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Der mit den Walhaien schnorchelt …

Der Abschluss unserer Reise steht an. Der Abschied von Cabilao Island wurde uns ziemlich schwer gemacht, da der Himmel endlich mal das Bedürfnis hatte, uns von seiner schönsten – der blauen Seite – zu zeigen. Als kleine Gehässigkeit gestaltete er aber unsere Überfahrt nach Cebu mit einem kleinen Touch von Abenteuer: Ein einige Tage zurückliegender Taifun hatte dafür gesorgt, dass sich unser Longboat durch riesige Wellenberge kämpfen musste und vier bis fünf Filippinos damit beschäftigt waren, das Boot im Gleichgewicht zu halten, indem sie in akrobatischer Art und Weise auf den Auslegern rumturnten und dabei wir menschliche Ballasttanks wirkten. Wir waren schließlich froh nach ca. 1 1/2 Stunden wieder festen Boden unter den Füßen zu haben (insbesondere Eve).

Eve hatte in ihrem Job als Reiseleiterin wieder ein (wie immer) glückliches Händchen bewiesen und uns ein kleines Resort in Alcoy für zwei Übernachtungen besorgt, mit einem traumhaften Blick von einer Anhöhe über die Bucht.

Am nächsten Tag das Highlight: Schnorcheln mit einem Rudel Walhaien, die in dieser großen Anzahl in ihrer natürlichen Umgebung nur selten so hautnah zu bestaunen sind. Das Projekt ist zwar sehr umstritten, da die Tiere angefüttert werden und doch einigem Stress ausgesetzt sind, da daraus mittlerweile eine richtige Tourismusindustrie entstanden ist. Auf der anderen Seite versuchen die Einheimischen den Tieren weitestgehend gerecht zu werden, indem sie die Tiere nur einen begrenzten Zeitraum füttern und man zu den Tieren nur mit Hilfe der kleinen Paddelboote kommt. Wir haben uns die Entscheidung auch nicht leicht gemacht und letztlich hat die Tatsache der »einmaligen Möglichkeit« uns die Bedenken über Bord werfen lassen …

Also sind wir mit dem Bus hin und fanden in der Tat eine bis ins kleinste Detail organisierte Veranstaltung vor. Nach einem kleinen Briefing wurden wir dann mit zwei Guides zu den Walhaien gerudert und mit unüberhörbarem Herzklopfen bin ich dann mit Brille, Schnorchel und Flossen ins Wasser und sah mich unmittelbar mit einem riesigen schwarzen Schatten konfrontiert, dem ich aber im wahrsten Sinne des Wortes »am Arsch vorbei ging« und der nur am Fressen von Shrimps interessiert war. Diese Tatsache ist auch letztendlich beruhigend, dass wir nicht zu ihrem Beuteschema passen, ihre riesigen Ausmaße und Schwanzflosse und die damit verbundene Kraft sind aber immer eine Gefahr und deswegen sollten wir auch immer genügend Abstand halten – aber das hat offensichtlich niemand den Tieren erzählt … 😉 In das Maul würde ich bequem quer reinpassen und 10 Meter Länge sind schon ein imposantes Ausmaß und nahm mir manchmal einfach die Luft …

Schade war nur, dass wir selbst keine Unterwasserkamera unser Eigen nennen, um das Erlebnis nicht nur im Kopf abzuspeichern. Später sollte sich herausstellen, dass man auch das hätte in Anspruch nehmen und für wenig Geld organisieren können, aber leider steht einem nur eine halbe Stunde zur Verfügung und dann war’s irgendwann zu spät für die Kamera – schade!

Wieder an Land angekommen, musste ich mich erst einmal um Eve kümmern, die untröstlich darüber war, nicht den Mut aufgebracht zu haben, ebenfalls mit den Tieren zu schnorcheln. Es tat mir in der Seele leid, sie so traurig zu sehen, aber letztlich war auch Eve hautnah bei den Tieren und ihr sind die Fotos, die wir machen konnten, zu verdanken.

