Nachdem wir die letzte Nacht auf einem Stellplatz in Ulm verbracht haben, ist unsere erste Station der Faaker See. Strandcamping Gruber, direkt am See gelegen, sehr komfortabel, aber auch sehr gut besucht. Wir nutzen die gute Infrastruktur, das gute Restaurant, die leckere Pizza.
Faaker See
Eve nutzt natürlich den Nachmittag für eine allererste Tour mit ihrem neuen Rad für eine Seeumrundung – sie ist nicht zu bremsen!
Statt Soča ins Vipava Tal
Eigentlich haben wir vier Tage im Soča Kamp eingeplant – auch bereits reserviert. Die Wetterprognosen verheißen aber nix Gutes. Wir planen um. Reservierung stornieren läuft ohne Probleme und wir machen uns über Italien (inkl. Caffè und Brioche – hach … wie ich das liebe) in den Süden Richtung Monfalcone auf. Das Agricampeggio Dolcine ist unser Ziel, wo ich bereits beim Carso-Trail meine Zelte aufgebaut hatte. Je näher wir kommen, desto höher steigen die Temperaturen – die Sonne lacht.
Die Tatsache, dass dort keine sanitären Einrichtungen zur Verfügung stehen, erzeugt bei Eve ein Stirnrunzeln (das komplett Autarke ist noch nicht ihr Ding) und für mich den Vorschlag, die paar Kilometer weiter nach Slowenien ins Kamp David zu fahren. Auch einer meiner Destinationen während des Trails. Gesagt … getan.
Ein kleiner, wunderschöner Platz. Während ich neue Bremsbeläge auf mein MTB packe (was in die Hose ging, wie sich später herausstellte), nutzt Eve sofort wieder die Gelegenheit, ihr neues Rad zu einer kleinen Spritztour in Gang zu bringen – sie macht mich fertig mit ihrem Aktivismus.
Abends kochen wir Pasta und ich lasse den Abend beim EM-Spiel ausklingen.
Sightseeing und Absaufen beim Radeln
Dusselig wie ich bin, habe ich die Bremsbeläge bei meinem MTB falsch eingebaut – was mir dann bei unserem ersten Ausritt drastisch unter die Nase gerieben wird – meine Bremsen ächzen und stöhnen, dass sich die Hasen auf dem Feld schleunigst vom Acker machen.
Darum hat uns heute der erste Weg in einen Velo-Shop hier in der Nähe geführt. Grinsend hat er mich auf meinem Fauxpas hingewiesen – die Schamesröte steigt mir ins Gesicht.
Nach 15 Minuten war alles erledigt. Ich um eine Erfahrung reicher und 12 Euro ärmer und mein Cube für weitere Schandtaten bereit.
Es liegt auf dem Weg zurück ins Kamp David und ist sehenswert – das Dorf Vipavski Kriz. Zu dieser Zeit sind noch keine Touristen da. Wir sind alleine, schlendern durch das wirklich malerische Dorf, schießen Fotos, genehmigen uns einen Cappuccino und kaufen lokalen Käse und einheimisches Olivenöl – hach, wie wir das lieben.
Den Nachmittag wollen wir für eine MTB-Tour nutzen, die bei Sonnenschein startet und nach einer Stunde vom Unwetter unterbrochen wird. Wir sind drei Stunden unterwegs. Von denen fahren wir wir aber nur 90 Minuten. Der Rest ist Unterschlupf suchen gegen die Wassermassen, die über uns ausgeschüttet werden. Im Gegensatz zu Eve habe ich eine Regenjacke dabei – Eve nur ein Top. Ich mach mir Sorgen, aber immerhin ist es nicht kalt.
Sie steht es tapfer durch. Und ist begeistert von ihrem neuen Bike und findet immer mehr Gefallen daran, kleine Flußläufe radelnd zu queren. Dieselben Querungen haben sich allerdings auf dem Rückweg in reißende Bäche verwandelt … wir müssen Umwege fahren. Schaffen es aber heil ins Kamp und sind froh, das gut überstanden zu haben.
Rumfahren und Weinprobe
Heute haben wir uns von Kamp David verabschiedet, sind ein bisschen rumgefahren, haben Sightseeing gemacht, an der Soča relaxt, versucht das Bier bei 30 Grad wieder auszuschwitzen, um dann im Weingut Lepa Vida einzuchecken und unsere Geschmacksknospen auf die Weinprobe am Abend vorzubereiten.
Die acht Weine in Kombination mit der Vorlesung auf Englisch fordern uns gehörig heraus. Sehr engagiert und begeistert erzählt uns der Vinemaker die Geschichte Sloweniens, erklärt uns die klimatischen Bedingungen und stellt uns die Rebsorten des Vipava-Tals vor.
Nach der achten Degustation bekommen wir die ersten Probleme (hicks) mit der Erinnerung an die von uns bevorzugten Rebsorte – auch wenn das Ganze kulinarisch mit lokalen Köstlichkeiten begleitet wird. Egal – wir erinnern uns – und kaufen ein paar Flaschen.
