seitenwagen und er braust direkt los. Während uns der Fahrtwind die Käppis vom Kopf weht, genießen wir den Ausblick auf das türkisblaue Meer zwischen dem saftigen Grün. Herrlich, das wird ein cooler Tag. Ganz schön steil hier … ein bisschen wie Achterbahn fahren. Unser erster Stopp ist ein Wasserfall, „Air Terjun Pria Laot“, den wir über einen Pfad und einigen Bachüberquerungen versuchen zu erreichen. Ich scheitere jedenfalls an einem schräg stehenden Brocken. Saiful lässt nichts aus, um mich doch noch darüber zu bewegen. Er hebt schwere Brocken aus, um mir eine gangbare Überquerung zu ermöglichen. Aber bei mir herrscht gerade die Panik davor, nicht wieder zurückkommen zu können. Der Schweiß läuft mir vor Angst und Hitze in die Augen. „Go with Rolf,“ wiederhole ich mehrfach kopfschüttelnd und seine Hand ausschlagend. Er zögert, mich hier hängen zu lassen, sieht dann ein, dass mit mir nicht mehr zu verhandeln war. 

Weiter geht’s dann an Panorama-Aussichten und an Affen am Straßenrand vorbei, durch kleine Dörfer und dichte Dschungelberge bis zu dem Denkmal „Kilometer Zero“, dem nördlichsten Teil des größten Inselreichs der Welt. Danach ist Indonesien zu Ende.

Der nächste Strandabschnitt bei Bixio entspricht absolut dem Klischee vom Traumstrand. Das Schnorcheln soll hier fantastisch sein … viele bunte Fische im türkisblauen Wasser … feiner Sand, ein paar wenige Hütten, nichts los. Bei den Apollo-Bungalows fragen wir mal nach … unfassbar, so nah am Strand, so chillig, traumhaft … 

Im Greenhouse-Restaurant in Iboih essen wir eine köstliche Nudelsuppe und quatschen mit 2 deutschen Jungs, die in der Hängematte abhängen, über das Reisen auf Sumatra, während die Hängematte des Einen vom Balken reißt. Plumps … no problem, wird gleich repariert. Die chillige Atmosphäre hier wird von Gitarrenklängen der Kellner und diversen Gerüchen noch verstärkt. Alle sind gut drauf!

Nach 1 Stunde düsen wir weiter zum Lumba Lumba-Beach in Gapang, wo sich alte Häuser neben luxuriösen Resorts aneinander reihen und das Meer wieder türkisfarben glitzert. Ich weiß, das haben wir schon gesagt. Auf dem Rückweg schauen wir uns noch die Hauptstadt „Sabang“ an, streifen einige Denkmäler, die hier vom 2. Weltkrieg noch zu sehen sind, fahren über den Sabang Hill mit Ausblick auf die gegenüberliegende Küste von Iboih.

Ein wunderschöner Trip geht langsam zu Ende. Noch ein paar Fotos und ein dickes Danke an Saiful.

Die Anreise …

ein Beitrag von Rolf

Ich wusste, dass ich mich auf Eves Spürnase für traumhafte Urlaubsorte verlassen kann, es übertraf sogar meine Erwartungen … Freddies Santai Sumurtiga auf Pulau Weh, eine kleine Insel nördlich von Sumatra, praktisch der nördlichste Teil Indonesiens. Ihre Gabe, immer wieder Paradiese ausfindig zu machen, zeigt sich spätestens dann, wenn auf dem letzten Flug nur noch ganz wenige Touristen gebucht sind und am Immigration-Schalter für „foreign countries“ nur wenige Einreisende stehen. Das erinnert mich an unsere erste gemeinsame Reise nach Sulawesi und meine Frage: „Warum müssen wir eigentlich dorthin reisen, wovon es keinen Reiseführer gibt?“

Dafür ist die Anreise auch immer etwas beschwerlicher. Flug von Düsseldorf über Dubai nach Kuala Lumpur mit kurzer Übernachtung. Am nächsten Morgen weiter nach Banda Aceh mit anschließender Höllenfahrt (Eve konnte nicht hinschauen und meine Hände fühlten sich auch irgendwie feuchter an) mit dem Taxi, um die Fähre noch rechtzeitig zu erreichen – es gelang. Jetzt nur noch eine kurze Fahrt zum Resort und wir waren am Ziel – nach 39 Stunden.

Aber es hat sich gelohnt. Unser Bungalow ist geradezu luxuriös ausgestattet, etwas erhöht direkt am Strand und vom Balkon können wir ins Meer spucken …

Freddie selbst ist ein Original. Sein 4-Gänge-Menü ist legendär und seine persönliche Ansprache davor auch. Jeder Gast wird persönlich begrüßt und nach seinem Tag und seinem Wohlbefinden gefragt. Der über 60jährige Freddie erklärt dann mit einer Begeisterung das international ausgerichtete abendliche Menü, dass den Gästen schon im Vorfeld der Mund wässrig wird. So sind wir nun gut verwöhnt – um nicht zu sagen „versaut“ – für alles andere, was uns hier in Sumatra noch begegnen wird. Seine südafrikanischen Wurzeln finden sich genauso wieder wie seine vielseitigen Reiseerfahrungen in den Küchen der Welt. Wir genießen die Zeit bei ihm.