Im Laufe des heutigen Tages werden wir uns dann in Richtung Cebu City bewegen, um Abend nach Manila zu fliegen und dort unsere letzte Nacht zu verbringen …

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Philippinen

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Siargao: 9.799381, 126.160903
Sabang: 10.200000, 118.916667
El Nido: 11.185138, 119.391174
Cabilao Island: 9.886445, 123.791424
Cebu: 9.563040, 123.415926

Cabilao Island, Teil 2

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Wir haben nicht nur einige, sondern unsere gesamten restlichen Tage auf Cabilao Island verbracht. Das Resort war einfach zu komfortabel, das Essen zu lecker, die Gastgeber zu fürsorglich, der Preis zu gut und die Zeit mit Timo und Daniel zu kurzweilig, als dass wir unsere Zelte hier vorzeitig hätten abbrechen sollen. Am Samstag geht unser Flug von Cebu zurück nach Manila, wo wir uns für eine Nacht in ein Luxushotel eingebucht haben. Freue mich schon darauf, als verschwitzte und müffelnde Backpacker in die Hotellobby einzulaufen und den gesamten sich anbietenden Komfort der Nobelherberge zu genießen.

Vorher werden wir aber hoffentlich noch ein Highlight erleben können. Morgen, Donnerstag wollen wir noch nach Oslob, einem Ort, wo es den Filippinos gelungen ist, Touristen die Möglichkeit zu geben, Walhaie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Das geht sogar soweit, dass man ins Wasser geht und mit den imposanten Tieren schwimmt – unvorstellbar, denn ich rede hier von Tieren, die bis zu 12 Meter lang werden können, aber sich gottlob von Kleinstlebewesen ernähren, zu denen ich hoffentlich ja nicht gehöre … Die ganze Sache ist natürlich höchst umstritten, da die Tiere angefüttert werden und die ganze Situation nicht unbedingt den Segen der Tierschützer genießt. Wir haben gestern Abend lange darüber diskutiert und uns letztendlich dafür entschieden, die Möglichkeit aufgrund ihrer Einzigartigkeit zu nutzen – auch wenn uns das schlechte Gewissen doch ein wenig quält.

Jetzt hoffen wir nur noch, dass wir Cabilao Island auch tatsächlich verlassen können, denn seit unserer Ankunft hier vor einer Woche tobt der Sturm bis zu 8 Beaufort und lässt die Fähren reihenweise ausfallen. Dieser dauerhafte Sturm geht uns mittlerweile auch ziemlich auf den Senkel, da er uns in der Nacht doch einige schlaflose Zeiten eingebracht hat und wir die Befürchtung hatten, unser Baumhaus würde weggeweht. Tagsüber lässt er uns die Zeit auch nur etwas eingeschränkt genießen, aber letztlich überwiegen doch noch die oben erwähnten Vorteile. Aber ein Tapetenwechsel ist auf jeden Fall angesagt …

Cabilao Island, Teil 1

Wir sind wieder im Paradies gelandet. Im Laufe unserer Reise haben wir so schöne Plätze kennen gelernt, dass wir uns nicht vorstellen konnten, dass es noch besser gehen könnte – aber es geht. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir zwischenzeitlich einen kleinen Reinfall erleben durften. Nach unserer Abreise von El Nido (diesmal nur 12 Stunden relaxtes Reisen) war unser nächstes Ziel Alona Beach auf Panglao, wo wir uns mit Timo und Daniel getroffen haben und einige Tage verbringen wollten. Daraus wurden aber nur zwei Tage, da wir uns sofort im falschen Film »sprich: Malle« fühlten. Verschmutzte Strände, eine Strandbar neben der anderen, permanentes Angequatsche, ob wir nicht dies und das unternehmen wollten, eine teure und schlechte Unterkunft, aber wenigstens eine hervorragende Massage direkt am Strand:

Kurz entschlossen haben wir unsere Zelte wieder abgebrochen und sind nach »Calibao Island« ins Polaris Beach & Dive Resort weiter gereist und es tat sich erneut das Paradies auf. Ein wunderschönes Resort mit Allem, was das Herz (jedenfalls meines) begehrt: Untergebracht in einem idyllischen Baumhaus in einem liebevoll gepflegten botanischen Garten mit jeder Menge Plätzen zum Verweilen (Hängematten, Pool, Strand, chilligen Liegeflächen, leckerem Essen und freundlichem und hilfsbereiten Menschen). Dazu kommt noch ein vorgelagertes Riff, an dem es sich wunderbar schnorcheln lässt.