Und sind glücklich, dass wir unseren Max in Verlängerung der Ausgangstür geparkt haben – weiter wäre schwierig geworden.
Der nächste Morgen beginnt etwas später und wir machen uns in Richtung Küste auf …
20 Jahre lang hat sich kein Auto o.ä. mehr in meinem Besitz befunden – es bestand auch keine Notwendigkeit mehr dafür. Den Weg in die Schule habe ich Tag für Tag mit dem Rad zurückgelegt, in der Stadt sowieso und Bahnfahren war ja auch mal angenehmer. Und für die besonderen Anlässe gibt es hier in Köln auch das Carsharing.
Und gereist sind Eve und ich – wenn wir nicht als Backpacker unterwegs waren – mit dem Rad. Radreisen … am Liebsten über die Alpen Richtung Mittelmeer, mit Sack und Pack, Zelt und Co., die Via Claudia, den Dolomiten-Radweg, den Alpe-Adria und, und, und … Dabei war mein damaliger (bevor ich Eve kennenlernte) Radesel nur dazu gedacht, mich von Kneipe A nach Kneipe B zu transportieren.
Immerhin hat dieses Rad noch ausgereicht, unsere erste Radreise in Kampanien in Angriff zu nehmen. Aber dann … gleich mehrere Räder müssen sich mittlerweile ihr zuhause mit mir teilen, vom ganzen Equipment rund ums Radreisen ganz zu schweigen.
Die Veränderung …
Die Veränderung: der Max, ein Camper auf Sprinter-Basis
Nachdem Eve und ich unseren Traum von einem gemeinsamen Sabbatical erfüllen konnten, haben wir die Träumerei einfach fortgesetzt. Das Resultat war ein Camper, mit dem wir autark in Europa unterwegs sein können, den Winter im Süden verbringen und ob es auf andere Kontinente geht – wer weiß?
Drei Jahre haben wir gewartet – dann war er da, der „Max“ der Firma Flowcamper. Damit uns die Wartezeit nicht zu lange wird, haben wir das letzte Jahr bis zur Auslieferung mit „Frieda“, ebenfalls von Flowcamper, verbracht.
Das hat zu der oben erwähnten eigentlichen Veränderung geführt. Radreisen steht nicht mehr so im Mittelpunkt. Wir haben unsere Räder zwar immer dabei, wenn wir mit dem Camper unterwegs sind, aber sie stehen nicht mehr im Mittelpunkt. Touren mit dem Rad an den Orten, wo wir stehen, sind immer noch geliebte Aktivitäten, aber das Reisen von A nach B über mehrere Wochen ist weggefallen. Das fehlt mir, aber ich habe eine Möglichkeit gefunden, diese Entzugserscheinungen zu mildern: Gravel-Events im Bikepacking-Modus.
So kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Artikels (die Einleitung dahin ist wohl etwas lang geraten): Dem Veneto Gravel, einem Bikepacking-Event in Venetien mit Start und Ziel in Bassano del Grappa.
Ja, Italien ist immer wieder mein Sehnsuchtsort. Ein Land, das meinen Lebensweg so intensiv wie kein anderes begleitet. Ob zum Windsurfen, zum Arbeiten (der Link führt zu meiner alten HTML-Seite), zum Radreisen zu Gravel-Events wie den Toskana Trail oder wie in diesem Fall den Veneto Gravel …
So wie im letzten Jahr (hat etwas gedauert, bis ich mich hier ans Schreiben gesetzt habe) beim Veneto Gravel. Da aber noch mit dem Bulli. Mit einem – wie ich finde – perfekten Verlauf. Einige Tage vor dem Start zur Gewöhnung ans „dolce vita“ schon hinfahren, dann die Herausforderung des „unsupported bike adventure“ (nur Ankommen zählt) meistern, um anschließend das Ganze beim Abgewöhnen des „dolce vita“ ausklingen zu lassen – perfekter Plan, oder??
So werde ich es auch in diesem Jahr wieder machen. Im April beim Vento Gravel und im Mai beim CarsoTrail. einem Gravel-Event an der italienisch-slowenischen Grenze.
Jetzt aber zum Event im letzten Jahr, dem Veneto Gravel. Ein Abenteuer, das mich an meine Grenzen gebracht hat, aber auch umso glücklicher, als ich es dann geschafft habe.
Die Eingewöhnung …
Ist schon Luxus, wenn man das ganze Equipment, das einem zur Verfügung steht, einfach in den Bulli packt und dann vor Ort erst die endgültige Auswahl trifft. Der Campingplatz Santa Felicita in der Nähe von Bassano, klein und wunderschön gelegen, gibt mir die Möglichkeit den Bulli auch während des Events dort stehen zu lassen, um mich anschließend noch „abzugewöhnen“!
Ich genieße das dolce vita, die Sonne, die Köstlichkeiten, lerne nette Leute kennen (vorwiegend Paraglider), teste das Equipment und entschließe mich dazu, nur ein kleines Tarp zum Übernachten auf Tour mitzunehmen.