Er kam seinerzeit als UN-Mitarbeiter nach dem Tsunami, der Banda Aceh am härtesten traf, zum Wiederaufbau nach Sumatra. Um sich von den grauenvollen Bildern zu erholen fuhr er nach Pulau Weh, verliebte sich in die Insel, baute dort einen Altersruhesitz, aus dem dann letztendlich ein Restaurant und einige Bungalows wurden – ein Paradies …

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Sumatra

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Sumatra: 5.809330, 95.298200

Teil 2: Slow Flow im Yoga-Retreat

Retreat heißt ja so viel „Rückzugs- oder Zufluchtsort“. So ein Retreat ist so eine Welt für sich. Neben den lichtdurchfluteten Übungshallen (Shala) hängen Yogamatten, stapeln sich Polster, Holzklötze und andere Hilfsmittel. In jeder Shala befindet sich neben dem Skelett auch eine Moderationstafel, ein kleiner Altar mit Räucherstäbchen und Blumenketten und gegen die Sonneneinstrahlung.  Zu dem Speisebereich gehören vier Open-Air-Spülen, an denen jeder sein Geschirr usw. selbst spült, denn viele Hände … Auch ein Kühlschrank kann von allen genutzt werden.

http://www.krantiyoga.com/

Die super Yogis, besonders die, die auch das Teacher Training absolvieren, machen den ganzen Tag außer essen und schlafen auch wirklich nichts Anderes. Übrigens kostet das vierwöchige Teacher Training um die 4500€, inclusive Unterkunft, Essen/Getränke und Unterricht. Für Indien ganz schön viel, oder? Wer es nicht ganz so intensiv betreiben möchte, bucht besser – so wie ich – Yoga-Holiday. Dann kannst du so viel bzw. wenig Yoga machen, wie du willst.

Kranti Yoga Retreat

Alles ist durchdrungen vom Yoga. Interessant ist, dass es Leute aus der ganzen Welt hier hin zieht. Yoga verbindet. Einige nehmen sogar den langen Weg mit enormer Zeitverschiebung aus den USA in Kauf, Andere kommen aus Italien, aus England, aus Irland, Rumänien Frankreich, Brasilien, Thailand, China … unfassbar viele Nationalitäten, wodurch die Unterhaltungen beim Essen wirklich lustig und interessant sind.

In jeder Szene gibt es ja bestimmte Normen, die mehr oder weniger sichtbar sind. Hier fällt mir bzgl. der Yoga-Mode auf, dass lange bunte Leggins der Renner sind. Dazu wird meistens ein bunter Sport-BH mit oder ohne Shirt getragen. Bei diesen klimatischen Bedingungen ist es mir ein Rätsel, wie die lange Hose auf die feuchte Haut gezogen wird. Nackte Beine sehe ich kaum, wenn, dann bei den Männern, die wirklich noch die kurzen Hosen aus den 80ern tragen. Teilweise schön anzuschauen. Natürlich gibt es unter den männlichen Yoga-Lehrern das ein oder andere Schnittchen, um das sich einige Frauen tummeln. Rastalocken, Pferdeschwanz, definierte Muskeln, braun gebrannt … tja, die müssen nun wirklich keinen großen Balztanz veranstalten. No drugs, no alcohol, no smoking heißt es hier auf vielen Schildern.  Alle trinken ayurvedischen Tee, je nach Typ Kappha, Dosha , Melonensaft oder Wasser. Zu Essen gibt es leckeres indisches vegetarisches und veganes Essen – was sonst 😉 … mit Linsen (Dhal), Curries mit viel Gemüse, Roti oder Naan. Wer Yoga macht, lebt sowieso gesund, ist diszipliniert, selbstreflektiert, ethisch korrekt, friedvoll und entspannt.

In den Pausen trifft man sich am W-Lan-Hotspot oder am Strand. Zum Resort gehören einige Liegen mit Polstern und Sonnenschirmen, alles schon etwas in die Jahre gekommen.

Die Unterkünfte liegen entweder im vorderen Teil, rund um die Rezeption und den Speise-Küchenbereich oder am Strand mit oder ohne Oceanview. Mein Zimmer im ersten Stock über der Ocean-Shalaq gefällt mir gut, klein aber fein, Balkon mit Wind und Hängesessel, sogar ein Schrank (mit Holzwürmern), ein großes Bett und ein relativ neues Moskitonetz. Dass der WC-Deckel nicht mehr hält und die Dusche kalt ist, stört mich nicht. Ich habe alles, was ich brauche.