Hier werden wir wohl einige unserer verbleibenden Tage verbringen …

Ich habe endlich den Schalter gefunden, um in unserem Reiseblog auch Kommentare zu hinterlassen OHNE irgendwo ein Profil zu haben, angemeldet oder „wasweißich“ zu sein … Wer also Lust hat – nur zu …

Fortsetzung folgt …

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Cabilao Island

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Cabilao Island 9.886445, 123.791424 zum Beitrag ...

 

Palawan Teil 2, El Nido

Das Nörgeln geht weiter … 😉

Nach einer Woche intensivster Regenfälle (obwohl erwartbar kann es einem auf’s Gemüt schlagen) wird uns heute (Sonntag) die Sonne die Seele küssen und genau an diesem Tag haben wir uns zum »Island-Hopping« angemeldet – eine weise Entscheidung. Hier auf den Dutzenden von vorgelagerten Inseln des Bacuit-Archipels gibt es überall zwischen den Felsformationen kleine Sandbuchten und Lagunen, in denen man wunderbar Schnorcheln kann und es gibt in El Nido auch jede Menge Veranstalter, die entsprechende Tagestouren mit Verpflegung anbieten. Das Boot wurde von unserem Vermieter besorgt (mittlerweile wohnen wir in einem sehr schönen Lodge Maculay direkt am Strand mit Blick auf das Archipel) und drei auch im Lodge wohnende Chinesen waren mit dabei.

Die erste Station war »Little Lagoon«, eine kleine Bucht, die nur schwimmend durch eine kleine Felsöffnung erreicht werden kann (daher gibt es davon keine Bilder, da eine Unterwasserkamera noch nicht zu unserem Equipment gehört). Taucherbrille an und rein ins klare Wasser. Um mich herum machte es ansonsten nicht so viel »Platsch« und ich wunderte mich, warum ich plötzlich umgeben war von lauter orangefarbenen Lifebelts. Die Erklärung: Die Asiaten um uns herum (in diesem Falle Chinesen, Koreaner und Japaner) können alle nicht schwimmen und trauten sich nur mit den Lifebelts ins Wasser. Es sah aus wie nach dem Untergang der Titanic: Überall kleine auf und ab hüpfende Rettungsinseln um mich herum, die teilweise sogar schwimmend von ihren Bootsmännern an der Leine hinter sich hergezogen wurden – ziemlich skurril.

Es ging weiter zur »Big Lagoon«, wo sich auch schon einige Boote tummelten (ich möchte nicht in der Hauptsaison hier sein). Hier gab es einen riesigen Grill, an dem immer 5-6 Bootsleute gleichzeitig ihre mitgebrachten frischen Fische und Fleisch brutzelten, um es anschließend mit Reis, frischen Salaten, frischem Obst und Soßen auf einem mitgebrachten Tisch nebst Tischdecke dekorativ zu servieren – ich sach nur: köstlich … und das Ganze in malerischer Ambiente.

Die letzte Etappe bildete dann die Insel »Shimitzu«, wo wir einen Schnorchelstop einlegten und ich die bunten Fischlein intensivst belästigte, da ich endlich meine Probleme mit den Nasennebenhöhlen, die bei mir immer voll Wasser laufen, sobald ich Brille und Schnorchel auf habe, in den Griff bekam, indem ich mir einfach die Nase permanent zuhalte. Ist zwar etwas lästig, da nur ein Arm zur Verfügung steht, aber Schmerzfreiheit bedeutet und mir das Wasser anschließend nicht stundenlang in Strömen aus der Nase läuft. Jetzt brauche ich mir nur noch eine Nasenklammer zu besorgen und dem unbeschwerten Schnorcheln steht nichts mehr im Wege – auch dank Timmy, der mir seine exzellente Brille zur Verfügung gestellt hat (Danke dafür!). In dem Zusammenhang auch ein Dankeschön an Eva, dank deren Brille Eve nur noch schnorchelnd im Meer anzutreffen ist.