Das Event …
Freitag ist Anmeldetag. Ich radele schon früh hin, hat aber nichts geholfen – es ist voll … Über 1200 Teilnehmer sollten es letztendlich werden. Da aber sowohl Freitag, als auch Samstag gestartet werden konnte, verteilt sich das Ganze schon früh nach dem Start, wie es sich später herausstellt. Ich bekomme mein Starterpaket und radele wieder zurück, mache mein Bombtrack einsatzbereit und gehe früh ins Bett.
Gepackt und abfahrbereit
Am frühen Morgen noch einen letzten Caffè mit Frieda, bevor ich die zehn Kilometer zum Start radele, mich in die Startliste eintrage, in dem Tohawabohu ohne Erfolg nach bekannten Gesichtern schaue und ziemlich aufgeregt auf die Strecke gehe.
Es dauert nicht lange und ich treffe nur hin und wieder eine*n Mitfahrer*in, der oder die sich aber nicht lange in meinem Sichtfeld aufhalten, da ich immer ein eher langsameres Tempo einschlage und versuche, mein Tempo zu finden – langsam in den Flow komme und zufrieden mit meinem Alleinsein bin – so mag ich es. Von den drei möglichen Strecken habe ich mir die Lago-Variante ausgesucht, die über Verona zum Gardasee und dann im Bogen über Padua wieder nach Bassano führt. Die ursprünglich geplante Route, die zusätzlich noch über Venedig führt (730 km) habe ich mir nicht so richtig zugetraut. Es ist das Besondere an diesen Veranstaltungen. Du bekommst die Strecke als GPX-Datei, es gibt kein Zeitlimit, du organisierst deine Übernachtung und die Verpflegung unterwegs selber und willst nur irgendwann diese Herausforderung gemeistert haben und am Ziel ankommen – that’s it!
Auf dem Weg dahin wird’s anstrengend …
Ein Grund, warum ich so gerne in Italien unterwegs bin, ist die Möglichkeit schon am frühen Morgen mit dem Notwendigsten versorgt zu werden – einem Caffè. Und auch im Laufe des Tages bereitet es keinerlei Probleme, von der „cucina italiana“ bestens versorgt zu werden.
Mit einem Panino mit Porchetta z.B. …
Panino mit Porchetta – ich liebe es
110 km habe ich mittlerweile in den Beinen und keine große Lust mehr, den perfekten Schlafplatz zu suchen. Etwas versteckt finde ich in einem Weinberg ein Plätzchen für Isomatte und Schlafsack. Das Tarp spare ich mir – dachte ich – ein Fehler. Ich werde am nächsten Morgen wach und alles ist patschnass – also so richtig „patsch“! Der Schlafsack (Daune!!), die Matte, die Klamotten … Alles! Im April sollte man die Feuchtigkeit in der Nacht nicht unterschätzen.
Meine Laune dementsprechend …
Meine Begeisterung hält sich in Grenzen
Egal … weiter geht’s. ich packe die nassen Klamotten zusammen in der Hoffnung, sie im Laufe des Tages in der Sonne trocknen zu können. Aber erstmal ’nen Caffè mit ’nem Brioche. Dafür muss man in den hiesigen Gefilden nicht lange radeln – selbst um 6 Uhr nicht. Es entwickelt sich schnell ein nettes Gespräch mit den lokalen Barbesuchern, spätestens nachdem ich das zweite Gedeck bestellt habe. Und auch meine morgendliche Sprachhemmung, gepaart mit mieser Laune, entwickelt sich dabei zum Besseren. Endgültig beim Euphorischen angelangt bin ich, als die Sonne über die Landschaft blickt und mir die Möglichkeit gibt, die Klamotten zum Trocknen aufzuhängen …
Nächstes Ziel ist Verona. Über 10 Jahre ist es her, dass Eve und ich bei unserer ersten Alpenüberquerung auf der Via Claudia hier Station gemacht haben. Die Organisatoren haben die Route durch alle touristischen Highlights geführt. Ich bin froh, als ich da wieder raus bin und den Gardasee als nächstes Ziel vor Augen habe. Es geht entlang des Sees bis zur Südspitze nach Peschiera del Garda, wo es den nächsten Checkpoint geben soll, den ich aber nicht finde (es ging nicht nur mir so). Egal … ist mir wurscht, ich radele weiter, will auch nur weg vom Trubel.
Es geht entlang des Flusses Mincio an der Grenze zur Lombardei. Die e-Bike-Dichte hier in der Nähe zum Gardasee ist enorm, aber je mehr ich von ihm entferne, desto weniger wird es und vor allem einsamer – wie schön.
Ich mache mir Gedanken zum Nachtquartier. Nach der Erfahrung der letzten Nacht entschließe ich mich, einen Campingplatz anzusteuern. Ich finde den Agricampeggio a Borghetto sul Mincio und da die Wettervorhersage für die Nacht eher mies ist, nutze ich einen Unterstand für die Nacht. Es stellt sich als genau die richtige Entscheidung heraus – es schüttet die ganze Nacht.
