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Ramsko Jezero in Bosnien und Herzegowina

Ein Beitrag von Eve

Nach einem verregneten Tag im Tune Camp werden wir am Ramsko Jezero am nächsten Morgen mit Sonne, türkisgrünem Wasser und einer traumhaften Berglandschaft belohnt. Neben schönen Naturmomenten erleben wir wieder interessante Begegnungen mit anderen Reisenden.

Abschied von der Buna

Unseren schönen Platz an der Buna genießen wir noch ein letztes Mal. Mit den Schweizern, die mit ihrem Quad neben uns stehen, kommen wir ins Gespräch. Dabei erfahren wir, dass er Bosniake und sie Schweizerin ist. Sie erzählt uns, dass unser Gastgeber den Krieg überlebt hat.

Er hat sich mittlerweile zu uns gesellt, zeigt uns eine riesige Narbe, die sich quer über seinen Bauch zieht und versucht, uns seine Erlebnisse während des Bosnien-Krieges mit Hilfe der Schweizer mitzuteilen. Schade, dass wir uns nicht mit ihm unterhalten können. Er hätte sicherlich viel zu erzählen.

Regen im Tune Camp am Rama-See

Die Wettervorhersage verspricht für den ganzen Tag Regen. Trotzdem machen wir uns auf den Weg, machen noch einen kleinen Abstecher zur Buna-Quelle und fahren rund 100 Kilometer bis zum Ramsko Jezero (Rama-See), einem der größeren Seen Bosniens und Herzegowinas.

Im Tune Camp werden wir herzlich von Ivan empfangen. Auf einem Terrassenplatz stellen wir unseren Max quer zum See auf. Leider regnet es bereits so stark, dass wir es uns lieber im Camper gemütlich machen.

Wir lesen und schreiben, recherchieren im Internet und sortieren Fotos. Der ganze Tag bleibt grau und nass – richtiges Wetter, um es sich drinnen bequem zu machen.

Für eine Überraschung sorgt der Blick auf die Nachbarplätze: Mario und Annett von Abenteuer Globus stehen mit ihrem roten Bus direkt vor uns! Das Tune Camp haben wir natürlich aufgrund ihrer Empfehlung ausgewählt. Nun treffen wir sie hier tatsächlich wieder.

Der Rama-See zeigt seine schönsten Farben

Noch ist es ziemlich kalt, als wir am nächsten Morgen aufstehen. Auch die Sonne lässt sich erst einmal Zeit. Doch dann wird es langsam heller, und der Rama-See beginnt, in der malerischen Landschaft aus grünen Hügeln und Karstbergen zartblau bis türkisgrün zu schimmern.

Mit jedem Sonnenstrahl verändert sich das Farbenspiel. Das Blau des Sees geht immer mehr in ein leuchtendes Türkisgrün über, während die Berge ringsum in sattem Grün erstrahlen.

Das Wasser ist spiegelglatt. Eine Ente zieht ihre Schwimmspur durch die makellose Oberfläche und hinterlässt eine feine Linie im Spiegelbild der Landschaft. Ein wunderschöner Anblick!

Ein geselliger Abend mit Steffen und Silke

Am Abend wird es wieder empfindlich kühl. Mit Decke und Jacke sitzen wir trotzdem noch draußen und verbringen die Zeit mit Steffen und Silke, unseren Nachbarn, die auch gestern angekommen sind.

Die beiden betreiben ein Cateringunternehmen, und es ist ausgesprochen interessant und unterhaltsam, ihren Erzählungen von der Arbeit und ihrem Leben in Mecklenburg-Vorpommern zuzuhören.

Dabei erfahren wir auch von ihren besonderen Gewohnheiten: In jeden Badesee müssen sie springen, und die eiskalte Dusche im Garten gehört zum täglichen Ritual. Da können wir nur staunen!

Nach dem verregneten Vortag hat uns der Rama-See mit Sonne, türkisgrünem Wasser und einer traumhaften Landschaft verwöhnt. Und nebenbei haben wir wieder nette Menschen kennengelernt. Genau solche Begegnungen machen unsere Reise mit dem Camper immer wieder besonders.