Der ganze Tag war für uns ein richtiges Highlight und lies all die vergangenen verregneten Tage komplett in Vergessenheit geraten – Danke El Nido.

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El Nido

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El Nido 11.185138, 119.391174 zum Artikel ...

Fortsetzung folgt …

Basketball auf den Philippinen

Da machen wir uns Gedanken darüber, wie wir die Sohlen unserer Sportschuhe so dämpfen und die Gelenke belastbar stabilisieren können, damit keine Bänderverletzungen entstehen. Da werden die Turnhallen mit optimalen Schwingböden ausgestattet und die Basketballkörbe umklappbar, in der Höhe verstellbar, konstruiert und die Bälle immer optimal aufgeblasen bespielt … und dann komme ich nach Sabang auf Palawan und erleide schon alleine vom Zuschauen gefühlte drei Bänderrisse und zwei Kreuzbandverletzungen auf einmal … unfassbar!

Hier auf den Philippinen wird in jeder noch so kleinen Ansiedlung irgendetwas korbähnliches aus alten, meist angeschwemmten Brettern zusammengezimmert, an einen Baum genagelt und stundenlang darauf gespielt. Im optimalen Fall wird dann, wie in Sabang auf dem Dorfplatz, der bei uns höchstens die Meisterschaften der Crossbiker austragen könnte, ein ganzes Spielfeld daraus. Hier würde ich nicht mal drei Zentimeter (höher komme ich sowieso nicht mehr 😉 hoch springen wollen – vor lauter Angst umzuknicken. Das Ganze wird dann noch mit den hier üblichen Sportschuhen – den Flip-Flops – durchgeführt. Ein Schiedsrichter (ziemlich kleinlich pfeifend) gehörte dann auch noch dazu und ich stand nur staunend daneben, wie sich hier ein technisch hochwertiges Spiel entwickelte (ich kann’s beurteilen, schließlich leite ich bei uns die Basketball AG ;-), unterbrochen nur vom eintrudelnden Öffentlichen Verkehrsmittel – dem Jeepney – dass den Platz als Haltestelle benötigte.

Eigentlich unvorstellbar, dass die Philippinen bei dem Potential keine große Rolle im Weltbasketball spielen. Aber leider spielt die Körpergröße immer noch die entscheidende Rolle und solange sich drei Filippinos hinter einer Eve verstecken können 😉 und die Talentförderung hier eher unbekannt bleibt, wird sich daran auch nichts ändern – eigentlich schade …

Palawan Teil 1, Sabang

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Sabang

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Sabang 10.200000, 118.916667

Nach einer Woche Müßiggang mit viel Relaxen in der Hängematte, mit Erkunden von schönen Buchten mit dem Boot, mit dem Genießen von selbst zubereiteten Thunfischen, Marlins und Golddoraden auf einheimische Arten (also meist halbroh) und täglichen Dehn- und Fitnessübungen (nachdem mir Eve ein schlechtes Gewissen eingetrichtert hatte) stand die nächste Etappe auf unserer Trekkingtour auf den Philippinen an.

Dabei wurde aber erst einmal unsere geplante Reiseroute über Bord geschmissen und »Palawan« als nächstes Etappenziel auserkoren. Dieses hatten wir bei unseren ursprünglichen Planungen verworfen, da dort um diese Jahreszeit Hauptregenzeit ist. Nach Recherchen im Internet glaubte Eve aber zu wissen, das dem nicht so sei (was sich aber als totaler Irrtum herausstellen sollte – Sch… Wetter-Apps) und wir unbedingt dort hin müssten. Im Internet also schnell noch zwei Hin- und Rückflüge (damit wir wieder rechtzeitig zurück sind, um sich mit unseren Freunden »Daniel und Timo« auf »Panglao« zu treffen. Am nächsten Morgen um 4 Uhr ging es los und was dann auf uns zukam ist im Artikel »37 Stunden on the road« nachzulesen und mit Bildern dokumentiert.