Mein Quartier für die zweite Nacht
Am nächsten Morgen scheint doch glatt die Sonne. Ich bin irritiert – die nächste Bar hat noch nicht geöffnet, der existenzielle Cappuccino mit Brioche am Morgen rückt in weite Ferne … also weiterrradeln, das wird schon. Aber ich bin in einer verschlafenen Gegend unterwegs und es dauert etwas bis zum so gewünschten Lebenselixier.
Der erste Cappuccino lässt meine Lebensgeister erwachen und ich komme wieder in meinen Flow, hin und wieder einen Fotostop. Von den über 1200 TeilnehmerInnen gibt es doch tatsächlich hin und wieder Eine(n), der/die mich überholt. Bin ich doch davon ausgegangen, dass da hinter mir nicht mehr viel kommen kann. So bin ich jedenfalls sicher, auf der richtigen Route zu sein.
Plötzlich wird mir bewusst, dass ich hier schonmal mit dem Rad unterwegs war – gemeinsam mit Eve auf unserer Dolomiten-Tour 2014, die uns bis nach Umbrien zum Lago di Trasimeno geführt hat. Und ein Campingplatz, auf dem wir unser Zelt aufgeschlagen haben, war auch nur noch 20 km entfernt – also warum nicht die Erinnerung auffrischen. Zumal am Horizont ausgesprochen dunkle Wolken aufziehen. Die Wetter-App sagt Starkregen voraus und ich trete in die Pedale, um es rechtzeitig dahin zu schaffen – vergeblich.
Es erwischt mich voll. Innerhalb kürzester Zeit sind die Schlaglöcher und die Schotterpiste ein einzige Wasserfläche, ich erkenne nichts mehr und versuche irgendwie, nicht in der Horizontalen zu landen. Völlig durchnässt finde ich den Agriturismo Alba (was schwierig genug war) und da klar ist, dass im Freien übernachten keine Option sein wird, frage ich ein Zimmer an – aber alles ausgebucht. Der mich etwas mitleidig anschauende Besitzer hilft mir bei der Suche nach einer Unterkunft in Este, dem nächstgelegenen Ort – und wird fündig … das Hotel Beatrice. Super – da komme ich gerade her, und es schüttet weiterhin. Nützt ja nichts – da muss ich durch – 5 Kilometer patsch-patsch.
Triefend vor Nässe schiebe ich mein total verdrecktes Rad durch die Empfangshalle, treffe an der Rezeption auf einen sehr emphatischen Empfangschef, der mich freundlich empfängt, meinem Rad ein trockenes Plätzchen im Hinterzimmer gibt und mir ein komfortables Einzelzimmer – ich bin begeistert. Das Zimmer inklusive Bad wird als Trockenkammer umfunktioniert, bis kein freies Plätzchen mehr übrig ist.
Eine ruhige Nacht, ein gigantisches Frühstücksbuffet erzeugen ein zufriedenes Grinsen – bis ich nach draußen schaue – es schüttet weiterhin. Ich will aber am Abend wieder am Ziel in Bassano ankommen. Es hilft nix – ich muss raus.
80 Kilometer liegen vor mir – es zieht sich. Mein Po macht sich auch bemerkbar. Ich bin nicht so ganz zufrieden mit mein Vaude-Bip, da muss ’ne Neue her. Aber die Laune wird besser, der Regen lässt nach und sogar der eine oder andere blaue Himmelsabschnitt lugt hervor. Das Ziel vor Augen komme ich wieder in meinen Flow, so sehr, dass ich vergesse, Fotos zu machen. Ich will irgendwie einfach nur ankommen – es gelingt mir. Automatisch steuere ich den Startpunkt an und bin irritiert. Da ist niemand. Ein Blick auf den Streckenplan zeigt mir: Du bist an der falschen Stelle. Es fängt wieder an zu regnen, aber die letzen Kilometer zum richtigen Ziel schaffe ich noch einigermaßen im Trockenen.
Es empfängt mich ausgelassener Trubel, der Eintrag in die Ankunftsliste, ein kostenloses Abendessen und natürlich das obligatorische Zielfoto – ich bin glücklich!!!
Die Entspannung …
Ich radele die zehn Kilometer zurück zu Frieda, werde freudig von den Nachbarn begrüßt, gratuliert, richte mich wieder ein und genieße ein Moretti.
Nicht nur das genieße ich, auch die folgenden entspannten Tage hier bei dolce vita, der cucina italiana, den Besuch auf dem Mercato mit dem obligatorischen Einkauf praktischen Küchenzubehörs, einem köstlichen pollo arrosto, überhaupt bella Italia.
Diese Kombination mit der frühzeitigen Anreise, der Teilnahme an dem Event und den anschließenden entspannten Tagen in Kombination mit dem Camper wird keine einmalige Geschichte bleiben … demnächst mehr in diesem Theater.
Eigentlich brauche ich keinen Anstoß, um der Insel Elba einen Besuch abzustatten. Aber Eve und ich haben den August in Skandinavien verbracht. Kaum zurück, ging es mit Freunden eine Woche in den Vorarlberg zum Radeln und kaum zuhause sollte ich mich wieder auf den Weg machen?