Meine Experimente gehen weiter: Pranyama um 7:45 Uhr. Atmen … ich habe mir ehrlich gesagt noch nicht allzu viele Gedanken um’s Atmen gemacht. Ich lebe, also atme ich. Das ist wie mit dem Herzschlag, da denke ich doch auch nicht drüber nach. Aber jeder Atemzug ist ein Lebenszeichen und birgt die Möglichkeit, dieses Lebendigsein intensiv zu spüren. Mit meiner Hand auf dem Bauch spüre ich, wie er sich hebt und senkt. Die Rhythmen werden uns angesagt … dreimal ein … dreimal aus … oder einmal ein und dreimal aus … in den Brustkorb und mal in den Bauch … mal durch das eine dann durch dann andere Nasenloch … gemeinsam summen, singen wir die Mantras … der Atem fließt und ich fühle mich verbunden mit mir und meinem Körper, mit meiner Umgebung, mit den Yogis neben mir … wir alle atmen.

Jetzt verstehe ich auch, warum die Übungen so kompliziert sein müssen, so dass wir uns schon sehr konzentrieren müssen … auf einem Bein stehen, nach vorne beugen, rechtes Bein nach hinten schieben, Hände zum Namaste vor die Brust, Fixpunkt anvisieren, Spannung halten und das Atmen nicht vergessen. Das fordert uns so stark, dass wir keine Kapazitäten mehr frei haben, um an etwas Anderes zu denken. Du kannst nur im Hier und Jetzt sein, sonst würdest du umfallen. Unser Atemfluss gibt uns Energie. Wenn wir tief und ruhig atmen, kann uns nichts aus der Ruhe bringen. Bewusstes ruhiges und tiefes Durchatmen kann bereinigen, uns runterbringen, wenn wir uns aufregen. Unser Leben beginnt mit dem Einatmen und endet mit einem letzten Ausatmen, dazwischen liegt eine unbestimmte Zahl von Atemzügen.

Für mich ist das hier wie eine Reha, nur eben in Indien … nur dass ich sie selbst bezahle. Warum wird so etwas eigentlich nicht von den Kassen bezuschusst?  Wenn ich hier meinen strapazierten Rücken stärke, ist das förderlich für meine Gesundheit und meine Arbeitskraft. Das macht doch Sinn, oder? Genau, das wäre es doch … Ich verlängere auf drei Wochen … Antrag ist gestellt.

Die fixen Rituale sind eine große Hilfe, die Übungen täglich umzusetzen. Körper und Geist gewöhnen sich immer mehr an diesen Tagesablauf, so dass keine Schweinehunde mehr auftauchen.

Warum eigentlich Yoga in Indien?

Ja, das wurde ich vor meiner Reise das eine oder andere Mal gefragt. Geht auch in Köln, oder? Ja, was soll ich darauf bloß antworten. Blöde Frage, oder?

Ehrlich gesagt, habe ich in Köln nicht so viele Yogakurse besucht. Zudem ist Yoga am Strand bei über 30 Grad mit täglich über 10 Std. Sonne in Köln nicht zu finden. Da mich die Sonne und das Meer glücklich machen, ich mich im letzten Jahr in Indien verliebt habe, das indische Essen und das Kingfisher Bier mein Wohlbefinden weiter toppen und weil ich eine unbändige Lust habe, Neues zu entdecken und zu lernen … deswegen bin ich hier … und weil ich mich hier entspannen kann … das ist für mich eine kleine Auszeit, raus aus den Verpflichtungen im Alltag, weg von schulischen Aufgaben, die mich sonst zu Hause wieder zum Abarbeiten verführen würden. Hier kann ich das tun, was mir guttut: joggen, schreiben, lesen, nachdenken, Yoga üben, meditieren, mit Leuten aus der ganzen Welt quatschen, schlafen usw. Nach nun 5 Tagen spüre ich, wie die Verspannungen zunehmend verschwinden und sich stattdessen tiefe innere Ruhe und Glück einstellen … im Einklang mit mir selbst, ist ein treffender Ausdruck dafür.

In unserem (Bildungs-) System arbeiten wir viel zu viel, so dass wir den Off-Schalter nicht mehr finden. Hier beim Yoga kann ich ihn schon mal ölen, damit er keinen Rost ansetzt und im Alltag nicht wieder einrostet.

Da Yoga seine Wurzeln in Indien hat, versprechen ich mir, hier ein besonders authentisches Yoga erfahren zu können. Da ich kein Experte bin, kann ich das nur ganz subjektiv beurteilen. Die Yogalehrer*innen sind sehr aufmerksam und erfahren. Ich mag sie sehr, da sie so wohltuend wertschätzend, geduldig und friedlich sind.