Nachdem wir endlich in »Sabang« angekommen waren, hatten wir auch schnell einen Bungalow im »Dab Dab Beach Resort« gefunden und ehe wir uns versahen, schüttete es wie aus Kübeln und das sollte nicht die Ausnahme sein, sondern zur Regel werden – dazu noch die hohen Temparaturen, also eine hohe Luftfeuchtigkeit – immer wieder unterbrochen mit trockenen, nicht unbedingt sonnigen Phasen. So hatten wir und das nicht vorgestellt! Auch nicht vorstellen konnten wir uns, dass wir bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht einen weiteren Backpacker treffen wurden, obwohl dieses Land eigentlich dazu einlädt: nette Menschen, preiswertes Leben und eine phantastische Inselwelt. Die wenigen Vertreter der westlichen Spezies waren in der Regel männlicher Art und in Begleitung von meist zierlichen Frauen philippinischer Herkunft – irgendwie befremdlich. Über die Menschen hier kann ich bisher nur Positives berichten. Sie sind ausnahmslos freundlich, hilfsbereit und auch immer sehr interessiert daran, ob es uns bei ihnen gefällt, wo wir schon waren, wo es noch hingeht – mit anderen Worten: Wir sind begeistert von ihnen und tun nichts lieber, als immer dort hinzugehen, wo sie sich auch aufhalten, wie z.B. In den kleinen Garküchen, die sich meist in Bretterverschlägen befinden und für kleines Geld ein köstliches Essen zubereiten oder stundenlang im Jeepney auf Holzbänken eng beianandersitzend, froh darüber zu sein, dass sie nicht ganz so groß gewachsen sind.

Immer wieder ein Erlebnis sind die kleinen Fahrten mit dem klassischen Fortbewegungsmittel hier, den »Trycicles«, einer Mischung aus Motorrad mit Seitenwagen, eingebettet in einen Verschlag aus Metall, verziert bis zum geht nicht mehr, ein Ghettoblaster dröhnt auch irgendwoher und transportiert wird Alles, was kreucht und fleucht und besonders gerne Sperrgut, wozu wir in unseren Gefilden einen Sattelschlepper bei einer Spedition anfordern würden und all dies für ganz kleines Geld.

Neben sintflutartigen Regenfällen gab es hier aber noch einiges Positive, wie einen Nationalpark, den es mittels einer Tour mit dem Kanu durch eine Mangroven-Landschaft und einer Tour mit dem gleichen Fortbewegungsmittel auf einem kilometerlangen unterirdischen Fluß durch eine faszinierende Landschaft aus Tropfsteinhöhlen, zu erkunden gab.

Es gab Interessantes zu erfahren bei unserer Tour durch die Mangrovenlandschaft und ihrer Relevanz für die Populationen im Meer. So sind die Mangroven hier die Kinderstube für unzählige Fischarten auf den Philippinen und daneben tummelt sich noch einiges an Reptilien und Schalentieren, die einen unschätzbaren Wert für das Ökosystem der Region darstellen.

Am nächsten Tag dann eine weitere Kanutour auf dem »Underground-River« im Nationalpark durch eine bizarre Tropfsteinhöhlen-Landschaft, die bis zu acht Kilometer ins Landesinnere reicht, mit den Kanus aber nur ca. 1,5 Kilometer befahren werden kann, der Rest nur mit Höhlen- und Taucherequipment. Das Ganze war ziemlich beeindruckend – ich möchte es aber nicht in der Hauptsaison erleben, denn schon jetzt gab es leichten Stau mit den Kanus auf dem Weg in die Höhle.

Am Nachmittag dann Aufbruch zum nächsten Etappenziel: »El Nido« an der Nordspitze Palawans – zu erreichen in ca. 7 Stunden mit dem Van, was sich komfortabler anhört, als es letztlich wirklich war.

Es hört sich immer etwas nörgelig an, wenn ich von den Anreisen schreibe. Es ist zwar anstrengend, aber auch genau die Art von Reisen, die wir mögen und die es uns ermöglicht, Land und Leute näher kennen zu lernen.