Aber Christian war hartnäckig. Wir kennen uns seit meiner Zeit als Reiseleiter auf Elba Ende der 80er, Anfang der 90er, in denen er jedes Jahr (auch mehrfach) als Gast meines damaligen Arbeitgebers, dem Reiseveranstalter „S&L Aktiv-Reisen“ zugegen war.
Wir hatten uns danach zwar aus den Augen verloren, aber Dank der sozialen Medien und auch meiner Artikel auf der mittlerweile doch sehr veralteten Webseite (Ich hatte mir um die Jahrtausendwende die Domain bungarten.de gesichert, ohne zu wissen, was ich damit anfangen sollte. Also habe ich angefangen, über meine Zeit auf Elba zu schreiben. Und das Ganze noch im guten alten HTML. Es gibt diese Seite im alten Design immer noch. Nachzulesen hier …
immer wieder reist er nach Elba und die Frage taucht auf: „Sollen wir uns nicht mal wieder auf Elba treffen?“
Das ist der Auslöser …
Von Eve bekomme ich grünes Licht, mich wieder auf Tour zu begeben, „Frieda“, unser Bulli scheint auch keine Einwände zu haben, das Wetter in unseren Breitengraden ist sowieso „usselisch“, zwei Wochen ohne Termine stehen zur Verfügung. Also los …
Auf die Fähre von Piombino nach Portoferraio
Spätestens am Fährhafen in Piombino mit dem Blick auf die Insel bekomme ich leichtes Herzklabastern und wenn ich dann in Portoferraio von der Fähre fahre und an der nächste Ecke einen kurzen Stop bei der Familie Segnini (in meiner Zeit auf Elba ein verlässlicher Partner bei dir Ausleihe von Fahrzeugen) mit herzlicher Umarmung und kleinem Palaver, einlege, hat mich die Insel wieder in ihren Bann gezogen.
Es sind nur noch zehn Kilometer bis zum Campingplatz Rosselba le Palme. Auf dem Weg dahin reiht sich eine Erinnerung an die andere. Es hat sich doch einiges geändert in all den Jahren, aber die Struktur ist die gleiche geblieben, vieles ist mir immer noch vertraut, manches ist neu entstanden. Ich habe immer noch das Gefühl, die kurvige Straße nach Rosselba im gleichen Rhythmus zu nehmen, wie schon hunderte Male zuvor.
Ich biege in die Einfahrt zum Platz und fühle mich sofort wieder zuhause. Das Personal ist zwar neu, die Atmosphäre aber die gleiche und die Wiedersehensfreude mit Christian groß. Erstmal Bulli abstellen, Bierchen rausholen, seine Frau Dagmar und ihren Hund kennenlernen, und viel erzählen …
Rosselba le Palme
Vieles ist neu auf der Anlage. Die Plätze, auf denen ich mit Bulli oder Wohnwagen gestanden habe, gibt es nicht mehr. Apartments, Hütten und Safarizelte – Glamping also – prägen jetzt das Bild. Mir gefällt’s nicht, aber das ist ein anderes Thema. Vertraut ist es mir hier trotzdem – ich fühle mich sauwohl.
Alles eingerichtet!
Mein Rädchen ist natürlich mit auf Tour. So schmeiße ich Komoot an und plane eine kleine Tour hier im Osten der Insel. Klein, weil es ein bergiges Eiland ist. Da mein Gravelbike am Start ist, baue ich ein paar Trails ein, was ich besser nicht gemacht hätte (wie sich später herausstellt) – das Rädchen wollte getragen werden. Auch da wurden Erinnerungen wach, da Eve und ich die Strecke in Teilen schon 2008, als wir mit den Rädern und Zelt hier unterwegs waren, in Angriff genommen hatten. Damals ging’s irgendwie leichter …
Heute (2022) und damals (2008)
Unterwegs mit dem Rädchen
Um nochmal auf die Überschrift dieser Zeilen zu kommen. Ich erlebe hier Flashbacks am laufenden Band und genieße die Zeit hier, die Wiedersehen mit alten Freunden und auch die Rückkehr – dieses Mal mit Eve – ist fest eingeplant.
Der Tag beginnt mit unserem morgendlichen Ritual: Das tägliche Kirchengeläute – pünktlich um 7 !! Uhr – hilft enorm beim Wachwerden. Wasser aufsetzen, alle notwendigen Utensilien um mich herum gruppieren, die „Aeropress“ (mein absoluter Favorit für guten Caffè beim Camping) mit frischem Caffè bestücken, kurz ziehen lassen und dann heisst es „pressen“!
Alles für den Caffè am Morgen
Der sich verbreitende Duft scheint auch immer die Lebensgeister meiner Gattin zu wecken – denn der Zeltreißverschluss wird aktiv … Ein kurzer Stop in die Beautyabteilung und die Voraussetzungen für den morgendlichen Caffè sind geschaffen …
Dieses Jahr ist irgendwie anders. Wir reisen einfach nicht ab. Heute nicht, morgen nicht und auch übermorgen wohl nicht. Keine Routenplanung, keine neuen Zeltplätze. „Bleiben, um zu genießen“ ist die Devise. Ob das an Corona liegt? Oder am Campeggio Ranocchio, am Lago di Piano, an den grüßenden Enten und Blesshühnern, dem nächtlichen Froschgesang? Auch die schattenspendenden Ahornbäume und Eschen, der Pool, das kalte Bier, der unverstellte Blick auf den See mit seinen riesigen Seerosenfeldern und dem satten Grün der Berge verzaubern uns von Tag zu Tag immer aufs Neue.