Das Nörgeln wird demnächst fortgesetzt 😉 …

37 Stunden on the road …

37 Stunden »on the road«:

bestehend aus 12 Std. auf 3 verschiedenen Fähren, Formalitäten im »Immigration Office« (es erinnerte mich sehr an den Film »der Pate« mit Marlon Brando, wie er so hinter dem Schreibtisch thronte. Fürs Foto hat er sich extra sein Uniformhemd angezogen), 3 Std. mit dem »Trycicle« (Moped mit Beiwagen, bei dem Eve’s rechte Pobacke immer zu Stabilisierungszwecken gebraucht wurde) durch eine Stadt, in der es 3000 von denen gibt, um einen funktionierenden Geldautomaten zu finden (ohne Erfolg).

Bevor ich’s vergesse: wir mussten unseren kompletten Anreiseplan über den Haufen schmeißen, da eine Fähre ausfiel, wir aber den Flieger kriegen mussten. Geplant war, nach den erledigten Formalitäten in Surigao die Fähre nach Cebu zu nehmen, um dort in den Flieger zu steigen. Die einzig mögliche Fähre wurde aber ersatzlos gestrichen (was hier nichts ungewöhnliches ist).

Jetzt war guter Rat teuer – es gab nur eine Alternative und die ließ zeitlich nicht viel Spielraum: mit dem »Trycicle« zum 10 km entfernten Fährhafen in »Lipata« und das ist nicht wirklich lustig. Bei jeder kleineren Steigung stand der Rasenmähermotor kurz vor’m Exitus und mein Vorschlag, bergauf ein bißchen anschieben zu wollen, lehnte er entrüstet ab.

Jedenfalls schafften wir es rechtzeitig, die Fähre zu bekommen. Nach der Ankunft in »Liloan« mussten wir ein Transportmittel finden, um nach »Bato« zu kommen, in der Hoffnung, dort eine Nachtfähre zu erreichen, die uns in Cebu den Flieger erreichen lassen konnte. Es war letztlich ein »Jeepney«, der uns nach Bato bringen sollte – ein grellbuntes abenteuerliches Gefährt, das seinen Ursprung in den von GI’S zurückgelassenen Jeeps aus dem 2. Weltkrieg hat. Diese Fahrzeuge sind die öffentlichen Transportmittel für den Fernverkehr und transportieren Alles: Post, Pakete, Menschen, Tiere, Hausrat, Warenlieferungen für jegliche Kioske und dafür begleiten neben dem Fahrer noch zwei weitere, meist jüngere Filippinos, die Busse und turnen während der Fahrt mehr auf dem Dach oder der Kühlerhaube herum, um permanent Gepäckstücke o.ä. auf- oder abzuladen und gleichzeitig noch zu kassieren. Angehalten wird durch heftiges Klopfen gegen das Wagendach. Erst während der Fahrt und mit Hilfe Randys, einem einheimischen überaus hilfsbereiten Pfarrers, bekamen wir die Info, dass es wohl klappen würde und auch tat.

Also Fähre mit Kabine gebucht in der mir die Klimaanlage ziemlich auf den Senkel ging und wir gefroren haben wie ein Hund ohne Fell. Am Morgen in »Puerta Princesa« dann per Taxi zum Busterminal und dann wieder mit dem »Jeepney« zu unserem Ziel, dem Ort »Sabang« im Nordwesten von Palawan. Der Rest setzte sich dann aus diversen Wartezeiten zusammen und zum Schluss sieht man dann so entspannt aus, wie auf dem Bild – das nenne ich dann mal entspanntes Reisen …

Noch’n paar Impressionen zum »entspannten Reisen«: Luxussitze auf der Fähre, das Motto »no fear« (warum wohl?) direkt auf den Jeepney lackiert, Essen auf Räder während der Busfahrt und die Standardversion des »Trycicle« …

Fortsetzung folgt …

Siargao Inn Beach Resort

Es gibt hier so viele Dinge, die uns begeistern: An unserem ersten Tag – wir hatten inzwischen Bekanntschaft mit einem australischen Pärchen gemacht – stand er mit einem gerade erworbenen Thunfisch vor uns, ging in die Küche und kam einige Zeit später mit einem Teller dünn geschnittenen, rohen Thunfisch nebst den dazu gehörenden Salsas zurück und ließ uns an dieser Sushi-Leckerei teilhaben – war leider nichts für Eve (roher Fisch ist nicht jedermanns Geschmack – ich liebe so etwas). Das Tolle: So ein ganzer Thunfisch (mindestens zwei Kilo) kostet hier gerade mal 250 Pesos (ca. 5€). Das werden wir sicherlich noch auskosten und uns hier in der Küche saftige Thunfischsteaks grillen lassen, was die hier mit Freude kostenlos erledigen.