Da sind wir wohl gerade von einer längeren Tour zurückgekommen
Dazu gesellen sich dann noch Pluspunkte, wie ein Alimentari, dem ich jeden Morgen einen Besuch abstatte und jedes Mal begeistert bin, wenn die Signora den Riesenlaib Mortadella in die Aufschnittmaschine wuchtet, hauchdünne Scheiben abschneidet, liebevoll einpackt und mir ein freundliches „di più“ entgegenbringt – ich liebe das so sehr!
Damit nicht genug … Gastgeber, die sich auf freundlichste Art um unser Wohlergehen kümmern und sich einen Ast freuen, wenn ich mit Ihnen eine kleine Unterhaltung in ihrer Landessprache starte. Die wenigen Gäste, das gute Internet und nicht zu vergessen … DAS Argument: die EM auf Großbildschirm mit wenigen Zuschauern und gekühltem Nastro Azzurro – dat isset!
Und da sollen wir jetzt weg?!
Immerhin unternehmen wir die bereits erwähnten Tagestouren, ein Radweg (ehemalige Bahntrasse) führt unmittelbar am Platz vorbei, der uns direkt zum Comer oder Luganer See bringt. Ansonsten überwiegen hier die steilen Rampen, nicht selten in unwegsamen Gelände, weshalb auch 90 % !! der Radler mit Mountainbikes und davon nochmals 90 % als eBike unterwegs sind. Da kommen wir mit unseren Trekkern schon an Grenzen. Eine längere Tour hat uns bereits an die Nordspitze des Comer Sees gebracht, auch um die dort möglichen Unterkünfte zu sondieren. Mit dem Resultat „Wir bleiben wo wir sind!“
Eine ehemalige Bahntrasse verbindet den Comer mit dem Luganer See
Aber wir haben ja noch fast drei Wochen, in der wir „Radreisen“ können – aber – eilig haben wir es nicht!
Trekking in Nepal ist ein Muss für Naturliebhaber und Bergfreunde. „Du glaubst doch nicht, dass ich 8 Tage in Pokhara verbringe ohne eine Trekkingtour ins Annapurna Massiv gemacht zu haben“, so Eves Ansage. Sie hat ja so recht, doch überkommen mich Zweifel. Und je mehr ich darüber nachdenke, je mehr fallen mir ein. Darin bin gut, keine Frage. Angefangen von meinen Knieproblemen, meinem Alter bis hin zu meinem vermeintlich schlechten Fitnesszustand.
Aber es kommt ganz anders! Der Trek wird ein weiteres Highlight unserer Reise. Ich werde unendliche viele und steile Treppen steigen, froh über die Trekkingstöcke und die Eiskrampen sein, in aller Früh und Kälte den Sonnenaufgang über dem Fishtail bestaunen, unseren Salik und Ramesh ins Herz schließen, das gesamte Annapurna- und Dhaulagiri-Massiv bei traumhafter Aussicht erleben, Eve unterstützen und anfeuern, nachts wärmen und ein Riesenschreck wird mir durch die Glieder fahren …
Doch nun von vorne …
Mr. Happy von Happy Trek rät uns, den Trek gegen den Uhrzeigersinn in 5 Tagen zu gehen. Die 3500 Treppen von Ullerie könnten wir uns ersparen, denn ein Jeep könne uns in Banthanti abholen. Die Nacht vorher sind wir etwas aufgeregt und schlafen entsprechend unruhig.
Tag 1: Pokhara – Nayapul – Kimche – Ghandruk (1940m)
Mit Daunenjacken, Schlafsäcken (alles von Happy Trek), warmer Unterwäsche und Socken, Mützen und Handschuhen, Stulpen und Schlauchschals starten wir mit dem Jeep die abenteuerlichste Tour, die wir je erlebt haben, Richtung Kimche. Salik, unser Guide und Ramesh, unser Porter organisieren unsere Permits. Hinter Kimsche endlich raus aus der Schaukelkiste und rauf auf die Berge. Immer noch Reisefieber. Zur Einstimmung geht es schon mal auf steilen Treppen bergauf. Wir ahnen ja noch nicht, wieviele Treppen noch kommen werden.
Ghandruk
Nach einer guten Stunde erreichen wir Ghandruk, das wohl schönste Dorf auf dieser Tour. Mit seinen alten Steinhäusern und dem alltäglichen Dorfleben bekommen wir hier einen Einblick in das Leben in der Bergwelt des Himalayas. Im Simon Guesthouse bekommen wir sogar ein Zimmer mit Dusche, was wir in den nächsten Tagen vermissen werden. Nach jedem Essen bekommen wir von Salik und Ramesh einen großen Obststeller, liebevoll angerichtet. Wir sollen scheinbar gut essen. Das gibt Power für die nächste Etappe. Bei einem Besuch im Dorf und im Gurung-Museum informiert Salik über die Lebensweise der Gurung.
Tag 2: Ghandruk (1940m) – Bhaisikharka – Tadapani (2660m)
Um den Sonnenuntergang über dem Fishtail zu erleben, quäle ich mich aus dem warmen Bett. Ein wahnsinnig schöner Anblick. Während wir unser Powerfrühstück „Porridge“ zu uns nehmen, wärmt die Sonne wunderbar. Mit Blick auf das Dhaulagiri- und Annapurna-Massiv laufen wir heute vorwiegend über steile Treppen nach oben. In Baisikhara machen wir eine längere Pause, trinken Hot Lemon, essen Bananen und Snickers. Mit den beiden Jungs wärmen wir uns immer weiter an. Bald nennen Sie uns nur noch Baa (Papa) und Aama (Mama) – gefällt uns besser als Oma und Opa, wie wir auch schon genannt wurden. Wir sollen sie mit Chora (Sohn) ansprechen, denn wir seien wie eine Familie.
Morgens früh um 7
Salik zeigt auf den vor uns liegenden Berg auf die Stelle, wo wir ihn überqueren werden. Also weiter nach oben, Treppe für Treppe, Kurve um Kurve. Allmählich verlassen wir den grünen Dschungel mit den Rhododendron-Bäumen, die leider noch nicht in Blüte stehen, und gelangen in den Schnee. Die Eiskrampen werden unsere besten Freunde, nachdem wir uns daran gewöhnt haben. Die eisigen Stellen hätten wir ohne sie kaum geschafft. Das letzte Stück hat es dann noch mal so richtig in sich. Eve gibt alles, um oben anzukommen. Endlich am Hotel Panorama Point oben nach 5 h angekommen, genießen wir die letzten Sonnenstrahlen. Der Bollerofen im Restaurant ist die Rettung vor dem kalten Wind draußen. Das wird hier eine richtig kalte Nacht, denn draußen ist überall Eis.Hot Lemon wird unser Lieblingsgetränk – Bier ist erstmal außen vor. Das Zimmer ist noch kleiner und spärlicher als das Letzte. Die dünnen Holzwände schützen keineswegs vor der Kälte. Mit zwei dicken Decken auf den Schlafsäcken wärmen wir uns.
Ohne Eiskrampen an den Schuhen läuft hier nix
Tag 3: Tadapani (2660m) – Deurali (3188m)
Wieder klopft es früh an unserer Tür … Salik ruft zum Sonnenaufgang und wieder bin ich fasziniert von dieser Kulisse beim Sonnenaufgang – keine Wolke am Himmel. Gerade bin ich dabei, meinen Kaffee zu genießen, höre ich hinter mir ein Poltern und Eves Schreie. Mir fährt der Schreck und die Panik in die Glieder, als ich sehe, dass Eve auf der vereisten Treppe ausgerutscht und auf den Rücken geknallt ist. Mir gefriert das Blut in den Adern. Vorsichtig helfen wir ihr auf und stellen mehr oder weniger erleichtert fest, dass es wohl “nur” Prellungen sind, die Eve aber auf unserer heutigen Königsetappe heftigst leiden lassen.
Von Anfang an tragen wir die Eiskrampen, ohne die wir es wohl nur unter größten Anstrengungen geschafft hätten – wenn überhaupt. Ungläubig verfolgen wir die uns entgegenkommenden Chinesen (Ach … die Chinesen wieder !), ohne diese Hilfen, auf dem Hosenboden herunterrutschend, von ihren Guides abgebremst, damit sie nicht im Abgrund verschwinden …
Immer wieder müssen wir eine Pause machen, da Eve aufgrund der Prellungen Probleme beim Atmen hat. Salik zeigt sich aber immer wieder als umsichtiger Guide, der ihr jederzeit seine Unterstützung gibt. Die Pausen geben uns auch immer wieder Gelegenheit, die immer noch schneebedeckte Landschaft mit zu Eis erstarrten Wasserfällen und die Blicke auf die Giganten zu genießen. Trotzdem freuen wir uns, als das Ziel – Deurali – erreicht ist.
Wir erholen uns bei den letzten Sonnenstrahlen des Tages, bevor wir uns in den Aufenthaltsraum verziehen, wo der Bollerofen wieder eine wohlige Wärme verbreitet. Eve verbringt den Abend, im Schlafsack eingelullt, am Ofen und wir hoffen, dass Ibuprofen und Salbe zu ihrer Besserung beitragen. Irgendwann raffen wir uns auf, verlassen die wohlige Wärme und verziehen uns in unsere Schlafgemächer. In Thermowäsche, Schlafsack und zwei Bettdecken gehüllt, hoffen wir, in der Nacht nicht raus zu müssen, denn überall lauern wieder die Eisplatten.