Den gestrigen Tag verbrachten wir bei traumhaftem Wetter (ansonsten ist es hier sehr wechselhaft mit gelegentlichen heftigen Regenfällen) auf einer Bootstour zu einigen kleinen Inseln (von denen gibt’s auf den Philippinen ca. 7500 !!). Für Eve eine kleine Herausforderung ob ihrer Vorgeschichte mit dem gekenterten Longboat vom letzten Jahr, was sie aber mit Leichtigkeit meisterte.

Wir waren mit einer Gruppe Australier (mit unserem Schulenglisch kommen wir da nicht weit – deren Slang bereitet uns doch einige Probleme) unterwegs und konnten herrliche Strände, pisswarmes Wasser (mir ist das ehrlich gesagt zu warm, selbst Eve) und dazu ein köstliches Lunch mit eiskaltem Bier, Salat mit rohem Fisch (mmmmh …) und einem komplett gegrillten Thunfisch (nochmal mmmmh …), den zehn Personen nicht schafften, genießen … und das Ganze für umgerechnet 20€ (für uns beide). Abends dann mit dem hier üblichen Transportmittel – einem Motorrad-Taxi mit bis zu vier Personen auf der Sitzbank – zurück.

Der Spruch des Tages: She’s so sexy …
Die Aussage aller Filippinos hier im Resort über Eve

Auch im Paradies regnet es mal – wobei „mal“ leicht untertrieben ist …

… und endlich angekommen

30 Stunden Anreise liegen hinter uns – aber es hat sich gelohnt: Das erste ( und bisher einzige, das wir fest gebucht haben) entspricht Voll und Ganz unseren Erwartungen. Ein kleines Resort, umgeben von Palmen, mit nur einem halben Dutzend Bambushütten, die für unsere Bedürfnisse perfekt ausgestattet sind, mit Strom rund um die Uhr und WiFi ( wichtig für mein Mitteilungsbedürfnis ), direkt am Strand gelegen und jeder Menge Filippinos, die uns mit offenen Armen empfangen haben.

Die lange Anreise ( 18 Std. Flug, 12 Std. Wartezeiten in Abu Dhabi, Manila und Cebu ), dazu noch 6 Std. Zeitverschiebung, wenig Schlaf haben uns mehr zu schaffen gemacht als gedacht. Das letzte Teilstück auf die kleine Insel Siargao kam noch als Abenteuer hinzu. Beim Checkin mussten wir samt Gepäck auf die Waage und die Gründe zeigten sich, als wir die kleine Propellermaschine, ihr Alter und später die winzige Landepiste mitten im Urwald registrierten.

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Bei der üblichen Einweisung an Bord legte die Stewardess uns nahe, bei Bedarf die Sauerstoffmasken mit einem spitzen Gegenstand aus ihrem Versteck zu lösen … !! Bei der Landung übte sich der Pilot im Dreisprung ( brauchte wohl noch die Norm für Olympia ) und kam 10 Meter vor dem Ende der Piste zum stehen – durchatmen war angesagt. Dafür empfing man uns an der Gangway mit Sonnenschirmen ( damit wir wohl letztendlich per Sonnenstich nicht doch noch kollabierten ).

Den Ankunftstag brauchten wir also, um wieder Herr unserer Sinne zu werden, mit ’nem eiskalten San Miguel an der Bar und viel Schlaf. Mit dem heutigen Tag haben wir dann hoffentlich wieder unseren Lebensrhythmus gefunden und können Eve’s Geburtstag in vollen Zügen genießen – und ich alte Trantüte habe ihr Geschenk Zuhause vergessen … 🙁

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Siargao

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Siargao 9.799381, 126.160903