Tag 4: Deurali (3188m) – über Happy Hill (3250) nach Ghorepani (2870m)
Heute erwartet uns der Deaurali Pass, der höchste Punkt unserer Tour (3308m), mit dem anschließenden Namensgeber des Treks, dem Poon Hill. Nachdem wir den Pass hinter uns gebracht haben, geht es nur noch bergab zum ersten Höhepunkt, dem Happy Hill, von dem wir eine phantastische Sicht auf das Annapurna und Dhaulagiri Massiv mit solch klangvollen Namen wie Himchuli, Nilgiri, Fishtail, Gangapurna, Tukuchepeak und Barahasikha haben – wir können uns nicht satt sehen. So sehen es aber auch viele andere Trekker, die sich um diesen Ausgangspunkt scharen (vor allem wieder … richtig! Chinesen!!). Glücklicherweise war es der einzige Punkt wo es sich so geballt hat – ich möchte nicht in der Hauptsaison hier sein.
Die Blick von Happy Hill …
Die tolle Sicht vom Happy Hill und die Tatsache, dass man am Poon Hill das Ganze nicht toppen kann, überzeugen uns, sich die letzten Höhenmeter dorthin zu sparen und den Abstieg nach Ghorepani in Angriff zu nehmen. Noch ein paar lustige nepalesische Rodelpartien auf Plastiksäcken und wir ziehen los … In Ghorepani erwartet uns eine komfortable Unterkunft mit heißer Dusche, die bei mir aber jäh mit eingeseiften Haaren endet und mit eiskaltem Wasser seinen Abschluss findet – das habe ich nicht verdient! Umso mehr freut sich Eve, die jetzt in Genuss einer neuen Gasflasche mit anschließender heißer Dusche kommt – was tut man nicht alles für seine Liebste 😉
Den Abend verbringen wir – richtig – am Bollerofen im “Wohnzimmer”, erledigen unsere Socialmedia-Aktivitäten, plaudern mit unseren Chōrāharū, Salik und Samesh, bevor wir uns unter unseren (diesmal ohne Schlafsäcke) Plumeaus verkriechen.
Tag 5: Ghorepani (2870m) – Banthanti (1210m)
Heute ist Abstieg angesagt, 600 Meter nur bergab, die Eisplatten werden weniger und die Wolken mehr. Nach fünf traumhaften Sonnentagen zieht sich die Wolkendecke langsam zu. Wir schauen nach oben und sehen einen wolkenverhangenen Himmel. Happy Hill ist komplett in den Wolken verschwunden und damit auch die traumhafte Sicht auf die Giganten. Was haben wir für ein Glück mit unserem täglichen Sonnenschein und der klaren Sicht gehabt.
Salik, unser Guide, immer für ein Spässchen zu haben
Die dichten Wälder haben uns wieder eingehüllt. Es geht vorbei an Flussläufen, über Brücken und steile Stufen – meine Knie mucken nicht auf. Noch einmal begegnen wir Trägern, die, nur mit Turnschuhen an den Füßen, 40 Kilogramm und mehr hoch schleppen – unglaublich! Die einzige Alternative, alles Notwendige zum Leben auf die Berge zu transportieren, sind Mulis, ebenfalls schwer bepackt.
Die einzigen Möglichkeiten, Material und Dinge des täglichen Lebens zu transportieren
Schließlich erreichen wir Banthanti und fallen uns alle überglücklich in die Arme, dass wir dieses Abenteuer mit so tollen Menschen erleben durften und wie belohnen wir uns? Mit dem ersten Bier seit unserem Aufbruch … köstlich! Zum letzten Mal genießen wir ein Abendessen, die liebevoll hergerichtete Obstplatte von Salik und Ramesh und die Nacht in einem Teahouse.
Tag 6: Rückkehr nach Pokhera
Am nächsten Tag steht nur noch die Rückfahrt mit dem Jeep nach Pokhara an, wo wir uns mit Tränen in den Augen von Salik und Ramesh verabschieden, die uns doch sehr ans Herz gewachsen sind und uns ein Erlebnis der besonderen Art, ein unvergessliches Abenteuer beschert haben – dafür sind wir euch unendlich dankbar. Auch für die perfekte Organisation von Happy Trek, die es uns an nichts hat fehlen lassen – DANKE!
Wir waren ein tolles Team
Wir verbringen noch eine letzte Nacht in Pokhara, genießen den Luxus im Hotel, den perfekten Cappuccino, bevor wir am nächsten Tag mit dem Bus zurück nach Kathmandu fahren. Wir treffen uns noch einmal mit Rolf Schmelzer, mit dem wir einige wunderschöne Tage in Kathmandu und Chitwan erleben durften, und verbringen zusammen noch einen kurzweiligen Abend – Danke Rolf, für diese gemeinsame Zeit, es war mir eine große Freude (unser gemeinsame Art von Humor hat dazu beigetragen)!
Am nächsten Tag steht das nächste Abenteuer an: Indien. Für mich eine vollkommen neue Erfahrung und ausgerechnet Varanasi als Start – heftiger geht nicht! Aber es sollte besser laufen, als ich mir das vorgestellt hab – Eve steht schon mit ihrem Blogpost in den Startlöchern …